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Kein Interesse am Gemüsegarten

Rathenow Kein Interesse am Gemüsegarten

Zur Buga wurde auf dem Weinberg in Rathenow ein Obst-und Gemüsegarten angelegt. Ursprünglichen Planungen zufolge sollten die Beete nach Ende der Gartenschau von Schulen genutzt, gepflegt und bewirtschaftet werden. Aber das Interesse ist gleich null. Nun verwildert die Anlage.

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Unkraut statt gepflegter Beete: So sieht der Obst- und Gemüsegarten aus.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Vor einem Jahr konnten Freunde seltener Obst- und Gemüsesorten auf dem Rathenower Weinberg ins Schwärmen geraten. Am Ende des Hauptweges, der vom Bismarckturm hinab zum Weinbergfriedhof führt, hatten die Buga-Macher einen kleinen aber feinen Obst- und Gemüsegarten angelegt. Auf der von Hecken begrenzten, rund 400 Quadratmeter großen Fläche gediehen seltene Tomaten, vergessene Kohlarten und Kräuter in allen Variationen. Die gepflegten Obtsspaliere zeigten, wie Anbau auf engstem Raum funktionieren kann.

Heute ist von dieser Pracht nichts mehr zu sehen. Die Beete sind zugewuchert, die Obst- und Gemüsepflanzen schießen ins Kraut. Hin und wieder stutzen die Mitarbeiter des Betriebshofs den Wucher zurecht. Aber für eine echte gärtnerische Pflege fehlen die Kapazitäten.

Dabei hätte alles so schön werden sollen. Schon bei der Anlage des Gartens reifte der Plan, die Beete nach der Buga Schulen oder Kitas zur Verfügung zu stellen. Kinder hätten unter Anleitung die Pflege übernommen wären von der Aussaat bis zur Ernte mit den Grundlagen der Gärtnerei vertraut gemacht worden. Auf spielerische Art und Weise hätten sie etwas über Nutzpflanzen, deren Pflege und Bedeutung erlernen können. „Wir hatten gedacht, mit unserem Angebot offenen Türen einzurennen“, sagt Vize-Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle. „Aber es hat niemanden interessiert.“ Keine Schule sei auf das Angebot eingegangen, selbst die Weinbergschule, von der es nur ein paar hundert Meter bis zu dem Gemüsegarten sind, winkte ab.

Die Gründe des Desinteresses mögen vielfältig sein. Manche Schulen – etwa die Schollschule – haben einen eigenen Garten. Für andere mag der Weg auf den Weinberg zu weit sein. Und der Weinbergschule müsse man zugute halten, dass das Personal mit dem anstehenden Umbau der Schule und der Organisation des Schulbetriebs voll ausgelastet sei, so Lemle.

Ganz aufgeben will er die Hoffnung auf eine Wiederbelebung des Obst- und Gemüsegärtleins aber nicht. „Ich rufe hiermit alle Interessenten auf, sich in der Verwaltung zu melden.“ Egal ob Schule, Kita oder Verein – wenn sich jemand dafür interessiere, die Anlage zu bewirtschaften, dann könne das ganz schnell und unbürokratisch organisiert werden. Die Stadt werde den Nutzern den Garten unentgeltlich überlassen.

Nachnutzung des Weinbergs

Nach dem Ende der Bundesgartenschau wurde der Weinberg vom Zweckverbande an die Stadt Rathenow zurückgegeben. Die ist wie vor der Gartenschau für die Pflege des Geländes zuständig.

Um den Aufwand beherrschen zu können, wurden bestimmte Bereiche zurückgebaut. Die Dahlienarena etwa wurde in eine Wiese zurückverwandelt. Den Senkgarten am Bismarckturm gibt es zwar noch, allerdings werden die Beete nicht mehr so intensiv bepflanzt und gepflegt wie während der Buga.

Aufwändiger ist die Pflege des Spielgeländes Echsenland. Das muss nicht nur sauber gehalten werden. Auch die Geräte sind regelmäßig auf ihre Sicherheit zu kontrollieren.

 

 

Von Markus Kniebeler

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