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Hortumbau auf Eis gelegt

Rathenow Hortumbau auf Eis gelegt

Der seit langem geplante Umbau des ehemaligen Rathauses in der Jahnstraße 34 ist auf Eis gelegt. Am Mittwochabend beschlossen die Abgeordneten, wegen der Kostensteigerung beim Hortumbau die Fördermittel in Höhe von 700000 Euro umzuleiten. Nun soll von dem Geld die Weinbergsporthalle saniert werden.

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Wird vorerst nicht zum Hort umgebaut: Das ehemilge Rathenower Rathaus in der Jahnstraße 34.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Der geplante Umbau des ehemaligen Rathauses in der Jahnstraße 34 zum Hort für die Jahn-grundschule ist eine unendliche Geschichte. Und es deutet alles darauf hin, dass diese nicht zu einem glücklichen Ende kommt. Am Mittwochabend beschlossen die Abgeordneten, die Fördermittel von Bund und Land in Höhe von 700 000 Euro umzuleiten. Nun soll von dem Geld die Weinbergsporthalle saniert werden.

Als Grund für die Kehrtwende nannten die Wortführer des Manövers – allen voran Corrado Gursch (CDU) und Daniel Golze (Linke) – die Kostensteigerung bei dem Hortumbauprojekt. Anfangs sei der Aufwand mit 750 000 Euro beziffert worden, dann habe der Preis bei 900 000 gelegen und jetzt würden 1,3 Millionen veranschlagt. „Wer weiß, wo das noch endet?“, fragte Corrado Gursch. „Deshalb sollten wir das Projekt stoppen.“ Dass die Kostensteigerung bereits in den Nachtragshaushalt eingearbeitet worden war, beeindruckte die Akteure nicht. Sie waren sogar bereit, die Position Hortumbau im Nachtragsetat mit einem Sperrvermerk zu versehen. Erst als Bauamtsleiter Matthias Remus darauf hinwies, dass dann die bereits zugesagte Fördersumme in Höhe von 700 000 Euro verloren gehen könnte, wurde ein Kompromiss gesucht. Das Geld soll in die Sanierung der alten Sporthalle der Weinbergsporthalle gesteckt werden. Dass die Stadt für die Kostensteigerung nichts kann, versuchte Matthias Remus darzustellen. Während des Baugenehmigungsverfahrens sei das ehemalige Rathaus unter Denkmalschutz gestellt worden. Die damit zusammenhängenden Auflagen hätten den Großteil der Mehrkosten verursacht. Die Appelle von Hauptamtsleiter Jörg Zietemann, der in der SVV Bürgermeister Ronald Seeger vertrat, an dem Umbau des Gebäudes zum Hort festzuhalten, verhallten ungehört.

Wie das Hortproblem an der Jahnschule, das durch den Umbau gelöst werden sollte, in den Griff zu bekommen ist, weiß niemand. Jetzt schon operiert die Schule mit Notlösungen und Sondergenehmigungen, um Hortplätze bereitzustellen. So wurden Teile des Flures abgetrennt, um Platz für Hortkinder zu schaffen. All dies war als Zwischenlösung gerade noch erträglich. Doch als Dauerlösung taugt die jetzige Situation nicht.

In dem umgebauten Rathausgebäude hätten rund 180 Hortkinder betreut werden können. Das hätte selbst bei der geplanten Dreizügigkeit der Jahngrundschule genügt, um den Bedarf zu decken. Nach Auskunft von Bauamtsleiter Matthias Remus, der den erkrankten Beigeordneten Hans-Jürgen Lemle vertritt, will man sich so schnell wie möglich mit den Vertretern der Jahnschule zusammensetzen, um eine Lösung zu finden. Leicht wird das nicht.

Von Markus Kniebeler

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