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Schallschutzwand wird vollendet

Rathenow Schallschutzwand wird vollendet

Die Schallschutzwand an der Rathenower ICE-Strecke soll bis Ende des Jahres fertig werden. Ende Januar waren die Arbeiten an dem 4,5 Kilometer langen Bauwerk wegen unvorhersehbarer Komplikationen eingestellt worden. Nun rücken Anfang August die Bautrupps wieder an. Autofahrer müssen mit Beeinträchtigungen rechnen.

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Die Straße „An der Bahn“ ist bereits auf eine Spur verengt worden, um Platz für den Einbau der fehlenden Wandelemente zu schaffen.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Die Schallschutzwand an der Rathenower ICE-Strecke soll bis Ende des Jahres fertig werden. Ende Januar waren die Arbeiten an dem 4,5 Kilometer langen Bauwerk wegen unvorhersehbarer Komplikationen eingestellt worden. Nun rücken Anfang August die Bautrupps wieder an, um das fünf Millionen teure Vorhaben zu Ende zu führen.

Obwohl die Bauarbeiter noch nicht in Rathenow sind, deuten schon verschiedene Anzeichen auf den bevorstehenden Baustart hin. Am Bahnhof wird derzeit der zentrale Bauplatz mit den Containern für die Planer wieder eingerichtet. Und in der Straße „An der Bahn“ sowie in der Verladestraße wurde die Fahrbahn bereits verengt, um den Monteuren Platz für die Installation der fehlenden Wandelemente zu schaffen. In der Straße „An der Bahn“ wird der Verkehr jetzt schon – wie in der ersten Bauphase – per Ampelschaltung auf einer Spur am Baufeld vorbeigeführt.

Begonnen hat der Neubau der Schallschutzwand, die vom Stadtforst im Osten bis zur Brücke über die Havel im Westen erstreckt im September des vergangenen Jahres. Bei der Installation der neuen Wandpfosten waren die Bauarbeiter auf nicht vorhersehbare Hindernisse im Untergrund gestoßen: nicht verzeichnete Versorgungsleitungen, alte Betonfundamente und andere Betonbauteile. Weil wegen diese Unvorhersehbarkeiten Teile der Wand neu angefertigt werden mussten, wurde der Bau gestoppt und auf den Sommer verschoben.

Fertigstellung bis Ende des Jahres

Etwas überraschend mag für den Laien das von der Bahnpressestelle verkündete Ende der Bauarbeiten sein. Bis Ende des Jahres soll es mit der Fertigstellung dauern – und das, obwohl weit mehr als 90 Prozent der Wand schon installiert sind. Allerdings haben es die fehlenden zehn Prozent in sich. Weil die Arbeiter im Boden auf unerwartete Hindernisse gestoßen waren, sind komplizierte Gründungsarbeiten erforderlich. Außerdem ist die Tiefenentwässerung zu erneuern. Und schließlich müssen die fehlenden Wandelemente – bei den meisten handelt es sich um Sonderanfertigungen – eingepasst werden. Nach Auskunft der Deutschen Bahn werden die Arbeiten sich ab September parallel über den gesamten Streckenbereich ausdehnen. Die komplette Räumung der Baustelle soll noch vor Weihnachten erfolgen.

Erneuert werden muss die Wand, weil sie instabil war. In der Vergangenheit waren durch den Sog der vorbeirasenden Schnellzüge immer wieder Bauteile aus ihrer Halterung gedrückt worden. Während der Bauzeit wird der Verkehr auf der Hochgeschwindigkeitstrasse gedrosselt. Statt mit 250 Stundenkilometern dürfen die Schnellzüge nur mit 120 Stundenkilometern an der Baustelle vorbeifahren.

Millionenprojekt

Rund 4,5 Kilometer lang ist die Wand auf der Nordseite der Rathenower Schnellbahntrasse.

Über 700 Pfosten müssen in Betonfundamente gesetzt werden, zwischen denen die Schallschutzbohlen verankert werden.


Sechs Bohrtrupps mit schwerem Gerät waren gleichzeitig im Einsatz, um die Fundamente herzurichten.


5 Millionen Euro investiert die Deutsche Bahn in die Erneuerung der Wand.

Von Markus Kniebeler

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