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Havelland KWR befindet sich auf gutem Weg
Lokales Havelland KWR befindet sich auf gutem Weg
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18:49 11.08.2016
Diese Platte in der Rathenower Goethestraße wurde von der KWR mustergültig modernisiert. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Vor acht Jahren stand die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR) vor dem Abgrund: mit Schulden in zweistelliger Millionenhöhe, einer mörderischen Leerstandsquote und einem Haufen alter, nicht modernisierter Wohnungen. Doch das Blatt hat sich gewendet. Die KWR ist heute so gut aufgestellt wie selten zuvor.

Und das wird dem Unternehmen offiziell bescheinigt von jemandem, der über jeden Verdacht der Parteilichkeit erhaben ist: Dem Sanierungsbeauftragten. Der wurde 2008 im Rahmen der mit den Gläubigerbanken geschlossenen Sanierungsvereinbarung beauftragt, der städtischen Gesellschaft genau auf die Finger zu schauen, um bei wirtschaftlichen Fehlentwicklungen Alarm zu schlagen. Die von ihm jährlich gelieferten Controllingberichte lesen sich wie die Zeugnisse für einen Flegel, der sich zum Musterknaben verwandelt hat. „Der positive Trend in Liquidität und im Ergebnisbereich setzt sich fort“, heißt es im jüngsten Bericht. Und auch das Image des Unternehmens, das 2008 schlechter kaum sein konnte, habe sich zum Positiven gewandelt.

KWR-Geschäftsführer Hartmut Fellenberg erläutert, wie das Unternehmen auf den Weg der Genesung gebracht wurde. Die in der Sanierungsvereinbarung festgelegte Strategie sei konsequent verfolgt worden. Zum ersten habe man durch Abriss den überschüssigen Wohnungsbestand beseitigt und so die Leerstandsquote von über 20 Prozent auf unter vier Prozent gesenkt. Von 3600 KWR-Wohnungen im Jahr 2007 sei man nun bei einem Bestand von 2500 Wohnungen angelangt, der nahezu voll vermietet sei. Außerdem seien in den vergangenen acht Jahren 42 Häuser mit 250 Wohnungen verkauft worden. Und zum Dritten habe man seit Abschluss der Vereinbarung den Bestand der vorhandenen Wohnungen konsequent modernisiert. „Diese Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass sich die KWR konsolidiert hat“, sagt Fellenberg. „Und zwar schneller, als die meisten es erwartet hätten.“

Das heißt nicht, dass die Schulden in Millionenhöhe abgebaut sind. Die gibt es noch, aber die KWR ist nach Auskunft ihres Geschäftsführers mittlerweile so gesund, dass der Kapitaldienst aus den Erträgen solide finanziert werden kann. „Die Schuldenbelastung steht in einem gesunden Verhältnis zum Ertrag“, sagt Fellenberg. Das sei vor zehn Jahren nicht der Fall gewesen. Und natürlich sei es das Ziel, die Belastungen durch den Schuldendienst kontinuierlich zu reduzieren, bis sie irgendwann ganz verschwunden sind.

Dass man beim Schuldenabbau nicht radikaler rangeht, hat einen einleuchtenden Grund. Die KWR darf vor lauter Tilgerei das Investieren nicht vergessen. Denn um am Markt bestehen zu können, muss der Wohnungsbestand modern gehalten werden. „Das heißt, die Bedürfnisse jetziger und künftiger Mieter ernst zu nehmen“, so Fellenberg.

Bekannt sei etwa, dass die Mieterschaft älter werde. Darauf könne man reagieren. Indem man die Wohnungen so gestalte, dass sie auch für ältere Menschen attraktiv bleiben. Etwa durch das Beseitigen von Schwellen und Barrieren, das Anbringen von Haltegriffen und eine Reihe anderer Maßnahmen. „Diese Dinge müssen nicht blockweise, sondern können ganz individuell realisiert werden“, sagt Fellenberg. Wenn etwa ein Mieter darum bitte, die Schwelle zur Dusche zu verringern, dann sei das machbar. Niemand müsse darauf warten, dass ein Block in Gänze modernisiert werde.

In der Innenstadt präsent

Die einst über 5000 Wohnungen der KWR waren über das gesamte Rathenower Stadtgebiet verstreut. Nach dem geförderten Abriss – insbesondere in Rathenow Ost, aber auch anderswo verschwanden ganze Blöcke – konzentriert sich der heutige Bestand von rund 2500 Wohnungen auf das Rathenower Zentrum und die nördliche Innenstadt.

Die Gegend rund um den Märkischen Platz – Berliner Straße, Goethestraße, Forststraße, Brandenburger Straße – kann als Kerngebiet des Unternehmens bezeichnet werden. Das jüngst erworbene Dresdner-Bank-Gebäude in der Berliner Straße 74 liegt somit im Herzen des Kernbestandes. Auch wenn der geplante Umbau zum Rathaus nicht funktionieren sollte, werde die KWR mit dem Gebäude etwas anzufangen wissen, so KWR-Chef Fellenberg.

Von Markus Kniebeler

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