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Live-Musik in acht Kneipen

Rathenow Live-Musik in acht Kneipen

Die Rathenower Kneipennacht hat einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Stadt. Am Samstagabend war es wieder so weit. In acht Kneipen gab es Konzerte, ein Bus-Shuttle brachte die Besucher von einem Auftritt zum anderen. Allerdings war der Andrang nicht so groß wie bei Kneipennächten vergangener Jahre.

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Die Rockabilly-Band „Skinny Teens“ aus dem hessischen Langen, mit zeitgerecht gekleideten Fans im „American Monster“.

Quelle: FotoS: Uwe Hoffmann

Rathenow. Woran lag es wohl, dass die diesjährige Kneipennacht am Samstag schlechter besucht war als in den Jahren zuvor? Die Rathenower und Gäste, die zwischen „Maracana“-Bar in der Musikbrauerei und „Schwedendamm“, auch mit dem Shuttlebus, in acht Kneipen unterwegs waren und sich amüsieren wollten, hatten darauf auch keine richtige Antwort. Vor allem die jungen Leute fehlten auffallend. „Vielleicht sind die ja alle in Friesack, beim Frierock-Festival“ mutmaßte einer. Egal. Diejenigen, die da waren, hatten Spaß.

Am „Schwedendamm“ spielte ab 21 Uhr die Partyband „Tanzband Lets Dance“. Das „American Monster“ setzte auf bewährte Künstler. Die „Skinny Teens“, Rockabilly-Trio aus dem hessischen Langen, zogen wieder viele Gäste an. In diesem Jahr tanzten sie open air. Die Band haute wieder kräftig in die Saiten. Bereits zum Warm-Up der Kneipennacht spielten die „Skinny Teens“ ab 14 Uhr im Rahmen des Bootskorsos zum 800-jährigen Jubiläum der Stadt auf dem Edwin-Rolf-Platz. In der „Alten Schmiede“ nebenan brachte keine Mittelalterband den großen Gastraum zum Platzen. In diesem Jahr war das Restaurant zur Kneipennacht geschlossen. Auch der „Alte Hafen“ lud zu einer eigenen Veranstaltung. In der „Taverna Sirtaki“ spielten Frontfrau Mellikey und ihre Band an diesem Abend „in junger Besetzung“. Der elfjährige Sohn der Sängerin und des Gitarristen war eingesprungen. Er trommelte fleißig zu Rock- und Pop-Hits der letzten Jahrzehnte.

Rock- und Pop spielte „Mellikey & Band“ mit Sängerin Mellikey in der „Taverna Sirtaki“

Rock- und Pop spielte „Mellikey & Band“ mit Sängerin Mellikey in der „Taverna Sirtaki“.

Quelle: Uwe Hoffmann

Im „Harlekin“ stand nicht Sängerin Steph, sondern das Berliner Duo „Creme fresh“ auf der Bühne: Coversongs mit Akustikgitarren. Unter anderem viele deutsche Hits, wie von Udo Lindenberg oder den Ärzten spielte das Brandenburger Duo „Herren Kaleun“. Gitarrist und Sänger Ringo Krumnow konnte sich seines Fanclubs sicher sein. Die Familie des Rathenowers unterstützte den Rathenower Musiker in der „PurPur“-Bar. Nach der Pause im letzten Jahr war der Hof der ehemaligen Askania Werke wieder Spielort zur Kneipennacht. Den Auftritt der Coverband „Rock’n Fun“ aus Halberstadt begleitete wieder eine kreative Lasershow der Technik-Crew, die die Kneipennacht im Askania-Hof seit der ersten Beteiligung an der Kneipennacht im Jahr 2011 betreut. Bereits seit Start des Auftritts des Brandenburger Folk-Duos „The Drunkabillys“ um 20 Uhr war der kleine Gaststättenraum des „Irish Pub“ im Waldschloss gut besucht. Im Biergarten des Lokals trafen sich Dutzende Rathenower. Mit Mit Jens Berse spielte in der „Maracana“-Bar in der Musikbrauerei ein weiterer Rathenower. Rock- und Pop-Cover. Nur zur Akustikgitarre, aber nicht weniger unterhaltsam als mit Band im Hintergrund. Die Aftershowparty fand ab Mitternacht wieder in der „Musikbrauerei“ statt.

Britta Mau und Monika Novatschek von der Vivax-Marketing-Agentur entwickelten gemeinsam mit dem damaligen „Musikbrauerei“-Betreiber Feras el Hakim im Jahr 2002 die Idee zur „Kneipen- und Musiknacht Pub á la Pub“ in Rathenow, an der sich jährlich jeweils zirka zehn Locations beteiligten. Weil die Initiatoren im letzten Jahr, auch wegen der Buga, pausieren wollten, organisierten die Rathenower Restaurant- und Barbesitzer eine „Night of Music“ in Eigenregie. Nach erfolglosen Gesprächen mit el Hakim legten acht Restaurantinhaber auch in diesem Jahr die Organisation der Kneipennacht in die bewährten Hände von Pierre Digrigkeit („PurPur“), Ronny Kraatz („American Monster“) und John Schach („Schwedendamm“).

Von Uwe Hoffmann

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