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Länger parken in der Innenstadt

Rathenow: Verdoppelung der Standzeit auf Kurzzeitstellplätzen Länger parken in der Innenstadt

Das Kurzzeit-Parken in der Rathenower Innenstadt muss künftig nicht mehr ganz so kurz sein: auf Initiative der Innenstadthändler sollen die Kunden ihr Auto bald zwei Stunden (statt bislang einer) stehen lassen können. Der Märkische Platz wird aber auch künftig für Autos tabu blieben.

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Wer heute länger parkt als eine Stunde, riskiert ein Knöllchen. Bald werden zwei Stunden erlaubt sein.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Der renommierte bayrische Stadtmarketingexperte Christian Klotz hat den Rathenowern mit seinen Ideen zur Belebung der Innenstadt schon mehrfach Denkanstöße gegeben. Nun wird einer seiner jüngsten Hinweise in die Tat umgesetzt: Die Parkdauer auf den Kurzzeitparkplätzen in der Innenstadt wird um eine Stunde verlängert. „Die entsprechende Beschilderung ist bereits in Auftrag gegeben“, sagt Bauamtsleiter Matthias Remus. „Sobald die Schilder da sind, werden sie aufgestellt.“ Die Regelung wird Remus zufolge einheitlich für alle Kurzzeit-Stellplätze im Zentrum gelten, um die Autofahrer nicht zu verwirren. Betroffen sind beispielsweise die Goethestraße, die Forststraße oder die Mittelstraße. Eine Ausnahme wird es allerdings geben: Auf dem Edwin-Rolf-Platz wird es wie bisher möglich sein, das Auto drei Stunden stehen zu lassen. So kommt man den Patienten entgegen, die im nebenan liegenden Ärztehaus Termine haben.

Initiative der Innenstadthändler

Die Initiative zur Verlängerung der Parkzeit geht aus von den Innenstadthändlern. „Aus Gesprächen mit unseren Kunden haben wir den Schluss gezogen, dass die Stellzeit von einer Stunde ein bisschen kurz ist“, sagt Petra Sandbrink, die in der Berliner Straße ein Modegeschäft und einen Spielwarenladen betreibt. „Wenn man ein paar Sachen anprobieren und danach vielleicht noch eine weitere Besorgung erledigen will, dann wird es mit 60 Minuten eng“, sagt sie. Die Verdopplung der Standzeit auf zwei Stunden werde die Lage entspannen. Eine noch längere Parkdauer oder gar eine Aufhebung der Standzeitbegrenzung wäre Sandbrink zufolge aber kontraproduktiv. Schließlich wolle man die Plätze in der Innenstadt nicht durch Dauerparker blockieren.

Das ist die aktuelle Regel

Das ist die aktuelle Regel. Bald wird die 1 durch eine 2 ersetzt.

Quelle: Markus Kniebeler

Der Stadtmarketingexperte Christian Klotz, der den Rathenowern seine Thesen zur Belebung der Innenstadt zuletzt im November vorstellte, hatte es in seiner provokanten Art so ausgedrückt: „Sie wollen die Menschen in die Stadt locken, schicken sie aber nach einer Stunde wieder nach Hause, denn länger dürfen sie im Zentrum nicht parken.“

Während der Vorschlag, die Parkzeit zu verlängern, also auf fruchtbaren Boden fiel, findet eine andere Anregung von Klotz keine Mehrheit: Die Umwandlung des Märkischen Platzes – oder zumindest von Teilen desselben – in einen Parkplatz. „Das wird es definitiv nicht geben“, sagt Jens Hubald, Leiter des Sachgebietes Stadtentwicklung im Rathenower Bauamt. Bei den Planungen zur Umgestaltung des Märkischen Platzes vor fünf Jahren, an denen die Rathenower Bürger sich aktiv beteiligten, habe es keinen Vorschlag gegeben, der auf so große Ablehnung gestoßen sei wie das Parken vor dem Kulturzentrum. Über diesen Bürgerwillen wolle und werde man sich auf keinen Fall hinwegsetzen.

Von Markus Kniebeler

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