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Rathenows neue Kita: Grundstein gelegt

Havelland Rathenows neue Kita: Grundstein gelegt

In der Rathenower Saarstraße ist am Donnerstag der Grundstein für eine neue Kita gelegt worden. Erstmals gibt es damit seit Jahrzehnten, die geprägt waren von Schul- und Kitaschließungen, in der Rathenower Bildungslandschaft einen Neubau. Im August soll die Kita, die 50 Kindern Platz bietet, eröffnet werden.

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Bürgermeister Ronald Seeger brachte den Grundstein eigenhändig an Ort und Stelle.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. In der Rathenower Saarstraße ist am Donnerstag der Grundstein für eine neue Kita gelegt worden. Erstmals gibt es damit seit Jahrzehnten, die geprägt waren von Schul- und Kitaschließungen, in der Rathenower Bildungslandschaft einen Neubau. Im August soll die Kita, die 50 Kindern Platz bietet, eröffnet werden.

Bürgermeister Ronald Seeger ließ es sich nicht nehmen, den Grundstein selber zu legen. Angefeuert wurde er dabei von den Kindern der nebenan liegenden Kita Olga Benario, die aus Leibeskräften das Lied von den fleißigen Handwerkern sangen. „Das ist ein toller Tag für Rathenow“, sagte Seeger. Wenn die Kita im kommenden Jahr fertig sei, werde sich die Betreuungslage merklich entspannen. In der neuen Kita wird es 50 Plätze für Kinder unter drei Jahren geben – derzeit kann die Stadt Rathenow nicht alle Rechtsansprüche auf Kita-Betreuung in diesem Altersbereich erfüllen.

Die Freude auf Seiten der Stadt über das Bauvorhaben ist um so verständlicher, wenn man sich an die Schwierigkeiten erinnert, von denen die Investition begleitet war. Die Suche nach einem geeigneten Standort für die neue Kita war mühselig. Als dann die Entscheidung für das Grundstück in der Saarstraße gefallen war, ließen die nächsten Probleme nicht lange auf sich warten. Nach einer Untersuchung des Baugrundes kam heraus, dass der Boden, auf dem die Kita errichtet werden soll, instabil und verunreinigt war. Die Baukosten erhöhten sich um 400000 Euro.

Damit nicht genug der Hiobsbotschaften. Anfang Juni dieses Jahres wurde das Ergebnis der Ausschreibung bekannt gegeben – und das lag um 500 000 Euro über den vom Planungsbüro veranschlagten Kosten. Dank Umschichtungen im städtischen Haushalt und einer Erhöhung der Fördersumme durch den Bund konnten die Mehrkosten abgefangen werden. Von den Gesamtkosten in Höhe vom 2,5 Millionen Euro trägt die Stadt rund eine Million Euro. Der Rest wird gefördert.

Barrierefrei und funktional

Das Grundstück in der Saarstraße, auf dem die neue Kindertagesstätte errichtet werden soll, gehört der Stadt Rathenow. Es ist 1300 Quadratmeter groß und schließt sich westlich an das Gelände der Kita Olga Benario an.

Errichtet wird ein barrierefreier eingeschossiger Flachbau mit einer Kapazität von 50 Krippenplätzen.

Im Gebäude untergebracht werden fünf Gruppenräume, Garderoben, Sanitärräume, zwei Therapieräume, Büros sowie ein großer Mehrzweckraum.

An die Längsfront schließt sich eine überdachte Terrasse an, zu der jeder Gruppenraum einen direkten Zugang hat.

Bauamtsleiter Matthias Remus wies darauf hin, dass wegen der Fördermodalitäten die Planungszeit am Ende sehr knapp geworden sei. Remus hob in diesem Zusammenhang das mit der Planung beauftragte Büro Dörner und Partner aus Eberswalde lobend hervor. Dieses habe die notwendigen Planungen trotz enormen Zeitdrucks fristgerecht fertiggestellt.

Nicht nur bei der Planung musste es zügig gehen, auch bei der veranschlagten Bauzeit von rund einem Jahr ist für Bummelei kein Platz. Nach Auskunft der Planerin Katja Dörner sind die Fundamente fertiggestellt. Bis Ende des Jahres wolle man den Rohbau errichten und dicht machen, damit man sich in den Wintermonaten ungehindert dem Innenausbau widmen könne. Auf einen allzu zeitigen Wintereinbruch mit Eis und Schnee würden die beteiligten Baubetriebe liebend gerne verzichten, so Dörner.

Gabriele Hartwig, Leiterin der Kita Olga Benario, verfolgte die Grundsteinlegung mit sichtbar guter Laune. „Endlich geht es los“, sagte sie. Wie zur Bestätigung setzte in diesem Moment Ronald Seeger, der vor seiner politischen Karriere im Bauhandwerk tätig war, den Grundstein fachmännisch an die richtige Stelle. Gelernt ist eben gelernt.

Von Markus Kniebeler

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