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Havelland Rathenow: Gruppe für rheumakranke Kinder
Lokales Havelland Rathenow: Gruppe für rheumakranke Kinder
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16:08 10.03.2016
Maren Holzke, mit ihrer Tochter Melanie, möchte eine Schwimmgruppe für rheumakranke Kinder aufbauen. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Viele Leute können nicht glauben, dass dieses vitale Mädchen so krank sein soll. Melanie, die bald elf Jahre wird, ist an chronischer Osteomyelitis erkrankt. Das ist eine Form von Rheuma. „Wenn es kalt ist und nass, dann tun ihr die Beine weh“, berichtet ihre Mutter Maren Holzke aus Rathenow, „zeitweise hat sie starke Schmerzen.“ Knie und Füße schwellen an. Bei Wetterumschwüngen sei es besonders schlimm. Ja, betont die Mutter: Auch Kinder können Rheuma haben, das allgemein eher als eine Plage der alten Leute angesehen werde. Um ihrer Tochter und anderen Kindern mit Rheuma das Leben zu erleichtern, will sie eine Gruppe aufbauen. Zunächst soll es um wöchentliche Schwimmübungen im Rathenower Hallenbad gehen. Später könnte eine Selbsthilfegruppe gebildet werden.

Im Kreis Havelland kein Physiotherapeut für Kinder mit Rheuma

Im ganzen Kreis Havelland gebe es keine ausgebildeten Physiotherapeuten, die Funktionstraining für Kinder mit Rheuma anbieten, sagt Maren Holzke. Deshalb versuche sie nun zusammen mit der Rheuma-Liga Brandenburg, für betroffene Mädchen und Jungen ein regelmäßiges Schwimmtraining zu organisieren. Dafür habe sie eine erfahrene Pädagogin finden können. Die Kinder sollten im Alter von sechs bis 14 Jahren sein und wenigstens das Seepferdchen haben. Sie könnten dann nicht nur unter fachkundiger Anleitung ihre Gelenkfunktionen trainieren, sondern sich auch gegenseitig kennen lernen und über ihre Krankheit austauschen. Eltern könnten so Kontakte finden.

Zehn Kinder werden gebraucht, um eine Gruppe bilden zu können

Die Gruppe müsse aus mindestens zehn Kindern bestehen, erklärt die Mutter, sonst könne das Funktionstraining nicht kostendeckend über die Rheuma-Liga mit den Krankenkassen organisiert werden. Eine Voraussetzung sei auch, dass wenigstens ein Elternteil Mitglied der Rheuma-Liga wird. „Ich möchte mit meinem Aufruf erreichen, dass unsere Kinder nicht mehr allein sind“, erklärt Maren Holzke. Sie sollten erfahren, dass es nicht nur ihnen allein an manchen Tagen gut und bei Krankheitsschüben plötzlich wieder „grottenschlecht“ gehe. Bei vielen Kindern seien auch die Hände betroffen, es komme zu Verformungen und Versteifungen der Gelenke. Ihre Melanie müsse täglich Medikamente nehmen und alle vier Wochen zur Infusion ins Krankenhaus. Das sei die Standardtherapie.

Kontakt: Maren Holzke, Tel. 03385/ 61 96 994 oder 61 98 021, AB ist rund um die Uhr geschaltet, E-Mail maren.holzke@web.de

Von Bernd Geske

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