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Havelland Rathenow: Eltern sammeln 550 Unterschriften
Lokales Havelland Rathenow: Eltern sammeln 550 Unterschriften
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16:35 08.07.2015
Kreativer Protest: Kinder des Jahnhortes fordern, dass an dieser Stelle ein Fußgängerüberweg eingerichtet wird. Quelle: M. Kniebeler
Rathenow

Zum einen beauftragten die Abgeordneten den Bürgermeister, die Voraussetzungen für einen sicheren Übergang zu schaffen. Zum anderen übergaben Vertreter des Hortbeirates der Jahngrundschule dem Bürgermeister einen offenen Brief sowie eine Liste mit den Unterschriften von über 550 Befürwortern eines Zebrastreifens.

Was am Ende der Initiative steht – eine Fußgängerampel oder ein Zebrastreifen – ist noch ungewiss. Nach Auskunft von Thomas Querfurth, Mitglied des Hortbeirates, wäre mit der Anlage eines Zebrastreifen schon viel gewonnen. Zwar biete eine Ampel die maximale Sicherheit, aber auch ein Zebrastreifen zwinge die Autofahrer zu Langsamfahrt und Aufmerksamkeit.

Dass die Notwendigkeit besteht, die Überquerung des Ebertrings an besagter Stelle sicherer zu machen, steht außer Frage. Klassenweise müssen die Schüler über die Straße, um von den Schulräumen zu den Sportstätten zu gelangen. Und in den Sommermonaten wird der gemeinsame Sportplatz nicht nur für den Sport, sondern auch für Hortaktivitäten genutzt.

Die Straßenquerung ist vor allem morgens und am Nachmittag, wenn der Berufsverkehr stattfindet, ein Risiko. Dies sei von der zuständigen Polizeibehörde bestätigt worden, heißt es in dem Brief des Hortbeirates.

Zebrastreifen schützen

Der Vorrang von Fußgängern auf Fußgängerüberwegen, im Volksmund besser bekannt als Zebrastreifen, ist in der Straßenverkehrsordnung, Paragraph 26, klar geregelt.

Fahrzeugführer, die einem Bevorrechtigten nicht das Überqueren der Fahrbahn ermöglichen oder nicht mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren oder an einem Fußgängerüberweg überholen, können mit einem Bußgeld von 80 Euro und einem Punkt im Fahreignungsregister bestraft werden.

Die Rathenower Stadtverwaltung hat das Problem längst erkannt. Im vergangenen Jahr stellte sie einen Antrag an die Straßenverkehrsbehörde, auf dem Ebertring in Höhe der Schule einen Zebrastreifen einzurichten. Allerdings wurde der Antrag abgelehnt. Begründung: Auf der nördlichen Straßenseite gebe es nur einen Radweg. Ein Zebrastreifen müsse aber – so sei es Vorschrift – zwingend zwei Fußwege miteinander verbinden.

„Dann müssen wir diesen Radweg eben in einen kombinierten Fuß- und Radweg umwidmen“, sagt Querfurth. De facto seien auf dem Weg ohnehin schon längst Fußgänger und Radler gleichermaßen unterwegs. „Es kann doch nicht sein, dass die Sicherheit der Schulkinder wegen einer bürokratischen Hürde aufs Spiel gesetzt wird.“

In der Verwaltung sieht man das ähnlich. Man werde sich mit den Vertretern der Verkehrsbehörde noch einmal in Verbindung setzen, um eine Lösung für das Problem zu finden, so die Auskunft aus dem Bauamt.

Von Markus Kniebeler

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