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Programm der Literaturgespräche steht

Fünf Autoren mit Charakter Programm der Literaturgespräche steht

Das Programm der beliebten Veranstaltungsreihe „Literaturgespräche Rathenow – Premnitz“ steht: Fünf Lesungen wird es bis Mitte Oktober in Rathenow und Premnitz geben: den Anfang macht am 27. Mai der bekannte Philosoph Rüdiger Safranski, der in der Premnitzer Villa am See sein jüngstes Buch vorstellen wird.

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Rüdiger Safranski liest am kommenden Freitag in der Villa am See in der Stadt Premnitz..

Quelle: Peter A. Hassiepen

Rathenow/Premnitz. Es hat eine Weile gedauert, aber nun steht das Programm der Literaturgespräche Rathenow – Premnitz. Fünf Mal werden von Ende Mai bis Mitte Oktober Schriftsteller ins Westhavelland kommen, um dem Publikum ihre aktuellen Werke vorzustellen. In bewährter Manier hat das in Potsdam ansässige Brandenburgische Literaturbüro eine Mischung zusammengestellt, die nicht nur Literaturliebhaber sondern alle Freunde des gepflegten Diskurses auf ihre Kosten kommen lässt.

Los geht es bereits am kommenden Freitag, den 27. Mai. Der renommierte Philosoph und Schriftsteller Rüdiger Safranski wird in der Villa am See in Premnitz sein jüngstes Buch vorstellen, das den Titel trägt: „Zeit, was sie mit uns macht und was wir aus ihr machen“. Darin ermutigt er den Leser, das Phänomen der Zeit bewusster zu erleben: in der Langeweile, beim Vergnügen, bei den Sorgen, beim Blick auf das Ende, beim Spiel. Facettenreich erläutert Safranski das Spannungsfeld zwischen Vergehen und Beharren, Beschleunigung und Innehalten, Erleben und Erinnern.

Safranski, 1945 in Rottweil geboren, wurde einem breiten Publikum durch seine Bücher über die Philosophen Martin Heidegger, Friedrich Nietzsche und Arthur Schopenhauer bekannt. In anderen Monografien hat er die Lebensläufe der deutschen Dichter Schiller, Goethe und E.T.A Hoffmann nachgezeichnet. Im Fernsehen moderierte der umtriebige Gelehrte gemeinsam mit Peter Sloterdijk zehn Jahre lang das Philosophische Quartett. Seit dem Sommer 2012 lehrt er als Honorarprofessor am Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften an der Freien Universität Berlin.

Shahak Shapira

Shahak Shapira.

Quelle: Sebastian Hänel

Noch nicht mal eine Woche später, am Mittwoch den 1. Juni, geht es in der Rathenower Buchhandlung Tieke weiter mit den Literaturgesprächen. Shahak Shapira, israelisch-stämmiger Art Director in der Werbe- und Designbranche, wurde bekannt, nachdem er in der Berliner U-Bahn antisemitische Gesänge filmte und dafür verprügelt wurde. Nun hat Shapira ein Buch über sein Leben geschrieben: schaurig lustig über seine Jugend als Jude im tiefsten Sachsen-Anhalt, ergreifend über die Geschichte seiner Familie und nachdrücklich in seiner Botschaft, dass alle Menschen in Frieden zusammenleben können, wenn sie nur wollen.

Nell Zink

Nell Zink.

Quelle: Fred Filkorn

Nach der Sommerpause, am 8. September, wird die in Bad Belzig lebende amerikanische Autorin Nell Zink in der Buchhandlung Tieke ihren Roman „Der Mauerläufer vorstellen“, der nach Verlagsangaben „auf furiose Weise scheinbar weit Auseinanderliegendes zusammenbringt: Sex und Dubstep, Seitensprünge und Vogelbeobachtung, Kinderwunschdebatten und Öko-Aktivismus, Berlin und Albanien.“ Dass der große amerikanische Gegenwartsautor Jonathan Franzen seine Landsmännin entdeckt und in den höchsten Tönen gelobt hat, dürfte die Neugier auf diese Frau steigern.

Eva Umlauf

Eva Umlauf.

Quelle: privat

Nicht ganz so leicht wird es am Freitag, den 30. September, in der Premnitzer Villa am See zugehen, wenn die in München lebende Kinderärztin Eva Umlauf ihr Erinnerungsbuch „Die Nummer auf deinem Unterarm ist so blau wie deine Augen“ vorstellt. Eva Umlauf ist eine der jüngsten Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz. 1942 im slowakischen Arbeitslager Novaky geboren wurde sie 1944 nach Auschwitz deportiert. Ihre Mutter und sie entgingen den Gaskammern, ihr Vater wurde erschossen. In ihrem Buch erzählt sie ihre Geschichte und die ihrer Familie.

Ariella Kornmehl

Ariella Kornmehl.

Quelle: Ekko von Schwichow

Enden werden die Literaturgespräche Rathenow – Premnutz am 19. Oktober in der Rathenower Stadtbibliothek mit dem Auftritt von Ariella Kornmehl. Auch in ihrem Buch „Alles, was wir wissen konnten“ geht es um die Zeit des Nationalsozialismus. Die gebürtige Amsterdamerin hat die zeitgeschichtlichen Ereignisse in einem Roman über eine junge Jüdin verarbeitet, die in Amsterdam vor den Deutschen untertaucht, dann aber in Gefahr gerät, weil ihr Nachbar mit den Nazis kollaboriert.

info: Die Lesung Rüdiger Safranskis findet statt am Freitag, dem 27. Mai, um 19.30 Uhr in der Villa am See. Eintrittskarten können telefonisch bestellt werden unter  0 33 86/2 13 96 80. Auch für die Lesung von Shahak Shapira am 1. Juni in der Buchhandlung Tieke, Beginn 19.30 Uhr, sind in der Buchhandlung bereits Karten erhältlich (Vorbestellung: 03385/510232).

Von Markus Kniebeler

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