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Solarstrom soll die Stadtkasse aufbessern

Vorschlag der Rathenower Linken Solarstrom soll die Stadtkasse aufbessern

Die Fraktion der Linken wird am kommenden Mittwoch in der Rathenower Stadtverordnetenversammlung einen Vorschlag zur Haushaltskonsolidierung machen. Es sei zu prüfen, ob durch die Installation von Photovoltaikanlagen auf städtischen Dachflächen Einsparungen erzielt werden können, so der Antrag.

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Auf KWR-Dächern gibt es seit 2012 Photovoltaikanlagen.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Die Fraktion der Linken wird am Mittwoch in der Rathenower Stadtverordnetenversammlung einen Vorschlag zur Haushaltskonsolidierung machen. Es sei zu prüfen, ob durch die Installation von Photovoltaikanlagen auf städtischen Dachflächen Einsparungen erzielt werden können, so der Antrag.

Der Zeitpunkt, über das Thema nachzudenken, ist nach Auffassung von Fraktionschef Daniel Golze günstig. Es stünden in der Stadt mehrere große Bauvorhaben an, so dass die Umrüstung der Dächer gleich mit erledigt werden könnte. Golze nennt als Beispiel die bevorstehende Modernisierung der Weinbergschule. Hier könnten, wenn man die Planung anpasse, Module relativ problemlos installiert werden. Vor allem Haus 2 der Schule biete sich dafür an. Zum einen eigne sich das Flachdach für eine Installation besonders. Zum anderen bestehe die Gefahr möglicher Einwände seitens des Denkmalschutzes nicht, weil Haus 2 nicht unter Denkmalschutz stehe.

Refinanzierung in zehn bis 15 Jahren

Nach Rechnung der Linken werden sich die Investitionskosten durch die Stromersparnis in zehn bis 15 Jahren refinanzieren. Der gewonnene Strom könne von den Schulen und Kitas gleich abgenommen werden. Überschüsse würden, wie üblich, zu einem festgelegten Preis ins Netz eingespeist.

Für den nicht unwahrscheinlichen Fall, dass der Stadt das Geld für die Investition fehlt, schlägt die Linke vor, die Anlagen von Drittanbietern errichten zu lassen und sich über Pacht- und Mietmodelle an den Erträgen zu beteiligen. „Diese Maßnahmen würden kurzfristig spürbare und mittelfristig enorme Einsparungen für den städtischen Haushalt bringen, die lokale Wirtschaft stärken und der Umsetzung des beschlossenen Klimaschutzkonzeptes dienen“, heißt es in dem Antrag. Bevor die Sache in der Stadtverordnetenversammlung endgültig zur Abstimmung kommt, soll das Thema in den Ausschüssen für Wirtschaft und Bauen im Detail diskutiert werden.

Diskussionen in den Ausschüssen

Vorbild für eine solche Initiative könnte die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR) sein. Das Unternehmen verpachtet seit 2012 ausgewählte Dachflächen an die Betreiber von Photovoltaikanlagen. Über die Erlöse gibt es keine detaillierten Auskünfte. „Aber lohnen tut es sich auf jeden Fall“, hatte KWR-Chef Hartmut Fellenberg bei der Inbetriebnahme der Anlage gesagt. „Sonst würden wir es nicht machen.“

Von Markus Kniebeler

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