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Das geschieht mit ehemaliger Dresdner Bank

Rathenow Das geschieht mit ehemaliger Dresdner Bank

Das Gebäude in der Dresdner Bank wird nicht, wie geplant, Sitz der Rathenower Verwaltung. Doch die Gefahr, dass das Haus in der Berliner Straße 74 verwaist, ist gering. Bei der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rathenow gibt es längst Pläne über die Zukunft ihrer Immobilie.

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Die ehemalige Dresdner Bank in der Berliner Straße 74.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Mit der Zustimmung zum Nachtragshaushalt haben die Rathenower Stadtverordneten am Mittwochabend den Weg für Verbleib des Rathauses am angestammten Standort in der Berliner Straße 15 geebnet. Die Pläne, die Verwaltung auf zwei Standort aufzuteilen – das Dresdner Bank Gebäude in der Berliner Straße 74 und das TGZ im Grünauer Fenn – sind damit vom Tisch. Nun stellt sich die Frage, was nun mit dem Dresdner-Bank-Gebäude geschieht?

Eigentümer des denkmalgeschützten Hauses ist seit diesem Sommer die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR). Diese hatte im August nach dem Auftrag der Verwaltung, das Gebäude zum Rathaussitz umzubauen, mit der Planung begonnen. Aber damals schon hatte KWR-Geschäftsführer Hartmut Fellenberg darauf verwiesen, dass man bis zum Bürgerentscheid nur solche Arbeiten in Angriff nehmen werde, die grundsätzlich zu erledigen seien. Mit dem spezifischen Zuschnitt auf die Rathausbedürfnisse werde man erst beginnen, wenn klar sei, dass die Verwaltung tatsächlich in das Verwaltungsgebäude ziehe, so Fellenberg damals.

Die Rathausoption hat sich mittlerweile erledigt. Dass das Gebäude nun nicht zur Ruine wird, das hatte der KWR-Chef schon damals klar gestellt. Und er steht zu seinem Wort. Zwei Varianten hat er im Kopf, wenn es um die Zukunft des Hauses geht. Die Vorzugsvariante ist der Verkauf. Bis Ende des Jahres werde er das Gebäude über die einschlägigen Kanäle zum Kauf anbieten. Verkaufen werde man die Immobilie aber nur unter zwei Bedingungen. Zum ersten dürfe die KWR mit dem Geschäft keine Verluste machen.

Anders ausgedrückt: Das Geld, das die KWR in den Kauf des Hauses und die bis jetzt geleisteten Planungen und Umbauarbeiten gesteckt hat, muss mit dem Verkauf wieder reingeholt werden. Zum zweiten werde man sich den potenziellen Käufer genau ansehen. Bei der Bank handele es sich um ein stadtbildprägendes Gebäude. Das müsse von dem künftigen Eigentümer erkannt und berücksichtigt werden. Einem Immobilienfonds beispielsweise, der das Gebäude erstmal erwerbe, um sein Portfolio zu erweitern und es dann möglicherweise jahrelang nicht anrühre, werde man das Objekt nicht veräußern.

Fellenberg ist zuversichtlich, einen geeigneten Interessenten für das Haus zu finden. Dank der Vorarbeiten der KWR sei der Wert des Hauses gesteigert worden. Die unvermeidliche Entkernung sei abgeschlossen, außerdem seien in den Bereichen Statik, Brandschutz und Energetik wichtige Voruntersuchungen erfolgt. Auf dies alles könne der künftige Besitzer zurückgreifen. „Das Objekt präsentiert sich offen, es gibt keine versteckten Mängel“, so Fellenberg. Die Gefahr, die Katze im Sack zu erwerben, bestehe nach den umfangreichen Vorarbeiten nicht.

Bis Ende des Jahres will der KWR-Geschäftsführer einen Käufer für die einstige Dresdner Bank gefunden haben. Gelingt dies nicht, greift Variante 2. „Dann nutzen wir als KWR die Immobilie selber“, sagt Fellenberg. Und hat auch schon genau vor Augen, wie die Flächen aufgeteilt werden könnten: Ins Erdgeschoss würde das Kundencenter ziehen, das derzeit in der Berliner Straße 2 seinen Sitz hat. In die 1. Etage würde die KWR-Verwaltung ziehen, die momentan in der Jahnstraße 2 arbeitet.

Die Büroräume in der 2. Etage könnten vermietet werden. Und der Versammlungsraum im Dachgeschoss könnte je nach Bedarf der KWR, den Mietern sowie Dritten zur Verfügung gestellt werden. Fellenberg hebt den Reiz dieser Lösung hervor. „Zentral, transparen, dem Bürger zugewandt – so würde sich die KWR in der Berliner Straße 74 präsentieren“, sagt er. Außerdem befände sich der Firmensitz dann dort, wo die KWR die meisten Mieter habe – in der Rathenower Innenstadt.

Stellt sich die Frage, warum Fellenberg dieser Variante nicht gleich den Vorzug vor dem Verkauf gibt. „Das hat mit dem Brauereigelände zu tun“, erklärt er. Die Pläne, dieses Areal gemeinsam mit der Stadt zu entwickeln, seien noch nicht vom Tisch. Allerdings könne die KWR sich keine zwei Großbaustellen aufhalsen. „Wenn wir die Dresdner Bank verkaufen, dann haben wir Luft für das Brauerei-Projekt.“ Bei einer Eigennutzung der Immobilie in der Berliner Straße 74 müsse man sich indes aus dem Brauerei-Vorhaben zurückziehen.

Von Markus Kniebeler

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