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Havelland Jahnschule sucht verzweifelt neue Horträume
Lokales Havelland Jahnschule sucht verzweifelt neue Horträume
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18:10 20.07.2016
Es bleibt eng in der Jahngrundschule. Weil der Umbau des ehemaligen Rathauses zum Hort gestoppt wurde, müssen Hortplätze im Schulgebäude geschaffen werden. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Zu beneiden ist Frank Gens nicht. Seit gut zwei Jahren rechnet der Leiter der Rathenower Jahngrundschule damit, dass das ehemalige Rathaus in der Jahnstraße 34 zum Schulhort umgebaut wird. Dann endlich, so die Hoffnung nicht nur von Gens, sondern auch von Lehrern, Hortbetreuern, Schülern und Eltern, wird sich die beengte Lage im Hortbereich entspannen.

Diese Hoffnung wurde am 6. Juli jäh zerstört. Als die Rathenower Stadtverordneten in einer turbulenten Sitzung wegen einer erheblichen Kostensteigerung den Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes zum Hort stoppten, war die Ratlosigkeit auf Seiten der Verwaltung, die an dem Umbau wegen der erwartbaren Entlastung festhalten wollte, mit Händen zu greifen. Und auch der Leiter der Jahnschule hatte nicht mit der Entscheidung gerechnet. „Ich war von der Plötzlichkeit, mit der das Projekt beendet wurde, schon überrascht“, sagt Frank Gens diplomatisch. Aber die Entscheidung sei nach den Regeln der Demokratie mit klarer Mehrheit getroffen worden. Und daran habe er sich als Schulleiter zu halten.

Mittlerweile ist die Schockstarre der ersten Stunden einer Suche nach Alternativen gewichen. In Gesprächen zwischen dem Rathaus, der Schulleitung und den Horterzieherinnen zeichnet sich eine Lösung ab. Nach Auskunft von Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus soll die ohnehin geplante Sanierung eines Kellerraumes vorgezogen werden, sodass dieser bereits im Herbst für die Hortbetreuung genutzt werden kann. Außerdem werde man einen Technikraum freiziehen, der dann ebenfalls für Hortkinder zur Verfügung stünde. Da Räume in der Schule weiterhin doppelt genutzt werden – morgens für Unterricht, nachmittags für die Hortbetreuung – werde man es nahezu schaffen, die gut 30 fehlenden Hortplätze bereitzustellen.

Sowohl Remus als auch Gens sind sich einig, dass diese Variante nur eine Übergangslösung sein kann. Und als solche ist sie gedacht. Bereits Ende des kommenden Schuljahres entspannt sich die Situation an der Jahngrundschule ein wenig, weil dann drei sechste Klassen entlassen werden, und zum neuen Schuljahr nur zwei erste Klassen gebildet werden. Und wenn dann in vier Jahren auch die verbliebenen zwei dreizügigen Stufen „rausgewachsen“ sind, ist das Raumproblem nahezu gelöst. „Bei einer durchgehenden Zweizügigkeit der Schule, ist Platz genug vorhanden für einen geordnete Hortbetreuung“, sagt Frank Gens.

„Wir werden künftig nur noch zwei erste Klassen an der Jahngrundschule bilden“, bestätigt Matthias Remus. Der gestoppte Hortausbau lasse keine andere Wahl. Allerdings wird damit die bisherige Schulentwicklungsplanung über den Haufen geworfen, derzufolge die Jahngrundschule zu einer dreizügigen Schule ausgebaut werden sollte. Ein damit zusammenhängendes Problem zeichnet sich bereits am Horizont ab: Die Jahngrundschule ist, was die Anmeldungen angeht, die mit Abstand beliebteste Schule der Stadt. Selbst bei der Bildung von drei ersten Klassen müssen immer wieder Kinder zu anderen Schulen umgeleitet werden. Bei einer Zweizügigkeit wird sich dieses Problem noch verschärfen. Es sei denn, bei den Beratungen zur Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung, die im Herbst anstehen, findet sich noch eine Lösung.

Von Markus Kniebeler

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