Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Aus Verwaltungsräumen werden Kinderstuben
Lokales Havelland Aus Verwaltungsräumen werden Kinderstuben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:36 03.09.2015
Das leer stehende ehemalige Rathaus in der Jahnstraße 34 wird zum Hort umgebaut. Quelle: Markus Kniebeler
Anzeige
Rathenow

Der Umbau des alten Rathauses in der Jahnstraße 34 zum Hort der Jahngrundschule nimmt Fahrt auf. Nachdem die Stadtverordneten in der letzten Sitzung vor der Sommerpause grünes Licht für das Vorhaben gegeben hatten, steht die erste Planung für das künftige Hortgebäude. Bis zum Sommer des kommenden Jahres soll das Gebäude für 750.000 Euro zu einem Schulhort umgebaut werden.

Eng eingebunden in die Umbaupläne sind die Hort-Erzieherinnen. Die haben den Planern in gemeinsamen Beratungsrunden ihre Wünsche und Bedürfnisse mitgeteilt. „Diese Wünsche wurden abgeglichen mit dem, was technisch machbar und finanziell möglich ist“, sagt Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus. Dann sei ein Raumplan aufgestellt worden, der nun im Detail ausgearbeitet werde.

760 Quadratmeter Nutzfläche stehen zur Verfügung

Im Raumplan ist festgehalten, wie die 760 Quadratmeter Nutzfläche (ohne Toiletten, Flure, Treppenhaus) in dem Gebäude aufgeteilt werden, um den einstigen Rathenower Verwaltungssitz in einen zeitgemäßen und kindgerechten Hort zu verwandeln. Auf jeder Etage werden für die jeweiligen Gruppen drei bis vier Horträume eingerichtet. Außerdem sind Räume für zusätzliche Betreuungsangebote geplant: Einen Hausaufgabenraum soll es geben, einen Experimentierraum, einen Raum zum Entspannen und einen, in dem geturnt und getobt werden kann.

Mitglieder des Rathenower Bauausschusses machten sich im vergangenen Jahr ein Bild vom baulichen Zustand des ehemaligen Rathauses. Quelle: Markus Kniebeler

Weil die Bedürfnisse von Kindern andere sind als die von Büromitarbeitern, werden die Grundrisse komplett verändert. Durch das Wegreißen von Zwischenwänden werden die kleinen, genormten Büros zu größeren Einheiten zusammengefasst. Im Erdgeschoss etwa entsteht so ein Bewegungsraum, der mit seinen über 100 Quadratmetern seinem Namen alle Ehre macht. Dass diese Eingriffe in die Bausubstanz statisch geprüft werden müssen, versteht sich von selbst.

Komplett verändert werden müssen auch die Sanitäranlagen. Es geht nicht nur darum, kindgerechte Armaturen zu installieren. Für die bis zu 150 Kinder, die ab August 2016 in dem Gebäude betreut werden, sind zusätzliche Toiletten und Waschbecken anzubringen. Wie bei solchen Umbauten üblich, ist auch das Thema „Zweiter Fluchtweg“ zu behandeln. Um, wie gesetzlich vorgeschrieben. im Katastrophenfall den Kindern und Erziehern eine alternative Fluchtmöglichkeit zu bieten, werden auf der Rückseite des Gebäudes außen liegende Fluchtreppen installiert.

750.000 Euro sind für den Umbau vorgesehen

750.000 Euro sind für den Hortumbau vorgesehen. Das Geld kommt aus der Stadtkasse und aus Fördertöpfen des Landes. „Wir gehen davon aus, dass wir mit dem Geld hinkommen“, sagt Remus. Und obwohl der Zeitplan für die Umbauarbeiten eng gestrickt sei, werde man den Hort zum Beginn des Schuljahres 2016/17 in Betrieb nehmen.

Mit dem Beginn der Vorbereitungen zum Hortausbau dürften die Pläne, das ehemalige Rathaus wieder zum Sitz der Stadtverwaltung zu machen, endgültig vom Tisch sein. Schon im März, als die Rathenower Stadtverordneten die Entscheidung fällten, die alte Brauerei zum Rathaus umzubauen, war der Weg für die Hortnutzung frei geworden. Auf diesem Weg ist man jetzt einen weiteren Schritt vorangekommen.

Finanzamt, Rathaus, Hort

Die Geschichte des Gebäudes reicht weit zurück. Ende der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war es als Finanzamt errichtet worden. Bis 1997 waren hier Teile der Rathenower Verwaltung untergebracht.

Mit dem Umbau zum Hort soll die Betreuungssituation in der Jahngrundschule entkrampft werden. Die Schule, in der jetzt noch der Hort ist, muss mehr Unterrichtsräume bekommen.

Von Markus Kniebeler

Eine Radfahrerin musste am Montagmorgen ins Krankenhaus gebracht werden. Sie war an einer Kreuzung in Falkensee von einem Auto erfasst worden. Die Frau wurde leicht verletzt.

31.08.2015

Sechs Tage nach dem verheerenden Brandanschlag auf eine Turnhalle und nur zwei Tage nach dem Scheunenbrand in Ebereschenhof, hat es am Sonntagabend abermals in Nauen gebrannt. Im Ortsteil Teufelshof stand ein leerstehendes Gebäude in Flammen. Wieder soll es das Werk von Brandstiftern sein.

31.08.2015
Rathenow Falls es wieder ein Hochwasser gibt - Strodehne: Wenn der Deich plötzlich absackt

Das Hochwasser aus dem Jahr 2013 hatte auch im Westhavelland große Schäden angerichtet. Die Arbeit der Helfer war zunächst darauf ausgerichtet, die Deiche zu verteidigen. Wie man das richtig macht, wurde am vergangenen Wochenende in und um Strodehne und Klietz geübt. Und dabei erlebten die Helfer so manche Überraschung.

02.09.2015
Anzeige