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Ralf Tebling wird Bürgermeister von Premnitz

Sieger der Stichwahl Ralf Tebling wird Bürgermeister von Premnitz

Nachdem er am Abend zuvor die Stichwahl mit 53,6 Prozent gewonnen hat, wirkt der künftige Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) am Montagvormittag sehr entspannt. Er habe keinen Grund, aufgeregt zu sein, teilt er mit. Premnitz sei auf einem guten Weg und die Stadtverwaltung beherrsche ihr Tagesgeschäft.

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Den Menschen zuhören, das rechnet der künftige Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) zu seinen wichtigsten Aufgaben.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Entspannt, fast schon tiefenentspannt. So wirkt Ralf Tebling (54 Jahre) am Montagvormittag, nachdem er am Abend zuvor als Kandidat der SPD mit 53,6 Prozent die Premnitzer Bürgermeister-Stichwahl gewonnen hat. Er sieht nicht aus, als habe er die Nacht durchgefeiert und berichtet: Wie immer sei er um 6 Uhr aufgestanden und zur Arbeit in die Kreisverwaltung gefahren. Schließlich habe er als Büroleiter des Kreistags für den Nachmittag noch eine Sitzung des Kreisausschusses vorbereiten müssen. „Ich habe keinen Grund, sehr aufgeregt zu sein“, teilt er mit, „man weiß doch, worauf man sich als Bürgermeister von Premnitz einlässt.“ Die Stadtverwaltung dort beherrsche ihr Tagesgeschäft, so könne er seine neue Aufgabe relativ entspannt angehen. Am 1. September tritt er sein Amt als Bürgermeister an.

„Premnitz ist auf einem guten Weg“, sagt das künftige Stadtoberhaupt. Das neue Gesundheitszentrum wird gebaut und die B 102-Ortsumgehung kommt. Die Revitalisierung der Viskose-Brache im Industriepark schreitet voran und die Telekom beginnt mit dem Giga-Netz. Er verrät: Es gebe sogar einen neuen Bauantrag für das etwas unter die Räder gekommene Gelände der einstigen Kita Kinderstadt. „Es sieht gut aus“, freut sich Ralf Tebling, „und man kann davon ausgehen, dass die Entwicklung sich fortsetzt.“

Zur Person

Geboren wurde Ralf Tebling am 25. Februar 1962 in Rathenow.

Er lernt 1979 bis 1981 beim VEB Wasseraufbereitungsanlagen Rathenow (WARA) Maschinen- und Anlagenmonteur.

Angestellter der Kreisverwaltung ist er seit 1987. 1997 schließt er ein Studium zum Diplomverwaltungswirt ab.

Er heiratet 1995 seine Frau Berit, hat zwei erwachsene Töchter und einen Enkelsohn.

Als Hobbys nennt er Fußball, Skat, Kochen und Lesen.

Sein künftiges Bürgermeisteramt beschreibt er als einen weiteren Schritt in der Kommunalpolitik der Stadt. 1998 wurde er Gemeindevertreter von Mögelin. Seit 2002 ist er dort Ortsvorsteher und auch Mitglied der Stadtverordnetenversammlung (SVV) Premnitz. Seit 2o11 ist er Vorsitzender der SVV und seit mittlerweile zehn Jahren auch Vorsitzender des Mögeliner Sportvereins MSC. Natürlich werde er als Bürgermeister der Stadt noch mehr Termine haben, blickt Ralf Tebling voraus. Aber das gehöre nun einmal dazu, dass man sich bei den Leuten vor Ort sehen lasse und ihnen zuhöre. Er werde viel mit dem Fahrrad unterwegs sein, lässt er durchblicken, da könne er immer schnell abspringen, falls jemand mit ihm reden wolle.

Wie beim 1. Wahlgang am 10. April hat Ralf Tebling bei der Stichwahl gegen den parteilosen Einzelkandidaten Felix Burghardt erneut sechs von acht Stimmbezirken (einschließlich Briefwahl) gewonnen. Er liegt am weitesten vorn in Mögelin mit 367 Stimmen (Burghardt 198) und siegt auch in der Dachsberg-Grundschule 243 zu 237, in der Awo-Begegnungsstätte 221 zu 213, im Rathaus 239 zu 213, in der Oberschule 284 zu 223 und bei der Briefwahl 317 zu 281. Weniger Stimmen als Felix Burghardt hat er nur in Döberitz mit 113 zu 137 und in der Awo-Schule mit 199 zu 215.

Felix Menzel (SPD): „Bei ihm ist Premnitz in guten Händen“

„Bei Ralf Tebling ist Premnitz in guten Händen“, sagt Felix Menzel, der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Premnitz-Milower Land. „Er ist ein Mann mit 30 Jahren Verwaltungserfahrung und in der Kommunalpolitik zu Hause.“ Er sei ein bodenständiger Typ, junger Opa und gut vernetzt. „Und als Nachbar freue ich mich auch“, betont Felix Menzel, Bürgermeister der Gemeinde Milower Land und spielt damit wohl an auf eine mögliche Fusion der beiden Kommunen, die bei der bevorstehenden Gemeindereform im Land eine Rolle spielen könnte.

Der CDU-Stadtverband Premnitz habe sich vor der Stichwahl klar für Ralf Tebling ausgesprochen, sagt dessen Vorsitzender Christian Peter, der im 1. Wahlgang mit 22,4 Prozent der Stimmen ausgeschieden war. Teblings Sieg habe man mit Wohlwollen aufgenommen. Felix Burghardt habe ein starkes Wahlergebnis erreicht, fügt Christian Peter hinzu, „und uns alle zum Schwitzen gebracht“. Mit dem Ausgang der Stichwahl könne man sehr zufrieden sein.

„Ich freue mich über die hohe Wahlbeteiligung von fast 51 Prozent“, teilt der noch bis 31. August amtierende Bürgermeister Roy Wallenta (parteilos) mit. Das sei für eine Stichwahl ein gutes Ergebnis und deshalb sehr repräsentativ für die Stadt. Der Wähler habe entschieden, resümiert Roy Wallenta, „und ich bin sicher, es ist eine gute Wahl für Premnitz getroffen worden“.

Von Bernd Geske

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