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Bleibt die Verwaltung in der Berliner Straße?

Rathenower Rathaus Bleibt die Verwaltung in der Berliner Straße?

Die Rathenower Stadtverwaltung sorgt in der Rathausdebatte für eine neue Wendung. Sie schlägt den Abgeordneten den Kauf des jetzigen Rathauses in der Berliner Straße vor. Und begründet das mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung. Derzufolge wird der Kauf des Rathauses billiger als die bislang favorisierte Aufteilung der Verwaltung auf zwei Standorte.

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Das Rathaus in der Berliner Straße.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. In der Debatte um den künftigen Sitz der Rathenower Verwaltung deutet sich eine neue Wendung an. Die Stadtverwaltung wird den Stadtverordneten vorschlagen, die jetzige Immobilie in der Berliner Straße zu erwerben. Dazu soll es am Montag, 13. Juni, eine Sondersitzung geben.

Eigentlich schien der Kauf des Rathauses längst vom Tisch. 4,6 Millionen Euro hatte die Fielmann AG, der das Rathaus gehört, als Kaufpreis festgelegt. Einer Mehrheit der Stadtverordneten war diese Summe zu hoch. Die Stadt wurde gedrängt, nach einer günstigeren Alternative zu suchen. Und die wurde Anfang des Jahres präsentiert. Die dezentrale Lösung sieht vor, die Verwaltung auf zwei Standorte zu verteilen. Eine Immobilie in der Innenstadt – im Gespräch war das Gebäude der Dresdner Bank – soll die Verwaltungsbereiche mit Publikumsverkehr aufnehmen. Der Rest soll ins Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) ausgelagert werden. Diese Variante sollte einem ersten Überschlag zufolge 1 bis 1,5 Millionen Euro billiger sein als der Rathaus-Kauf.

Dies ist nach der neuen Berechnung offenbar nicht mehr der Fall. Darin werden für die dezentrale Lösung erstmals Zahlen genannt. Das TGZ müsste erworben und für die Rathauszwecke umgebaut werden – alles in allem würde das über eine Million Euro kosten. Der Erwerb des Dresdner Bank Gebäudes schlüge, Nebenkosten inklusive, mit 2,7 Millionen zu Buche. Außerdem fallen laut Berechnung bei einem Umzug diverse weitere Kosten an – etwa für die Renovierung des jetzigen Rathauses, den Bau von Parkplätzen in Nähe des Standortes Dresdner Bank und andere Dinge.

Außerdem werden für den Betrieb zweier Rathhausstandorte Zusatzkosten veranschlagt. Zu guter Letzt werden Mieteinnahmen und wird der Wert der jeweiligen Immobilien in die Berechnung einbezogen. Am Ende der Wirtschaftlichkeitsanalyse steht das Fazit, dass der Kauf des Rathauses – obwohl die Fielmann AG auf dem Kaufpreis von 4,6 Millionen Euro beharrt – aufs Jahr umgerechnet um rund 60000 Euro billiger wäre als die dezentrale Lösung mit TGZ und Dresdner Bank.

Diese Berechnung dürfte für heftige Diskussionen sorgen. Behandelt wird das Thema im Finanzausschuss am Dienstag, im Hauptausschuss am Donnerstag und bei der Sondersitzung der Stadtverordneten am Montag, den 13. Juni.

Von Markus Kniebeler

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