Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Zu schade für den Müll: Schönes aus Schrott und Abfall
Lokales Havelland Zu schade für den Müll: Schönes aus Schrott und Abfall
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:20 27.01.2014
Daniela Heere werkelt in ihrer Werkstatt mit Schere, Nadel und Faden. Verspieltes mag sie, aber praktisch sollte es auch sein. Quelle: Christin Schmidt
Anzeige
Rathenow

Einen alten, ausgedienten Ledergürtel kann man in die Altkleidertonne schmeißen oder ihn mit kreativen Ideen und etwas handwerklichem Geschick und Fingerspitzengefühl in ein Armband verwandeln. Daniela Heere hat genau das getan und begeistert damit Menschen, die individuellen Schmuck und selbst gemachte Accessoires lieben. „Upcycling“ ist das Stichwort. Es steht für die Wiederverwertung von Dingen, die normalerweise in den Müll fliegen. Diese werden aufgewertet und in neue Produkte verwandelt. „Upcycling? Keine Ahnung“, sagt Daniela Heere. So direkt habe sie sich damit noch nicht beschäftigt. Die 39-Jährige macht sich weniger über Begrifflichkeiten Gedanken, als viel mehr über Designs, Muster und Schnitte. Von Hand statt von der Stange, mit Liebe statt industriell gefertigt, das ist ihr Motto.

Seit Dezember 2004 betreibt Daniela Heere ihr eigenes Geschäft: „Sonnenmond“. Zunächst versteckt auf einem Hinterhof, bis sie vor drei Jahren einen Laden in der Goethestraße mietete. Angefangen hatte sie mit dem Verkauf von Schmuck, Räucherstäbchen, Holztruhen und Statuen. Selbstgemachtes machte den geringsten Teil aus. Damals kaufte sie ihre Ware noch vornehmlich bei indischen Händlern ein. Mit dem Umzug veränderte sich auch das Konzept von Sonnenmond. Etwa 80 Prozent aller Artikel, die sie heute verkauft, hat sie selbst in mühevoller Handarbeit hergestellt. Gehäkelte Mützen, Buchumschläge, Taschen, Tücher, Schmuck und andere dekorative Gegenstände.

Unter ihren „zauberhaft handgefertigten Kleinigkeiten“ finden sich sogar alte Cappuccino-Dosen. Ihre Leidenschaft für das Heißgetränk hat sich Heere zunutze gemacht – immerhin leert sie eine Menge Dosen, wenn sie Tage und manchmal auch Nächte in ihrer Werkstatt verbringt. Statt in die Mülltonne wandern die Dosen auf der Arbeitsplatte. Unter den Händen der kreativen Frau werden diese mit Serviettentechnik, Schleifenband und geklöppelter Borte verschönert. Das Ergebnis: Hübsche, verspielte Schmuckdosen mit einem Hauch Nostalgie, die sich als Geschenkverpackung eignen. „Oder für Pralinen oder Kekse kann man die verwenden“, erklärt Heere. Wer das herrlich bunte Geschäft betritt, wird fast immer ein Rattern aus dem hinteren Bereich des Raumes hören. Hier sitzt die Inhaberin zurzeit ständig hinter der Nähmaschine. Hatte sie sich anfangs noch vor dem Gerät gescheut, ist es im Augenblick ihr Arbeitsgerät Nummer Eins.

Zwischen Steppstich und Saumnaht bedient sie die Kundschaft. Immer wieder betreten auch ältere Damen den Laden und bringen Stoffreste, schöne Borten oder geklöppelte Spitze. Dinge, die sie selbst nicht mehr brauchen. Daniela Heere nutzt diese für kleine Applikationen an Taschen. Auch ihre Stulpen zieren oft kleine Details. „Ich stehe auf dieses Verspielte“, gesteht sie. Ideen für Neues kommen ihr meist bei der Arbeit. „Oder nachts, da habe ich die besten Einfälle.“ Seit Oktober verkauft sie ihre Produkte unter dem Label „Mynuschki“ nicht mehr nur im Sonnenmond-Laden und auf Märkten. Jetzt gibt es die kleinen Dinge made in Rathenow auch im Online-Shop DaWanda.

Von Christin Schmidt

Polizei Havelland: Polizeibericht vom 27. Januar - Polizist erlöst Reh mit Schuss aus Dienstwaffe

+++ L 201: Nach einer Kollision mit einem Pkw blieb ein Reh am Sonntagnachmittag schwer verletzt auf der Straße liegen. Um dem Tier weitere Qualen zu ersparen, erschoss ein Polizeibeamter das Tier +++ Falkensee: Am Sonntagabend kam es auf der Bahnstrecke Berlin – Nauen zu einem tödlichen Zugunfall. +++

28.01.2014

Am Anfang jeder Prunksitzung glaubt der Partygast noch, hier wird nur gefeiert, geschunkelt, getrunken und gelacht. Doch die Nauener Narren bieten mehr. Zuallererst tanzt wie immer der Nachwuchs beim Karnevalclub "Blau-Weiß" (NKC), der am Sonnabend seine zweite Prunksitzung veranstaltete.

26.01.2014
Havelland Tierisches und Kulinarisches auf der Grünen Woche - Havelländer erholen sich vom Messe-Stress

"Die Grüne Woche ist ein schwieriges Brot", sagt Bauer Christian Lindner und verzieht die Miene. Zwei Tage hat er jeweils zehn Stunden am Stand des havelländischen Tourismusverbands ausgeharrt, mitten im Getümmel der Brandenburghalle. Zum Ende der Messe unterm Berliner Funkturm ziehen Havelländer Aussteller eine positive Bilanz.

27.01.2014
Anzeige