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Havelland Rathenow: Schallschutzwand mit Lücken
Lokales Havelland Rathenow: Schallschutzwand mit Lücken
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18:10 21.01.2016
Fast fertig. Aber eben nur fast. Abgeschlossen wird die Erneuerung der Schallschutzwand erst im Sommer. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Wer dieser Tage an der giftgrünen Rathenower Schallschutzwand vorbeifährt, der könnte meinen, dass die Fertigstellung kurz bevorstehen muss Das 4,5 Kilometer lange Bauwerk, das sich auf der Nordseite der Schnellbahntrasse vom Stadtforst im Osten bis zur Brücke über die Havel im Westen erstreckt, scheint nach mehrmonatiger Bauzeit so gut wie fertig. Nur hin und wieder fällt auf, dass einzelne Elemente der Wand fehlen. Hier sind Zäune zur Sicherung eingefügt, um zu verhindern, dass Unbefugte auf die Gleise gelangen.

Diese Lücken sind der Grund für die erhebliche Bauverzögerung. Denn eigentlich sollte die Wand in dieser Woche fertig werden. Selbst dies war bereits ein Ausweichtermin. Denn als die Erneuerung der Wand im September des vergangenen Jahres begann, gingen die Verantwortlichen noch davon aus, die Arbeiten im Jahr 2015 abzuschließen.

Böse Überraschungen im Erdreich

Nun wird es wohl bis zum Sommer 2016 dauern. Grund für diese Verzögerung sind böse Überraschungen im Erdreich, welche die Spezialtrupps, die mit dem Bau der Wand beauftragt waren, nicht erwartet hatten. „Bei den Bohrarbeiten für die neuen Wandpfosten sind nicht vorhersehbare Hindernisse im Untergrund aufgetreten“, erklärt eine Bahnsprecherin auf MAZ-Nachfrage. Hierbei handele es sich insbesondere um Versorgungsleitungen unterschiedlicher Medienträger und andere Fremdkörper – etwa alte Betonfundamente und Betonbauteile. Da viele dieser Hindernisse nicht in den Bodenplänen eingezeichnet gewesen seien, habe man sie bei den Planungen nicht berücksichtigen können.

Die Bohrtrupps sind auf unerwartete Hindernisse im Erdreich gestoßen. Quelle: Markus Kniebeler

„Die Bohrhindernisse haben teilweise dazu geführt, dass die für die Gründung der Pfosten Sonderanfertigungen konstruiert werden müssen“, so die Bahnsprecherin weiter. Dieser aufwändige Prozess habe den Zeitplan zur Makulatur gemacht, da die Sonderkonstruktionen für die Pfostengründungen zunächst zu planen und dann im Stahlwerk herzustellen seien. Die komplette Fertigstellung der Wand müsse deshalb auf den Sommer 2016 verschoben werden.

„An der Bahn“: Ampelanlage wird abgebaut

Die Großbaustelle wird bis zur Wiederaufnahme der Arbeiten so weit wie möglich zurückgebaut, nur die eigens angelegten Wege zur Wand und die Lagerplätze bleiben erhalten. Auch die Geschwindigkeitsbegrenzung – ICEs dürfen die Baustelle derzeit mit nur 120 statt 250 Stundenkilometern passieren – soll bald aufgehoben werden. Außerdem wird die baustellenbedingte Ampel- und Einbahnstraßenregelung in der Straße „An der Bahn“ wieder außer Kraft gesetzt, spätesten Ende Januar soll der Verkehr wieder in gewohnten Bahnen verlaufen.

Um eine Ahnung vom Ausmaß des Vorhabens zu bekommen, muss man sich die Zahlen vor Augen halten: 4,5 Kilometer lang ist die Wand, über 700 Pfosten müssen in Betonfundamente gesetzt werden. Zeitweise waren sechs Bohrtrupps mit schwerem Gerät gleichzeitig im Einsatz, um die Fundamente herzurichten. Das hat seinen Preis: Die Erneuerung der Schallschutzwand kostet nach Auskunft der Bahn 5 Millionen Euro. Erneuert werden muss die Wand, weil sie instabil war. In der Vergangenheit wurden durch den Sog der vorbeirasenden Schnellzüge immer wieder Bauteile aus ihrer Halterung gedrückt.

Von Markus Kniebeler

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