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Havelland Stadt Rathenow reduziert freiwillige Ausgaben
Lokales Havelland Stadt Rathenow reduziert freiwillige Ausgaben
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02:15 03.03.2016
Für die Jugendabteilungen der Vereine ist die Nutzung der städtischen Sportstätten – hier ein Foto aus der Havellandhalle – kostenfrei. Quelle: Christoph Laak
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Rathenow

20.000 Euro standen der Stadt noch vor wenigen Jahren zur Verfügung, um die Jugendabteilungen der Rathenower Sportvereine zu unterstützen. Das war schon nicht sehr viel, wenn man bedenkt, dass rund 1000 Rathenower Kinder und Jugendliche im Vereinssport organisiert sind. Doch seit die Stadt sich im Haushaltssicherungskonzept befindet und zu einem harten Sparkurs verpflichtet wurde, hat sich der Betrag, der für das Jahr 2015 ausgewiesen ist noch einmal halbiert.

Außerdem konnten Zuschüsse in Höhe von 5250 Euro, die 2015 für Fahrt- und Betriebskosten beantragt worden waren, nicht bewilligt werden. „Wir würden gerne mehr tun, weil wir wissen, wie wichtig es ist, Kindern und Jugendlichen Angebote für die Gestaltung ihrer Freizeit zu machen“, sagt Hauptamtsleiter Jörg Zietemann. „Aber wegen der angespannten Finanzlage sind uns die Hände gebunden.“ Und weil die Förderung im Bereich Sport, Jugend, Kultur keine Pflichtaufgabe sei, sondern in den Bereich der freiwilligen Leistungen falle, fielen diese Ausgaben am ehesten dem Rotstift zum Opfer.

Möglichkeit der indirekten Förderung

Allerdings hat die Stadt die Möglichkeit die Vereine indirekt zu unterstützen – indem sie den Kinder- und Jugendabteilungen die städtischen Trainingsstätten kostenlos zur Verfügung stellt. Seit 2011 geschieht dies. Und wenn man die entsprechende Auflistung aus dem Hauptamt studiert, erkennt man, dass diese indirekte Unterstützung nicht unerheblich ist. Im vergangenen Jahr etwa lag die Summe, welche die Stadt den Sportvereinen auf diese Art und Weise erlassen hat, bei fast 57000 Euro. Die Jugendabteilung des 1. Badminton Clubs Rathenow zum Beispiel hätte als reguläre Miete für das Training in der Havellandhalle im Jahr 2015 mehr als 5000 Euro entrichten müssen. Das Geld wurde ihr, wie allen anderen Jugenabteilungen, die städtische Sportstätten nutzen, erlassen.

Ähnlich ist die Situation im Bereich der Kulturförderung. Vor der Finanzkrise standen 5000 Euro im Jahr zur Verfügung, um Vereine zu unterstützen – 2015 waren es nur noch 1000 Euro. So wurden zum Beispiel jene 3200 Euro, die mit denen früher der Regionalausscheid Jugend musiziert unterstützt wurde, komplett gestrichen. Aber auch hier gab es über indirekte Förderung einen gewissen Ausgleich. Die städtischen Spielstätten – Weinbergaula, die Turnhalle in der Schwedendammmühle und der Jugendtreff ebendort – wurden den Nachwuchsmusikern mietfrei zur Verfügung gestellt. Außerdem stelle die Stadt drei Mitarbeiterinnen ab, die bei der Vorbereitung und Durchführung des Wettbewerbs tatkräftig mithalfen.

Der Wettbewerb „Jugend musiziert“ hat kein Geld mehr erhalten. Aber Räume und Personal hat die Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt. Quelle: Markus Kniebeler

Ein Blick auf die Rathenower Haushalsprognose zeigt, dass sich an dieser Lage so schnell nichts ändern wird. Einen Etatausgleich wird es frühestens 2019 geben, so lange wird also mindestens gespart werden müssen. Die beschriebene indirekte Förderung wird also die einzige Möglichkeit sein, die Anstrengungen von Vereinen – insbesondere was die Arbeit mit Jugendlichen angeht – zu unterstützen.

50 Sportvereine, 1010 junge Mitglieder

In der Stadt Rathenow gibt es rund 50 Sportvereine. Die meisten unterhalten eigene Jugendabteilungen.

Für das vergangene Jahr weist die Statistik 1010 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren aus, die in Sportvereinen aktiv waren.

Knapp 9400 Euro aus dem städtischen Haushalt wurden nach einem differenzierten Pro-Kopf-Schlüssel im vergangenen Jahr an die Vereine mit Jugendabteilungern verteilt.

56551 Euro beträgt der Betrag, der den Vereinen für die Nutzung städtischer Sportstätten erlassen wurde.

Von Markus Kniebeler

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