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Havelland Rathenow: Stillstand in der Puschkinstraße
Lokales Havelland Rathenow: Stillstand in der Puschkinstraße
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00:38 05.07.2015
Die besagte Fläche hinter der Puschkinstraße. Quelle: M. Kniebeler
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Rathenow

Als im Februar des vergangenen Jahres auf der Brache hinter der Puschkinstraße die wild wuchernden Bäume gefällt wurden, da hatte es den Anschein, als würden die seit Langem bestehenden Pläne zur Entwicklung des Geländes tatsächlich in die Tat umgesetzt.

Und eine Anfrage bei Otto-Friedrich Witzel, Immobilienkaufmann aus dem niederrheinischen Moers und Inhaber des 2,5 Hektar großen Grundstücks, schien den Verdacht zu bestätigen. Binnen vier Wochen werde er die Fläche freiräumen, hatte Witzel damals verkündet. Und mit dem Bau von Eigenheimen werde es auch bald losgehen.

Passiert ist seitdem nichts. Auf der gerodeten Fläche wuchern Sträucher und Büsche wieder meterhoch, die Betonruinen, deren Abriss schon mehrfach angekündigt wurde, stehen unangetastet in der Landschaft herum. Und auch an der alten, fast hundert Meter lange Schießhalle am westlichen Rand des Geländes, hat noch kein Abrissbagger geknabbert.

Diese Altlasten sind nach Witzels Auskunft die Ursache für den ewigen Stillstand. Die notwendige Beräumung des Geländes mache die Erschließung extrem teuer. Denn vor allem bei der Schießhalle handele es sich um einen Massivbau, der auf extrem stabilen, tief im Boden verankerten Betonfundamenten ruhe. „Das Zeug kriegen sie nur mit riesigem Aufwand aus dem Boden raus“, so Witzel. Und gibt zu, dass er die Kosten für die Erschließung des Areals – Witzel spricht von rund einer halben Million Euro – schlicht und einfach unterschätzt habe.

Brache mit Altlasten

Das Grundstück zwischen Puschkinstraße und Körgraben ist rund 2,5 Hektar groß. Inhaber ist Otto-Friedrich Witzel, der im niederrheinischen Neuss eine Immobilienfirma betreibt.

Ursprünglichen Plänen zufolge sollten auf dem Grundstück 25 bis 30 Einfamilienhäuser entstehen. Die Rathenower Stadtverwaltung stellte Baurecht her, es könnten also die Bauanträge gestellt werden.

Auf dem Gelände stehen die Überreste eines alten Kohlelagers, die Ruine der alten Feuerwache sowie eine alte Schießhalle.

Ganz verabschieden wolle er sich aber noch nicht von seinen Plänen, sagt der Eigentümer. „Den großen Wurf mit 25 Eigenheinen wird es zwar nicht geben.“ Aber für eine kleine Lösung sehe er Chancen. Wahrscheinlich werde er erst mal einen Bauantrag für zwei bis drei Häuser stellen und dann – wenn es eine entsprechende Nachfrage gebe – das Wohngebiet sukzessive erweitern.

Dass diese Ankündigungen auf Skepsis stoßen, ist verständlich. Mehrfach schon waren in den vergangenen Jahren von Witzel Aktivitäten zugesagt worden, zu denen es bis heute nicht gekommen ist. Im Rathenower Bauausschuss etwa glaubt niemand mehr so recht an einen Baustart.

Otto-Friedrich Witzel kann diesen Vertrauensverlust sogar verstehen. „Ich gebe zu, dass endlich etwas passieren muss“, sagt er. Aber wegen der kostspieligen Vorarbeiten habe er das Vorhaben immer wieder zurückgestellt. „Es ist nicht so, dass mir die Situation egal ist“, beteuert er. Und verspricht, sich die Sache noch mal vorzunehmen.

Von Markus Kniebeler

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