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Havelland Rassekatzen im Visier der Preisrichter
Lokales Havelland Rassekatzen im Visier der Preisrichter
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00:17 08.03.2017
In Paaren dabei waren diese Katzenkinder der Rasse Somalia von der Zucht „Müllers Mühle“ aus Eberswalde, Quelle: Vanessa Mehwitz
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Paaren im Glien

Glänzendes Haar, wunderschöne Augen, perfekte Maße – die Rede ist von Rassekatzen, die am Wochenende im MAFZ Erlebnispark in Paaren im Glien zur Schau gestellt wurden. Der Verein Cat Club Berlin hatte Züchter aus der Umgebung eingeladen, um ihre besten Vierbeiner zu präsentieren.

Eine internationale Jury mit Vertretern aus der Ukraine, Frankreich sowie Deutschland bewertete Körperbau, Fell, Schnauze, Ohrenstand und Schwanz der Tiere. Und das in Kategorien wie Langhaar, Halblanghaar oder Kurzhaar. Doch bevor es soweit war, herrschte Hektik bei den Züchtern. Vor dem Bühnenauftritt bürsteten sie noch das eine oder andere Fell ihrer eigenwilligen Haustiere.

Die Züchter bringen die Katzen schon als Jungtiere zu den Ausstellungen, damit sich die kleinen an die Gerüche und Eindrücke gewöhnen können. „Manchmal klappt das aber nicht. Dann kann man sie nicht ausstellen, weil es zu viel Stress wäre für das Tier“, weiß Sergej Ovodov, Vorsitzender des Cat Clubs und selber Besitzer von zwölf Katzen. „Die Katzenzucht ist für uns in erster Linie Hobby. Man gewinnt dabei nicht viel Geld. Im Gegenteil, man muss für die Untersuchungen beim Tierarzt viel bezahlen, dazu kommt das richtige Futter.“ Das herkömmliche Katzenfutter ist aus Sicht von Ovodov nicht gut genug. „Es enthält zu viel Kohlehydrate und Glucose. Das kann eine Katze krank machen“, sagt der Experte.

Über die richtige Pflege der Vierbeiner wissen die Züchter genauestens Bescheid. Sie ziehen ihren Katzennachwuchs mit Sorgfalt groß. So auch die Familie Bey aus Berlin. Tochter Letizia (9) zeigte in der Ausstellung stolz ihre fünf Monate alte Katze der Rasse Blue-Tortie. Die leidenschaftlichen Züchter sind beim Verkauf ihrer Katzenkinder sehr kritisch und geben die Kleinen nur in verantwortungsvolle Hände. „Wenn man darüber nachdenkt, sich eine Rassekatze anzuschaffen, sollte man vorher die Kosten im Blick haben. Abhängig von Rasse sind für edles Tier schon 650 Euro zu zahlen“, sagte Letizia.

Die in Paaren im Glien ausgestellten Katzen sind jeweils die besten eines Wurfes und tragen solch prächtige Namen wie Emilio, Novalie oder Amadeus. Die Einzigartigkeit und Kreativität seien wichtig, denn die Namen sollen einen Wiedererkennungswert haben. „Ich lasse mich gern von Büchern inspirieren oder google Sagen und Feen“, so Züchterin Barbara Aydin.

Wer wollte, konnte sich am Stand des Vereins Berliner Katzenschutz über Katzen in Not informieren. Vereinsvorsitzender Harry Kindt berichtete: „Wir nehmen zum Beispiel tragende Katzen auf, kümmern uns um die Jungen und vermitteln diese dann.“ Manchmal würden Babys ohne Mütter ausgesetzt oder gefunden, die ziehen Vereinsmitglieder mit der Flasche groß.

Dem Katzenliebhaber ist seine Freude für die Arbeit im Verein anzusehen: „Meine Frau und ich haben mittlerweile selbst neun Katzen. Ursprünglich waren es drei aber die anderen konnten nicht vermittelt werden, so haben wir sie behalten.“ Der Verein bietet neben der Katzenadoption auch eine Patenschaft an: Wer sich keine Katze Zuhause halten kann, übernimmt die volle Patenschaft eines Tiere im Heim.

Auch Jeannette Sönke und Stefan Reck denken bereits über die nächste Katze nach. Sie haben zwei Miezen zuhause und besuchen die Ausstellung im MAFZ Erlebnispark jedes Jahr. „Wenn unsere beiden irgendwann nicht mehr sind, dann würden wir uns gern eine Rassekatze holen. Uns gefallen besonders die norwegische Waldkatze oder eine Maine-Coon“, erzählte Reck.

Von Vanessa Mehwitz

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