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Kampfmittelsuche verzögert Solarprojekt

Rathenow Kampfmittelsuche verzögert Solarprojekt

Der Bau einer Fotovoltaikanlage auf dem Gelände des ehemaligen Tanklagers im Norden Rathenows verschiebt sich. Grund ist die aufwändige Suche nach Kampfmitteln. Meter für Meter müssen die Experten das Areal absuchen. Ende August sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Dann wird sogleich mit dem Bau der Anlage begonnen.

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Die Suche nach Kampfmittel läuft schon seit einigen Wochen.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Der Bau einer Fotovoltaikanlage auf dem Gelände des ehemaligen Tanklagers im Norden Rathenows verschiebt sich. Grund ist die aufwändige Suche nach Kampfmitteln. Ende August sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Dann wird sogleich mit dem Bau der Anlage begonnen.

Wer das Geschehen auf der Fläche beobachtet, der kann verstehen, warum es zu der Verzögerung kommt. Die Untersuchung der Kampfmittelverdachtsflächen, so heißt das im Fachjargon, ist die sprichwörtliche Sisyphos-Arbeit. Meter für Meter arbeiten sich die Sprengstoffexperten eines Kampfmittelräumdienstes auf der Tanklager-Brache in der Semliner Straße voran. Immer wieder schlagen die Metalldetektoren an. Dann muss nach der Ursache gesucht werden. Meist sind es Nägel, Schrauben und andere Metallteile, die den Alarm auslösen. Aber jedem Signal muss nachgegangen werden. Es könnte ja ein Stück Munition sein.

„Das ist alles sehr aufwändig“, sagt Peter Ronig, Projektleiter der Firma Sybac Solar. Aber das Areal, das nicht erst von den sowjetischen Streitkräften, sondern schon zu Wehrmachtszeiten militärisch genutzt wurde, sei eine Kampfmittelverdachtsfläche und müsse – das schreibe der Gesetzgeber vor – vor jeder möglichen Nutzung auf militärische Altlasten untersucht werden. Und diese Untersuchung sei seit einigen Wochen im Gange.

Ronig zufolge ist bereits ein Drittel der Fläche abgesucht und freigegeben worden. Bislang hätten die Sprengstoffexperten nicht eine einzige Patrone oder sonstige Munitionsteile gefunden. Bis Ende August werde die Operation noch dauern. Sobald die Fläche freigegeben sei, werde mit dem Aufstellen der Solarmodule begonnen. „Läuft alles nach Plan, könnte die Anlage Ende September in Betrieb genommen werden“, so Ronig.

Die schweren Betonfundamente, die Teile des Bodens bedeckten, sind parallel zu der Kampfmitteluntersuchung demontiert worden. Das Material wurde auf Schadstoffe untersucht und als unbedenklich eingestuft. Die Betonbrocken liegen nun auf einem großen Haufen am Rande der Fläche. Sie sollen dem Projektleiter zufolge am Ort und Stelle geschreddert und für den Bau der Wege auf dem Gelände verwendet werden.

Solarstrom aus Rathenow-Nord

Das gesamte Tanklager-Areal an der Semliner Straße ist 48 Hektar groß. Verwaltet wird es von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima)

Die Bima hat 12 Hektar der Fläche an die in der Nähe von Koblenz ansässige Firma Sybac Solar verpachtet. Die will dort eine acht Hektar große Fotovoltaikanlage errichten.

Auch auf dem Nachbargrundstück, dem Gelände des ehemaligen Getreidelagers im Falkenweg, installiert Sybac Solar in diesem Sommer eine Fotovoltaikanlage.

Insgesamt haben beide Anlagen eine Leistung von 10500 Kilowatt: die jährlich erzeugte Energiemenge reicht, um 3000 Vier-Personen--Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

 

Von Markus Kniebeler

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