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TGZ-Chef sieht Rathaus-Umzug kritisch

Rathenow TGZ-Chef sieht Rathaus-Umzug kritisch

Das Rathenower Technologie- und Gründerzentrum soll ab 2018 einen Teil der Rathenower Verwaltung aufnehmen.Dem TGZ-Geschäftsführer Norbert Heise bereitet das erhebliche Bauchschmerzen: um Platz zu schaffen, müsste er fünf Mietern kündigen. Das widerspreche seinem Arbeitsauftrag, sagt er.

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TGZ-Chef Norbert Heise vor dem Mieterplan. Im Falle des Rathausumzugs wäre nicht mehr für alle Platz.

Quelle: Foto: Markus Kniebeler

Rathenow. Das Rathenower Technologie- und Gründerzentrum im Gewerbegebiet Grünauer Fenn soll ab 2018 einen Teil der Rathenower Verwaltung aufnehmen. Rund 70 Mitarbeiter des Rathauses werden nach dem von den Stadtverordneten gefassten Plan ab dem 1. Januar 2018 ihre bis dann eingerichteten Büros im TGZ beziehen. Die restlichen 35 werden im Dresdner Bank-Gebäude untergebracht.

Dem TGZ-Geschäftsführer Norbert Heise bereiten diese Pläne erhebliche Bauchschmerzen: um Platz im TGZ zu schaffen, müsste er fünf Mietern kündigen. Nur dann fänden die Stadtmitarbeiter Platz in dem Bürokomplex im Grünauer Fenn. Kurz nachdem die Stadtverordneten im Juni den Beschluss gefasst hatten, die Verwaltung ab 2018 auf zwei Standorte aufzuteilen, erhielt Heise die Aufforderung, im TGZ keine Neuvermietungen mehr vorzunehmen. Außerdem habe er dafür Sorge zu tragen, dass die von der Verwaltung beanspruchten Räume rechtzeitig zur Verfügung stehen. Was nichts anderes heißt, dass die Verträge mit den oben genannten fünf Mietern rechtzeitig gekündigt werden müssen.

„Natürlich bin ich der Stadt, dem Hauptgesellschafter, verpflichtet“, sagt Heise. Und stellt gleich im nächsten Satz klar: „Den Befehl, Kündigungen auszusprechen, werde ich nicht umsetzen.“ Dafür stehe er nicht zu Verfügung. Schließlich sei es Teil seines Auftrags, sich um das Wohlergehen der Mieter zu kümmern. Das könne und wolle er nicht ausblenden.

Grundsätzlich hat Heise kein Problem damit, der Verwaltung freie Räume im TGZ zur Verfügung zu stellen. Aber das angestrebte Ausmaß bereitet ihm Sorgen. „Bis zu 40 Mitarbeiter bekämen wir hier locker unter“, sagt er. „Aber bei 70 platzt das Haus aus allen Nähten. Da ist dann absolut kein Spielraum mehr für irgendwas.“

Joachim Mertens, Geschäftsführer der Firma Optotec, dem mit Abstand größten TGZ-Mieter, schildert das Problem aus seiner Sicht. „Unsere Wachstumsphase ist noch nicht abgeschlossen“, sagt er. Damals sei man ins TGZ gegangen, weil es die Option gab, die Firma an Ort und Stelle ohne große Komplikationen zu erweitern. Davon habe man auch rege Gebrauch gemacht. Wenn es diese Möglichkeit wegen Vollbelegung ab 2018 nicht mehr gebe, dann verliere der Standort für Optotec viel von seinem Reiz.

Einen konkreten Auftrag, den Mietern zu kündigen, hat Heise noch nicht erhalten. Denn wegen der Haushaltsprobleme und des bevorstehenden Bürgerentscheids ist noch nicht klar, ob das TGZ ab 2018 tatsächlich Rathausstandort wird. „So lange ich keinen klaren Auftrag erhalte. werde ich meine Arbeit hier wie gewohnt weiterführen“, sagt er. Das grundlose Kündigen von Verträgen jedenfalls gehöre nicht dazu.

Von Markus Kniebeler

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