Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Durchbruch in der Rathausfrage
Lokales Havelland Durchbruch in der Rathausfrage
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:43 24.02.2016
Im TGZ soll nach Willen der Stadtverordneten ab dem 1. Januar 2018 ein Teil der Stadtverwaltung untergebracht werden. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Als im vergangenen Dezember wegen der ungeklärten Frage nach dem künftigen Sitz der Rathenower Verwaltung der Haushalt auf Eis gelegt wurden, schien eine einvernehmliche Lösung des Konflikts in weiter Ferne. Doch die Wogen haben sich schneller geglättet als erwartet. Am Mittwochabend einigten sich die Stadtverordneten auf einen von der Verwaltung vorgelegten Kompromiss: Ab dem 1. Januar 2018 wird die Rathenower Verwaltung zwei Dienstsitze haben. Rund 60 Angestellte der Kernverwaltung sollen Büroräume im Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) im Grünauer Fenn beziehen. Etwa 40 Mitarbeiter werden ihre Arbeit in einem Gebäude im Stadtzentrum verrichten. In diesem sollen jene Bereiche mit viel Publikumsverkehr untergebracht werden: Vor allem das Bürgerservicebüro und das Standesamt. Wo dieser Teil des Rathauses angesiedelt wird, ist noch nicht entschieden. Im Gespräch sind leer stehende Immobilien der KWR. Auch das zum Verkauf stehende Gebäude der Dresdner Bank wird in diesem Zusammenhang immer wieder genannt.

Die Variante, die alte Brauerei zum Rathaus umzubauen, ist damit endgültig vom Tisch. Und auch der Kauf des jetzigen Rathauses ist damit keine Option mehr. Für die Befürworter dieser beiden Lager, die sich unversöhnlich gegenüberstanden, war dieser dritte Weg ein gangbarer Kompromiss: So heftig die Debatte im Dezember geführt worden war – gespickt mit persönlichen Angriffen und Unterstellungen – so einvernehmlich fiel die Abstimmung zum Rathausthema am Mittwochabend aus. Der Vorschlag, das Rathaus auf das TGZ und Teile einer innerstädtischen Immobilie aufzuteilen, erhielt 25 Ja-Stimmen, bei drei Enthaltungen.

Dass aus dem Brauerei-Umbau zum Rathaus nichts wird, bedeutet nicht, dass das Areal wieder zurückfallen muss in den Dornröschenschlaf. Im Gegenteil. Die Vorlage der Verwaltung, das Gelände weiter zu entwickeln, wurde ebenfalls mit großer Mehrheit befürwortet. Zu diesem Zweck wird die Stadt das Ensemble erwerben, und die nicht verwertbaren Gebäude abreißen lassen. Die denkmalgeschützten Brauereiteile und die durch den Abriss frei werdenden Flächen sollen vermarktet werden. Damit sind die 670000 Euro, die im Zuge der Rathausdebatte in Vorplanungen und Voruntersuchungen gesteckt wurden, nicht verloren. Die Kosten für den Erwerb des Ensembles und den Abriss nicht benötigter Gebäude in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro sollen über Fördermittel, Erlöse aus Grundstücks- und Immobilienverkäufen und einem überschaubaren Eigenanteil der Stadt bestritten werden. „Ich bin froh, dass wir in der Rathausfrage einen Kompromiss gefunden und den Stillstand beendet haben“, sagte Bürgermeister Ronald Seeger.

Von Markus Kniebeler

Havelland Erlebnis-Dorf in Elstal wächst - Zusätzliche Stellplätze bei Karls

Die vorhandenen 460 Stellplätze bei Karls Erlebnis-Dorf in Elstal reichen in Spitzenzeiten schon jetzt nicht aus. Deshalb soll ein neuer riesiger Parkplatz entstehen.

24.02.2016
Havelland 10 000 Euro aus Kreismittel für Fest auf Schloss Ribbeck - Havelländer Linke kritisieren Landratsabschied

Mit einem großen Fest auf Schloss Ribbeck wird Landrat Burkhard Schröder (SPD) am 31. März in den Ruhestand verabschiedet. Der Kreistag hat entschieden, dass dafür bis zu 10 000 Euro aus Kreismitteln zur Verfügung gestellt werden. Zu viel, meint die Linkspartei. In Zeiten, in denen viele Kommunen sparen müssen, sei das Maß verloren gegangen, was angemessen ist.

24.02.2016

Das kleine Örtchen Garlitz im Havelland nutzt eine Telefonzelle fremd – nämlich als Ausleihe und Umtauschstation für Bücher. Die Bücherbox funktioniert einfach: Wer möchte, kann sich ein Buch ausleihen und das Buch mit nach Hause nehmen. Wenn es ausgelesen ist, geht’s wieder zurück. Und ist wieder zugänglich für Jedermann.

24.02.2016