Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Durchbruch in der Rathausfrage

Stadtverordnete stimmen Kompromisslösung zu Durchbruch in der Rathausfrage

Eine Lösung in dem festgefahrenen Konflikt um den künftigen Sitz der Rathenower Verwaltung ist in Sicht. Am Mittwochabend gaben die Stadtverordneten grünes Licht für einen Vorschlag der Verwaltung: Ab 2018 wird das Rathaus auf zwei Standorte verteilt – ein Teil der Mitarbeiter zieht ins TGZ, der Rest in ein Gebäude im Zentrum.

Voriger Artikel
Zusätzliche Stellplätze bei Karls
Nächster Artikel
Als die Raubritter in Rathenow herrschten

Im TGZ soll nach Willen der Stadtverordneten ab dem 1. Januar 2018 ein Teil der Stadtverwaltung untergebracht werden.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Als im vergangenen Dezember wegen der ungeklärten Frage nach dem künftigen Sitz der Rathenower Verwaltung der Haushalt auf Eis gelegt wurden, schien eine einvernehmliche Lösung des Konflikts in weiter Ferne. Doch die Wogen haben sich schneller geglättet als erwartet. Am Mittwochabend einigten sich die Stadtverordneten auf einen von der Verwaltung vorgelegten Kompromiss: Ab dem 1. Januar 2018 wird die Rathenower Verwaltung zwei Dienstsitze haben. Rund 60 Angestellte der Kernverwaltung sollen Büroräume im Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) im Grünauer Fenn beziehen. Etwa 40 Mitarbeiter werden ihre Arbeit in einem Gebäude im Stadtzentrum verrichten. In diesem sollen jene Bereiche mit viel Publikumsverkehr untergebracht werden: Vor allem das Bürgerservicebüro und das Standesamt. Wo dieser Teil des Rathauses angesiedelt wird, ist noch nicht entschieden. Im Gespräch sind leer stehende Immobilien der KWR. Auch das zum Verkauf stehende Gebäude der Dresdner Bank wird in diesem Zusammenhang immer wieder genannt.

Die Variante, die alte Brauerei zum Rathaus umzubauen, ist damit endgültig vom Tisch. Und auch der Kauf des jetzigen Rathauses ist damit keine Option mehr. Für die Befürworter dieser beiden Lager, die sich unversöhnlich gegenüberstanden, war dieser dritte Weg ein gangbarer Kompromiss: So heftig die Debatte im Dezember geführt worden war – gespickt mit persönlichen Angriffen und Unterstellungen – so einvernehmlich fiel die Abstimmung zum Rathausthema am Mittwochabend aus. Der Vorschlag, das Rathaus auf das TGZ und Teile einer innerstädtischen Immobilie aufzuteilen, erhielt 25 Ja-Stimmen, bei drei Enthaltungen.

Dass aus dem Brauerei-Umbau zum Rathaus nichts wird, bedeutet nicht, dass das Areal wieder zurückfallen muss in den Dornröschenschlaf. Im Gegenteil. Die Vorlage der Verwaltung, das Gelände weiter zu entwickeln, wurde ebenfalls mit großer Mehrheit befürwortet. Zu diesem Zweck wird die Stadt das Ensemble erwerben, und die nicht verwertbaren Gebäude abreißen lassen. Die denkmalgeschützten Brauereiteile und die durch den Abriss frei werdenden Flächen sollen vermarktet werden. Damit sind die 670000 Euro, die im Zuge der Rathausdebatte in Vorplanungen und Voruntersuchungen gesteckt wurden, nicht verloren. Die Kosten für den Erwerb des Ensembles und den Abriss nicht benötigter Gebäude in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro sollen über Fördermittel, Erlöse aus Grundstücks- und Immobilienverkäufen und einem überschaubaren Eigenanteil der Stadt bestritten werden. „Ich bin froh, dass wir in der Rathausfrage einen Kompromiss gefunden und den Stillstand beendet haben“, sagte Bürgermeister Ronald Seeger.

Von Markus Kniebeler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg