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Rathenow: Skaterhalle endgültig vor dem Aus

Dach der Funsporthalle einsturzgefährdet Rathenow: Skaterhalle endgültig vor dem Aus

Gerade sah es so aus, als würde sich im Fall der Rathenower Funsport-Halle alles zum Guten wenden, da kommt die nächste Hiobsbotschaft: „Aus technischen Gründen bleibt ’Die Halle’ vorerst auf unbestimmte Zeit geschlossen“, ist auf einem Zettel zu lesen, der seit einigen Tagen am Eingangstor prangt. Hintergrund ist der marode Zustand des Gebäudes.

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Am Tor zur Halle prangt seit Tagen die traurige Botschaft.

Quelle: Ch. Schmidt

Rathenow. Durch das Unwetter, das Mitte Juni durch Rathenow tobte, schlugen Äste Löcher ins Dach, die Halle stand zum Teil unter Wasser, eine gefahrlose Nutzung des Objekts ist nicht möglich. „Aus Sicherheitsgründen mussten wir die Halle vorerst schließen“, erklärt Karsten Leege, Geschäftsführer des Kreissportbundes Havelland (KSB) gegenüber der MAZ.

Der KSB hatte die Halle 2013 vom Funbox-Verein übernommen und viel Arbeit in das Gebäude, die Rampen und die Außenanlagen investiert. Nun ist nach dem Sturm das Dach einsturzgefährdet. Kinder und Jugendliche könne man dort nicht mehr ruhigen Gewissens fahren lassen, so Leege. Da der Vermieter nicht bereit ist, die Schäden zu reparieren, hat der Kreissportbund den Mietvertrag zum 30. September gekündigt.

Stadt und Landkreis sind bereits über die Schließung informiert. Es gab erste Gespräche über mögliche Alternativen. Die gibt es aber derzeit nicht. „Es war schon lange klar, dass das Gebäude in einem schlechten Zustand ist. Deshalb haben wir uns schon seit einiger Zeit nach anderen Möglichkeiten umgesehen, zumal der Standort auf der Magazininsel ohnehin nicht optimal gelegen war“, erklärt der KSB-Geschäftsführer. Die Suche war bislang allerdings erfolglos und so sieht es vorerst schlecht aus für die Funsportler der Region.

„Die Schließung war keine leichte Entscheidung für uns. Dennoch nehmen wir auch diese Situation als Chance, etwas Neues zu machen“, verdeutlicht Leege. Wie es weitergehen soll, dazu werden weitere Gespräche mit dem Landkreis und der Stadt nötig sein. Das Außengelände der Halle soll vorerst noch genutzt werden, die Halle selbst bleibt geschlossen.

Nach 2006 steht die BMX- und Skater-Szene damit einmal mehr vor dem Aus. Damals brannte die alte Zietenhalle in der Schopenhauerstraße nieder, die bis dato als Funsporthalle genutzt wurde. Als Ersatz diente die alte Möbelhalle auf der Magazininsel, die im Oktober 2006 in einer „96-Stunden“-Aktion des rbb als Skater-und BMX-Halle hergerichtet wurde. Der Funbox-Verein kümmerte sich um das Objekt, zog sich aber 2013 zurück.

Der KSB sprang ein und stellte Mitarbeiter im Bereich sportorientierte, mobile Jugendarbeit für das Projekt ab. Seither wurden BMX-Kurse für Schüler angeboten, Wettkämpfe und Veranstaltungen organisiert. Erst Anfang Juni fand die erste BMX-Kreisolympiade in der Halle statt.

Von Christin Schmidt

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