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Matthias Eisenberg spielt in Rathenow

Klarinette und Orgel Matthias Eisenberg spielt in Rathenow

Die Besetzung ist ebenso ungewöhnlich wie reizvoll: Orgel und Klarinette. Am Sonntag, 29. Mai, werden der bekannte Organist Matthias Eisenberg und der Soloklarinettist der Staatskapelle Berlin, Matthias Glander, ein Konzert in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow geben. Unter anderem erklingt Mozarts berühmtes Klarinettenkonzert.

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Matthias Glander, Solo-Klarinettist der Berliner Staatskapelle, spielt am 29. Mai in der Sankt-Marien-Andreas Kirche.

Quelle: Veranstalter

Rathenow. Zwei Meister ihres Faches werden am Sonntag, 29. Mai, in der Rathenower Sankt-Marien-Andreas-Kirche auftreten. Der Organist Matthias Eisenberg und der Klarinettist Matthias Glander wollen die Zuhörer mit ausgewählten Stücken für Orgel und Klarinette bezaubern. Auf dem Programm steht als Höhepunkt das berühmte Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 von Wolfgang Amadeus Mozart.

Das Klarinettenkonzert, erst kurz vor seinem Tod vollendet, gehört nach einhelliger Meinung von Klassikfreunden zu Mozarts schönsten Kompositionen. Matthias Glander hat schon mehrfach begeisternde Interpretationen des Soloparts abgeliefert, zuletzt am Pfingstsamstag in der Schinkelkirche in Straupitz. Wie dort wird auch in Rathenow Matthias Eisenberg den Orchesterpart übernehmen, unterstützt von Jee Eun Seo am Kontrabass.

Orgel und Klarinette: Eine ungewöhnliche Paarung

Das Duo für Orgel und Klarinette gab es eigentlich nicht. Bis zwei Instrumentalisten es erfanden: Matthias Eisenberg, früher Gewandhausorganist in Leipzig, heute freischaffender Kirchenmusiker, und Matthias Glander, Erster Solo-Klarinettist der Berliner Staatskapelle. Beide profitieren von der ungewöhnlichen Paarung: Dem Klarinettistien Matthias Glander steht ein wandlungsfähiges Einmann-Orchester zur Seite, der Organist Matthias Eisenberg gewinnt ein zusätzliches, sozusagen ausgegliedertes und klangtechnisch höchst perfektioniertes Orgelregister – die Klarinette, die wie Mozart einst bemerkte, der menschlichen Stimme am nächsten kommt.

Die Luft ist beider Element: sie befördern sie in ihre Instrumente, der eine mit maschinellem Gebläse, der andere mit eigenem Atem, und dort verwandeln sie sie in eine Musik, die man atemberaubend nennen kann – im wahren wie übertragenen Wortsinn.

Klarinette kommt menschlicher Stimme am nächsten

Ihr Debüt hatte das Duo im vergangenen Jahr beim renommierten Braunschweiger Musikfestival „Soli Deo Gloria“. Die „Zauberflöten“-Ouvertüre als Orgelstück, Mozarts Klarinettenkonzert mit orchestral entfalteten Orgelklängen und originelle Arrangements romantischer Kammermusikwerke begeisterten das Publikum. Diese so erfolgreiche und beglückende Begegnung ermutigte die beiden Musiker, künftig neben anderen umfangreichen Aufgaben weiter miteinander zu musizieren.

An dem Programm für die Rathenower Sankt-Marien-Andreas-Kirche wird noch gefeilt. Mozarts Klarinettenkonzert ist gesetzt, der Rest ist noch in der Planung. Johann Sebastian Bach wird wohl auf jeden Fall Berücksichtigung finden, ebenso wie Camille Saint-Saens. Sobald das Programm steht, wird es bekannt gemacht.

Das Konzert am 29. Mai beginnt entgegen ursprünglicher Planung nicht erst um 17, sondern bereits um 16 Uhr. Tickets gibt es in der Kirche, in der Buchhandlung Tieke, sowie in der Altstädtischen Apotheke in Rathenow.

Zwei Musiker mit Renommee

Matthias Eisenberg stammt aus Dresden und begann seine künstlerische Laufbahn 1980 als Gewandhausorganist in Leipzig, danach wurde er tätig in Frankfurt/Main, Sylt, Zwickau und Hannover. Zahlreiche Konzertreisen führten ihn in viele europäische Länder und nach Übersee. 2003 wurde er zum Professor und Kirchenmusikdirektor ernannt. Meisterhafte Improvisation und ein stets abrufbares, umfangreiches Repertoire verhalfen ihm zu einer für einen Organisten einmaligen Popularität. Eisenberg lebt in Straupitz im Spreewald und ist heute als freischaffender Kirchenmusiker tätig.

Matthias Glander wurde 1983 Mitglied der Berliner Staatskapelle und zwei Jahre später Erster Solo-Klarinettist. Neben seiner Arbeit im Orchester profilierte er sich als Solist und Kammermusiker und arbeitete mit renommierten Orchestern und Musikern zusammen, u.a. mit Daniel Barenboim, Yo-Yo Ma, Elena Bashkirova, Boris Pergamenschikow, Dmitri Sitkowetski, Lang Lang, Nikolaj Znaider und Yefim Bronfman. Konzertreisen führten ihn u.a. nach London, Paris, Tokio, New York, Wien, in die USA sowie nach Australien.

Von Markus Kniebeler

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