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Darum baut die Verwaltung massiv Stellen ab

Rathenow Darum baut die Verwaltung massiv Stellen ab

Die Rathenower Stadtverwaltung könnte bei einer effizienteren Arbeitsorganisation mit 17 Arbeitskräften weniger auskommen. Das war das Ergebnis einer Organisationsuntersuchung vor drei Jahren. Mittlerweile ist man der Vorgabe im Rathaus ein gutes Stück näher gekommen. 2019 soll das Ziel erreicht sein.

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Rathenows Hauptamtsleiter Jörg Zietemann.

Quelle: Foto: Markus Kniebeler

Rathenow. Die Rathenower Stadtverwaltung könnte bei einer effizienteren Arbeitsorganisation mit 17 Arbeitskräften weniger auskommen. Das war das Ergebnis einer Organisationsuntersuchung vor drei Jahren. Mittlerweile ist man der Vorgabe im Rathaus ein gutes Stück näher gekommen. 2019 soll das Ziel erreicht sein.

Hauptamtsleiter Jörg Zietemann, der im Rathaus für Personalangelegenheiten zuständig ist, hat auf Wunsch der Stadtverordneten eine genaue Aufstellung über die aktuelle Beschäftigungssituation gemacht. Demnach werden bis zum Jahresende zehn Rathausmitarbeiter die Kernverwaltung verlassen haben. Bis zum Jahr 2019 scheiden weitere 13 Beschäftigte der Kernverwaltung aus. Sieben Stellen werden nachbesetzt, sodass am Ende die von den Unternehmensprüfern empfohlene Einsparung von 16,45 Stellen fast punktgenau erreicht wird. Einem Teil der genannten Mitarbeiter habe man das Ausscheiden über Abfindungen und Altersteilzeitmodelle schmackhaft machen können. Zwei Mitarbeiter hätten bislang die so genannte Nahles-Rente in Anspruch genommen.

Durch diesen Personalabbau und eine Arbeitszeitverkürzung, die von einem Großteil der Beschäftigten getragen werde, seien 2016 fast 600 000 Euro Personalakosten gespart worden, erläuterte Zietemann auf MAZ-Nachfrage. Rechne man alles zusammen, würden bis 2018 Kosten in Höhe von 1,35 Millionen Euro eingespart.

Dass es fünf Jahre gedauert hat, bis die Zielgröße erreicht wurde, ist aus Sicht des Hauptamtsleiters ein ganz normaler Vorgang. „Wir haben es hier mit Menschen zu tun“, sagt Zietemann. „Die kann man nicht von einem Tag auf den anderen rauswerfen, sondern man muss sich um sozialverträgliche Lösungen bemühen.“ Das habe man getan.

Zietemann machte aber auch klar, dass der Sparprozess im Personalbereich der Kernverwaltung nun nicht weiter fortgesetzt werden könne. „Das Ende der Fahnenstange ist erreicht“. Um die Aufgaben, die von der Stadt zu erledigen sind, bewältigen zu können, brauche man das Personal. „Wer noch mehr Einsparungen verlangt, der muss uns sagen, von welchen Aufgaben wir uns trennen sollen.“

Von Markus Kniebeler

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