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Havelland Rathenow: Neues Leben für die Zietenbrache
Lokales Havelland Rathenow: Neues Leben für die Zietenbrache
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02:15 06.02.2016
Die Erschließung des Grundstücks hat begonnen. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Das Zietengelände war über zwei Jahrzehnte lang ein mahnendes Beispiel dafür, was aus den Plänen windiger Investoren werden kann, die keine Rücksicht auf Bedarf und örtliche Befindlichkeiten legen. Anfang der 90er Jahre wurden der Rathenower Verwaltung Pläne vorgelegt, auf der Brache ein komplettes Wohnquartier mit Turnhalle, Einkaufszentrum, Verwaltungsgebäuden, Hotel und einer riesigen Tiefgarage zu errichten.

Anfang der 90er Pläne vorgelegt

Ein Modell dieses nie verwirklichten Investorentraums steht noch in einem Zimmer des Bauamts herum. Es zeugt von dem Größenwahn, der nicht untypisch war für die ersten Nachwendejahre. Auch ein zweiter Versuch, das Gelände mit Reihen- und Doppelhäusern zu bebauen, scheiterte. Das nie vollendete Musterhaus, mit dem Interessenten gewonnen werden sollten, wurde zum Sinnbild des Scheiterns.

Als die Musterhausruine im vergangenen Jahr abgerissen wurde, war das ein Signal für den Neuanfang. Aber eigentlich war da die Neuerfindung des Zietenareals da schon in vollem Gange. Die hatte mit dem Abriss der hässlichen Mauer in der Schopenhauerstraße zwei Jahre zuvor und der Errichtung schmucker Reihenhäuser begonnen.

Ralf Stolz, Chef der mit der Erschließung beauftragten Firma Remus, mit einem Plan des Geländes. Quelle: Markus Kniebeler

Nun soll es zügig weiter gehen. Darauf deuten die Arbeiten hin, die seit einigen Tagen auf der Freifläche hinter den Reihenhäusern zu beobachten sind. Auf dem rund 7000 Quadratmeter großen Fläche östlich der Havellandhalle ist die Erschließung in vollem Gange. Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen werden verlegt, danach folgt der Bau einer ringförmigen Straße, von der die neun Mehrfamilienhäuser zu erreichen sind. Die Straße, sie wird Hans-Joachim-von-Zieten-Straße heißen, geht von der Schopenhauerstraße ab und führt zwischen zwei der neuen Reihenhäusern auf die Neubaufläche.

Seit einigen Tagen wird gearbeitet

Ende April soll die Erschließung erledigt sein. Dann könnte mit dem Bau des ersten Hause begonnen werden. Insgesamt sollen neun Mehrfamilienhäuser entstehen, die jeweils Platz für vier Wohnungen bieten. Vom Baustil werden sie jenen Häusern an der Schopenhauerstraße ähneln. Jens Hubald, Leiter des Sachgebiets Stadtentwicklung im Rathenower Bauamt, ist froh über die neue Sitation. „Es ist erklärtes Ziel der Stadtentwicklung, Brachen und Baulücken in der Innenstadt zu schließen und so das Leben im Zentrum zu konzentrieren“, sagt er. Vor dem Hintergrund negativer Bevölkerungsprognosen sei es umso wichtiger, den Kern der Stadt zu stärken und lebenswert zu halten.

Dass diese Grundstücke, die nah am Zentrum, in einem ruhigen Umfeld und nicht weit vom Bahnhof entfernt liegen, attraktiv sind, hatten Investoren bereits Anfang der 90er Jahre erkannt. Nur fehlte ihnen offenbar das Augenmaß für eine seriöse Entwicklung. Das scheint nun ganz anders zu sein. Wie man hört, soll es bereits für alle der entstehenden Wohnungen Interessenten geben.

Von Markus Kniebeler

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