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Havelland Fotovoltaikanlage auf Tanklager-Brache
Lokales Havelland Fotovoltaikanlage auf Tanklager-Brache
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18:15 14.07.2016
Die Betonfundamente der ehemaligen Militärhallen auf dem Tanklager-Areal werden derzeit beseitigt, um die Voraussetzungen zum Aufstellen der Solarmodule zu schaffen. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Seit einigen Tagen ist auf der Tanklager-Brache an der Semliner Straße wieder Bewegung. Mehrere Bagger brechen die Betonfundamente auf, die Teile der Freifläche bedecken. Damit soll der Weg frei gemacht werden für das Aufstellen der Fotovoltaik-Module, mit dem Anfang August begonnen werden soll.

Nach längerem Stillstand ist wieder Bewegung in das Vorhaben gekommen. Bereits vor fünf Jahren hatte ein Investor aus Süddeutschland die Idee einer Fotovoltaikanlage auf dem ehemaligen Militärgelände entwickelt. Wegen des langwierigen Genehmigungsverfahrens zog er sich aber aus dem Projekt zurück.

Die in der Nähe von Koblenz ansässige Firma Sybac Solar hat das Vorhaben wieder aufgegriffen. Und es hat den Anschein, als könnte es diesmal etwas werden mit der Realisierung. Die Auflage der Naturschutzbehörde, die ansässigen Zauneidechsen umzusiedeln, wurde erfüllt. Im Frühjahr hat ein Spezialist die geschützten Tiere eingesammelt und an einer anderen, ungestörten Stelle des insgesamt fast 50 Hektar großen Areals wieder ausgesetzt. Nun werden die Betonfundamente der Hallen, die einst auf dem Gelände standen und vor drei Jahren abgerissen wurden, abgerissen und entsorgt.

Acht Hektar groß soll nach Auskunft von Projektleiter Peter Ronig die Anlage werden. Anfang August wolle man mit dem Aufstellen der Stahlständer beginnen, auf welche dann die Solarmodule installiert werden. „Läuft alles nach Plan, dann wird die Anlage in der zweiten Septemberhälfte in Betrieb genommen.

Obwohl das gesamte Tanklager-Grundstück, das der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gehört, von einer hohen Mauer umgeben ist, soll die acht Hektar große Anlagenfläche zusätzlich mit einem gesonderten Zaun gesichert werden, um sie vor Diebstahl und Vandalismus zu schützen. Der Zaun werde mit einem Übersteigschutz und einer Alarmanlage versehen, um größtmöglichen Schutz zu gewährleisten, sagt Ronig. Denn Personal sei zum Betrieb der Anlage nicht nötig. Allein zur Wartung und Pflege müsse hin und wieder jemand rausgeschickt werden. Dazu werde ein Wartungs- und Pflegevertrag mit einer hiesigen Firma abgeschlossen.

Ronig erklärte, dass die Firma Sybac neben der besagten Tanklagerfläche ein Nachbargrundstück gepachtet habe. Auf dem Gelände des ehemaligen Getreidelagers am Falkenweg werde ab Mitte August eine weitere, rund 3 Hektar große Fotovoltaikanlage errichtet. Insgesamt haben beide Anlagen eine Leistung von 10500 Kilowatt: Die pro Jahr erzeugte Energiemenge würde reichen, um 3000 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

Von Markus Kniebeler

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