Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Kosten senken mit Energiesparlampen
Lokales Havelland Kosten senken mit Energiesparlampen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:10 19.07.2016
Karsten Trischler, Elektriker der Rathenower Wärmeversorgung GmbH, präsentiert die Leuchtmittel der alten und neuen Genaration: Links eine Energiesparlampe, rechts eine herkömmliche Leuchte. Quelle: Markus Kniebeler
Anzeige
Rathenow

Die Stadt Rathenow ist seit Jahren angehalten, Geld zu sparen. Meist ist das mit Qualitätseinbußen verbunden. Einen Bereich allerdings gibt es, den man, was den Spareffekt angeht, uneingeschränkt als Erfolg bezeichnen kann: Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende Leuchttechnik.

Im April 2014 startete die Rathenower Wärmeversorgung GmbH im Auftrag der Stadt ein Pilotprojekt in der Clara-Zetkin-Straße. Dort wurden 30 alte Natriumdampflampen aus den Fassungen gedreht und durch energiesparende LED-Leuchten ersetzt. Weil der Streckenabschnitt an einem Zählerschrank hing, konnte der Stromverbrauch genau verfolgt werden. Und die Ergebnisse waren so positiv, dass sich die Verwaltung entschloss, die Rathenower Straßenleuchten sukzessive umzurüsten. Noch im Jahr 2014 wurden die Leuchten in der Bahnhofstraße ersetzt, 2015 kam es in einem guten Dutzend weiterer Straßen zum Leuchtentausch. Insgesamt wurden in den Jahren 2014 und 2015 exakt 427 herkömmliche Leuchtmittel – so heißt das im Fachjargon – durch LED-Leuchten ersetzt. Zwar muss in die Umrüstung erst einmal Geld investiert werden. Aber jetzt schon ist absehbar, dass es nicht mehr sehr lange dauert, bis sich diese Investition ausgezahlt hat.

Amortisation in gut drei Jahren

Günter Rall, Geschäftsführer der Rathenower Wärmeversorgung GmbH, hat Kosten und Einsparungen für die bislang umgerüsteten Straßenabschnitte aufgelistet. Die Zahlen sprechen für sich – exakt 100 881 Euro wurden in den Jahren 2014 und 2015 in die Umrüstung investiert. In der Summe sind nicht nur die Materialkosten enthalten, sondern auch die bei der Umrüstung anfallenden Arbeitsstunden. Durch den geringeren Energieverbrauch wurden in den vorherigen beiden Jahren aber bereits 36 196 Euro eingespart. Rechnet man diese Werte hoch, braucht es etwas über drei Jahre, bis man die Investitionen durch die Einsparung herausgeholt hat. „Und das ist keiner der theoretischen Wert, mit dem die Hersteller für ihre Lampen werben“, sagt Rall. Sondern es handele sich um eine realistische, im Rathenower Alltagsbetrieb ermittelte Größe.

Die Lampenfassung ist dieselbe: man muss nur die alte Leuchte rein- und die neue Leuchte rausdrehen Quelle: Markus Kniebeler

Kein Wunder, dass die Stadt die Umrüstung ihrer 3600 Straßenlaternen weiter vorantreibt. Auf einen Schlag lassen sich die Lampen freilich nicht umrüsten – die hohe Anfangsinvestition würde die angespannte Stadtkasse überfordern. Deshalb werden Jahr für Jahr 50 000 Euro in den Haushalt eingestellt, um ausgewählte Straßenzüge in Angriff zu nehmen. Läuft alles nach Plan, könnte man im Jahr 2022 mit dem Umbau durch sein. Übrigens ist die Umrüstung mittlerweile eine denkbar einfache Aufgabe. Mussten vor ein paar Jahren noch die gesamten Lampenköpfe ausgetauscht werden, kann heute die alte Leuchte einfach heraus- und die LED-Leuchte in die selbe Fassung hineingedreht werden. Der Techniker muss lediglich noch das Vorschaltgerät der alten Lampe deinstallieren.

Die Wärmeversorgung ist nicht nur für die Umsetzung des Vorhabens zuständig, sondern auch für die Dokumentation. Schließlich will man genau wissen, was an Einsparungen erzielt wurde – und was noch zu erwarten ist. In diese Dokumentation fließt auch ein, wie hoch der Wartungs- und Reparaturaufwand ist. Auch in dieser Hinsicht hat Günter Rall nur Erfreuliches zu berichten. Bislang sei von den ausgetauschten Leuchten erst eine kaputt gegangen – und wahrscheinlich sei Fremdeinwirkung die Ursache gewesen.

In diesem Jahr geht es mit der Umrüstung voran. 300 Leuchten sind anvisiert. Die Wärmeversorgung hat der Stadt vier Vorschläge für das weitere Vorgehen gemacht, im Bauausschuss fiel die Entscheidung für die Ortsteile Göttlin und Grütz. Dort und in der Bammer Landstraße stehen die nächsten Umrüstungen an. „Bislang haben wir nur positive Erfahrungen mit den neuen Leuchten gemacht“, sagt Günter Rall. „Man kann es nicht anders sagen: Das ist eine Erfolgsgeschichte.“

Umrüstung bis 2022

3600 Straßenlaternen gibt es im Rathenower Stadtgebiet. Seit 2014 läuft die Umrüstung: Bei rund 430 Laternen wurden die alten Lampen bereits durch energiesparende LED-Leuchten ersetzt.

Rund 100000 Euro wurden bislang in die Umrüstung investiert. Über 35000 Euro an Energiekosten konnten seitdem schon gespart werden. Es wurde so viel Strom gespart, wie 38 Vier-Personen-Haushalte in dem Zeitraum verbracht hätten.

Außerdem gelangte seit Inbetriebnahme der Energiesparlampen 64 Tonnen weniger CO2 in die Atmosphäre.

Bis Ende des Jahres 2022 sollen alle Laternen umgerüstet sein. Die Energiekosten der Stadt für die Beleuchtung von Gehwegen und Straßen sollen bis dahin durch die Umrüstung um rund eine Million Euro gesenkt werden.

Von Markus Kniebeler

In der Veltener Straße in Falkensee stehen seit geraumer Zeit Verbotsschilder, die jedoch so manch einen Autofahrer völlig kalt lassen. Was für mehr Ruhe in der Anwohnerstraße sorgen sollte, wird regelmäßig einfach missachtet. Und tatsächlich hat das Verkehrsaufkommen wieder zugenommen.

20.07.2016

Seit dem Jahr 1991 ist die Lady Agnes auf dem Stöllner Gollenberg eine Außenstelle des Rhinower Standesamtes. Nun wurde im ausrangierten Verkehrsflugzeug die 900. Ehe geschlossen. Und die Attraktivität des außergewöhnlichen Hochzeitszimmers ist ungebrochen. Im August geben sich die Heiratswilligen hier die Klinke in die Hand.

01.03.2018

Ein altes Schützenwehr an der Dosse muss ausgewechselt werden. „Salanderhorst“ ist hier die Ortsbezeichnung. An Ort und Stelle bei Strodehne entsteht derzeit ein modernes Klappwehr. Auch eine neue Fischaufstiegsanlage wird gebaut.

19.07.2016
Anzeige