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Havelland Rathaus: Jetzt sind zwei Standorte im Rennen
Lokales Havelland Rathaus: Jetzt sind zwei Standorte im Rennen
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00:18 19.02.2016
Als Rathauszweigstelle im Gespräch: Das Gebäude der Dresdner Bank am August-Bebel-Platz. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Die Tagesordnung für die Stadtverordnetenversammlung am kommenden Mittwoch hat es in sich. Mit zwei Beschlüssen soll die festgefahrene Rathausdebatte zu einer Lösung geführt und gleichzeitig die Belebung der Brauereibrache auf den Weg gebracht werden. Zur „Festlegung des künftigen Rathausstandortes“, so lautet die Beschlussvorlage, erklärte Bauamtsleiter Matthias Remus am Dienstag auf MAZ-Nachfrage, dass man den Abgeordneten vorschlagen werde, Teile der Verwaltung im Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) im Grünauer Fenn unterzubringen.

Ergänzend wolle man im Zentrum einen Anlaufpunkt schaffen, um die Wege für die Rathenower kurz zu halten. Dort sollen jene Verwaltungsbereiche mit hohem Publikumsverkehr angesiedelt werden: Bürgerservicebüro, Standesamt und Teile der Sachgebiete Ordnung und Bildung.

Teile der Verwaltung sollen ins TGZ

Man werde gemeinsam mit der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rathenow nach einem geeigneten Standort für diesen Rathausteil suchen, so Remus. Die KWR habe Erfahrung mit der Sanierung von Häusern und sei außerdem Eigentümer diverser Immobilien in der Innenstadt. Zu Gerüchten, das leer stehende Dresdner Bank-Gebäude, das zum Verkauf steht, sei als Standort ins Auge gefasst, hielt der Bauamtsleiter sich bedeckt. Allerdings haben sich diese Gerüchte in den vergangenen Tagen verdichtet und werden von mehreren gut unterrichteten Quellen auch nicht mehr dementiert.

Die Kosten für eine dezentrale Rathauslösung sollen nach Auskunft des Bauamtsleiters weit unter jenen 4,6 Millonen Euro liegen, die für den Kauf des jetzigen Rathauses ermittelt wurden. Der Umzug würde – die Zustimmung der Stadtverordneten und die Genehmigung durch den Kreis vorausgesetzt – den Planungen der Verwaltung zufolge zum 1. Januar 2018 erfolgen.

Soll von der Stadt erworben und entwickelt werden: Das Brauerei-Gelände. Quelle: Markus Kniebeler

Gleichzeitig soll die Entwicklung der Brauereibrache, die mit den Rathausplanungen begonnen hat, fortgeführt werden – auch wenn das Gelände als Verwaltungssitz nicht mehr in Frage kommt. Die Verwaltung wird den Abgeordneten vorschlagen, das Brauerei-Gelände zu erwerben und bis Ende 2017 so herzurichten, das es entwickelt werden kann. Alte Gebäudeteile wie das Flaschenlager sollen abgerissen, andere veräußert werden. Die entstehenden Freiflächen sowie die denkmalgeschützten Brauereiteile stünden dann für eine Vermarktung zur Verfügung. „Wir haben rund 670000 Euro in die Voruntersuchungen des Geländes und Vorplanungen gesteckt“, so Remus. Wenn die Stadt das Gelände erwerbe und die Entwicklung vorantreibe, sei das Geld nicht umsonst ausgegeben worden.

Für den Erwerb des Brauereigeländes und den Abriss nicht verwertbarer Gebäude sind rund 1,3 Millionen Euro veranschlagt. Rund zwei Drittel der Summe könnten gefördert werden, den Rest müsste die Stadt selber aufbringen, wobei die Erlöse aus dem Verkauf ausgesuchter Brauereiteile für die Finanzierung genutzt werden sollen.

Von Markus Kniebeler

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