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Havelland Ein Japaner und seine Liebe zum Havelland
Lokales Havelland Ein Japaner und seine Liebe zum Havelland
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06:20 07.06.2016
Rin Terada in seinem neuen Atelier vor einem neuen Werk. Quelle: Foto: Kniebeler
Rathenow

Man hat eine Weile nichts von ihm gehört, aber es gibt ihn noch. Die Rede ist von Rin Terada, dem aus Japan stammenden Maler, der seit 2009 in Rathenow lebt, und sich mit Ausstellungen, Versteigerungen und Kunstaktionen einen Namen gemacht hat. Terada hat eine ganze Zeit in seinem Heimatland gearbeitet, doch seit ein paar Wochen ist er wieder hier. Allerdings ist der 68-Jährige umgezogen – von der Paracelsusstraße in eine Wohnung mit Atelier in der Bahnhofstraße.

Für Terada hat das neue Domizil zwei entscheidende Vorteile. Es ist nah am Bahnhof gelegen, was für einen Mann ohne Auto, aber mit vielen Verpflichtungen in der ganzen Welt, nicht unwichtig ist. Vom Bahnhof nach Berlin, und von dort per Bahn oder Flugzeug weiter zu Kunstveranstaltungen in Deutschland, Europa oder seinem Heimatland Japan – das ist jetzt mit dem Bahnhof vor der Nase noch einfacher als vorher.

Der zweite Vorteil ist, dass Atelier und Wohnung Teradas nun eine Einheit bilden. In dem großen Zimmer zur Straße hin arbeitet Terada an seinen Bildern – von dort in den Wohnbereich sind es fünf Schritte über den Flur. „Jetzt lebe ich mit meinen Bildern zusammen“, sagt Terada. Bislang waren Wohnung und Atelier räumlich getrennt, was dem Mann, der aus dem Norden Japans stammt, nicht so recht passte.

Neue Webseite

Nach einer Idee Rin Teradas ist eine neue Internetseite im Aufbau, die über Kunst in Japan informiert.

Unter www.japanese-museum.com kann man nach Museen und Künstlern in Japan suchen. Bislang sind 120 Künstler gelistet sowie 1200 Museen.

Die Museen sind mit Adresse und Telefonnummer vermerkt. Vor allem sind die Internetseiten der jeweiligen Musseen angegeben, über die man ausführliche Informationen erhält.

Die Internetseite befindet sich noch in der Aufbauphase. Sie wird ständig erweitert und aktualisiert.

Wer das Atelier betritt, merkt sogleich, dass Teradas Schaffenskraft intakt ist wie eh und je. Großformatige abstrakte Gemälde. auf denen Terada mit seinem Lieblingsmaterial – hauchdünn aufgetragener Goldfolie – arbeitet, lehnen an den Wänden. Auf dem Arbeitstisch liegen ganz neue Bilder. Porträts, mit denen Terada nach einer Phase der Abstraktion zum gegenständlichen Malen zurückkehrt.

Überhaupt scheint Terada seinen Ansatz verschoben zu haben: Weg von dem sprirituellen Charakter seiner Werk, hin zu einer handfesten Malerei. Die intensive Beschäftigung mit dem Werk Picassos habe ihn auf diesen Weg gebracht, so Terada. Er wolle sich mitnichten distanzieren von seinen früheren Bildern, sagt er. Nur bevorzuge er momentan eine Arbeitsweise, in der er das tiefsinnig-religiöse Moment ein bisschen zurücknehme zugunsten einer spontaneren, lustvolleren Malerei. Die Porträts, es soll eine Serie werden, könnten übrigens irgendwann in naher Zukunft Rathenow zu sehen sein.

Neben seiner eigenen Kunst widmet Terada sich weiterhin dem interkulturellen Austausch zwischen Japan und Deutschland. Fördert Künstler, plant Ausstellungen, organisiert Begegnungen. Sein jüngstes Projekt auf dieser Schiene ist eine Webseite, auf der er dem Nutzer japanische Künstler und Museen näher bringt. Trotz all dieser Aktivitäten bleibt Terada seiner Wahlheimat Rathenow treu. „Hier fühle ich mich zuhause“, sagt er. Immer wenn er weit weg sei, freue er sich, nach Rathenow zurückzukommen.

Von Markus Kniebeler

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