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Kita-Neubau hat höchste Priorität

Rathenow Kita-Neubau hat höchste Priorität

Die Kosten für den Bau einer neuen Kita in der Rathenower Saarstraße sind nach dem Ergebnis der Ausschreibung von 2 auf 2,5 Millionen Euro gestiegen. Weil 1,6 Millionen Euro an Fördergeld in dem Projekt stecken, will die Stadt dieses unbedingt retten. Das allerdings bringt den gesamten Investitionszeitplan durcheinander.

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Auf dem Spielgelände der Kita Olga-Benario in der Saarstraße soll die neue Kita errichtet werden.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Die Kosten für den Bau einer neuen Kita in der Rathenower Saarstraße sind nach dem Ergebnis der Ausschreibung von 2 auf 2,5 Millionen Euro gestiegen. Weil 1,6 Millionen Euro an Fördergeld in dem Projekt stecken, will die Stadt dieses unbedingt retten. Das allerdings bringt den gesamten Investitionszeitplan durcheinander.

Der geplante Bau einer Kita in der Rathenower Saarstraße ist, was die Abfolge von guten und schlechten Nachrichten angeht, eine wahre Berg- und Talfahrt. Nachdem 2014 die Entscheidung für den Standort neben der Kita Olga Benario gefallen war, stellte sich im Frühjahr 2015 heraus, dass der Boden, auf dem die Kita erreichtet werden soll instabil und verunreinigt war. Die Stadt sah sich nicht in der Lage, die Mehrkosten in Höhe von 400 000 Euro aufzutreiben. Doch dann kam die frohe Botschaft vom Land, neben der bereits zugesagten Förderung auch für die Mehrkosten aufzukommen.

Alles in Butter also, bis Anfang Juni dieses Jahres die nächste Hiobsbotschaft die Runde machte. Das Ergebnis der Ausschreibung lag um 500 000 Euro über den vom Planungsbüro veranschlagten Kosten. Die gute Konjunktur im Baugewerbe habe dazu geführt, dass die Firmen Angebote abgegeben hätten, die weit über der Prognose lagen, erklärt Bauamtsleiter Matthias Remus. Vereinfacht ausgedrückt: Weil die Firmen sich vor Aufträgen kaum retten können, sind sie nicht gezwungen, sich bei den Angeboten zu unterbieten.

Geld kurzfristig umgeschichtet

Um den Bau der Kita, die Platz bieten soll für die Betreuung von 50 Kindern unter drei Jahren, zu retten, hat die Stadt Geld, das für die Sanierung der Weinbergschule eingeplant war, kurzfristig umgelenkt. In den Nachtragshaushalt wurde ein Kredit eingestellt, um die Finanzierungslücke zu schließen. Ist der Etat bewilligt, wird das Geld wieder ins Schulprojekt zurückgeschoben. Allerdings hat diese Operation zur Folge, dass der Start der Schulsanierung nicht, wie geplant in den Sommer fällt, sondern auf den Februar des kommenden Jahres verschoben werden muss – sehr zum Unmut der Schule, die bereits alle Vorbereitungen getroffen für den Baustart getroffen hatte (MAZ berichtete).

Zwei Gründe nennt Remus dafür, dass der Kita-Bau trotz der Kostenexplosion höchste Priorität hat. Zum einen werden die 50 Plätze dringend benötigt, um dem Rechtsanspruch von Eltern mit Kindern unter drei Jahren gerecht zu werden. Zum anderen will man das ungewöhnlich hohe, bereits zugesagte Fördergeld vom Land nicht aufs Spiel setzen. Immerhin 1,6 Millionen Euro der Gesamtsumme werden vom Land zur Verfügung gestellt.

Mit der Zustimmung zum Nachtragsetat am vergangenen Mittwoch haben die Stadtverordneten diesem Finanzmanöver ihre Zustimmung erteilt. Mit dem Bau der Kita soll wie geplant noch in diesem Jahr begonnen werden. Fertig werden soll das Haus im kommenden Herbst. Wann es mit der Sanierung der Weinbergschule los geht, hängt davon ab, wie lange es dauert, bis der Nachtragsetat genehmigt ist. Hauptamtsleiter Jörg Zietemann hatte den Stadtverordneten am Mittwoch mitgeteilt, dass man die kommenden Winterferien für den Sanierungsbeginn im Februar ins Auge gefasst habe.

Investition in Kita-Standort

Das Grundstück in der Saarstraße, auf dem die neue Kita errichtet werden soll, gehört der Stadt. Es ist rund 1300 Quadratmeter groß und schließt sich westlich an das bebaute Gelände der Kita Olga Benario an.

Die Bauarbeiten sollen in diesem Sommer beginnen und im kommenden Sommer abgeschlossen werden. Die Kita wird barrierefrei und soll mindestens 50 Kindern Platz bieten.

Außerdem soll in den Jahren 2017/2018 die Kita Olga Benario komplett saniert werden. 900000 Euro sind dafür veranschlagt. 90 Prozent dieser Summe kommen aus dem Bundesprogramm für finanzschwache Kommunen. Zehn Prozent, als 90000 Euro, muss die Stadt aus eigenen Kraft beisteuern.

Insgesamt zwölf Kitas gibt es in Rathenow. Sieben befinden sich in Trägerschaft der Stadt: „Am Weinberg - Haus der kleinen Strolche”, „Jenny Marx”, „Neue Schleuse”, „Die Kleinen Philosophen”, „Olga Benario“, „Mittendrin” und „Spatzennest”. Mit dem Neubau käme noch eine städtische Kita dazu.

Freie Träger betreiben die Kitas „Seesternchen” (Awo), „Havelkinder” (Kinderwelt) und „Kindermund” (Kindermund e.V.). Die Kitas „St. Maria” und „Regenbogen” befinden sich in kirchlicher Trägerschaft.

Von Markus Kniebeler

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