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Rathenow: Touristenattraktion endet am Zaun

Buga-Nachnutzung Rathenow: Touristenattraktion endet am Zaun

Wie wäre es, wenn im kommenden Jahr das verbindende Element – die Weinbergbrücke – zwischen Optikpark und Weinberg durch ein trennendes Element ergänzt wird? Zurzeit sehen die Pläne so aus, dass zwischen Optikpark und Weinberg ein Zaun gezogen wird. Hintergrund: die Brücke muss öffentliches Gelände bleiben, wenn die Fördermittel nicht verfallen sollen.

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Endet die Weinbergbrücke nach der Buga an einem Zaun?

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. „Zäune, Zäune – nichts als Zäune, so ein Unsinn.“ Das soll ein Rathenower Stadtverordneter gesagt haben, nachdem er von den Geschäftsführern des Optikparks vor Ort erklärt bekam, wie in Zukunft Optikpark, Weinberg und die Brücke zueinander stehen. Ganz ähnlich äußert sich Christian Görke (Linke). „Wir werden alles versuchen, um einen Schildbürgerstreich zu verhindern.“ Brandenburgs Finanzminister, der bekanntlich in Rathenow wohnt, hatte ebenfalls von den Plänen erfahren, wie die Brücke in Zukunft als „öffentlicher Weg“ erhalten werden soll.

Dazu sollen die Stadtverordneten einen Umwidmungsbeschluss fassen, der die Brücke als öffentlichen Weg beschreibt. Doch wie ist ein öffentlicher Weg noch öffentlich und jederzeit begehbar, wenn er zugleich in den Optikpark führt, der auch in Zukunft Eintritt kosten wird? Gar nicht, lautet bisher die Antwort und darum gibt es nun den Plan, Zäune zu ziehen. Der Optikpark endet am Rosenhügel. Um diesen herum wird ein Zaun gezogen, der sich dann immer am Gelände entlang des Weges an den Tennisplätzen und am Fernrohr vorbei bis zum Sportplatz erstreckt.

Zaun nördlich des Weges

Alles, was nördlich dieses Weges liegt, gehört zum Optikpark, hier verläuft ein Zaun. Die Farbräume und der Floßanleger bleiben auch Teil des Optikparks und werden eingezäunt. Dazu kommt der Zaun um das Gelände des Tennisvereins. Kommt es so, dann führt der Weg von der Brücke zum Schwedendamm-Fußballplatz, dann um diesen Platz herum und gegenüber der Einkaufszentren wieder in die Stadt. Keine sehr attraktive Lösung. Besucher des Optikparks hingegen können durch eine Drehtür von und zu den Farbräumen oder zum Floßanleger, nicht aber auf die Weinbergbrücke, diese Richtung versperrt – richtig – ein Zaun.

Wer vom Optikpark aus auf die Brücke will muss den Ausgang vom Park am Sportplatz nehmen, dann wieder um den Sportplatz herum und durch die Zäune auf dem öffentlichen Weg Richtung Brücke und Weinberg.

Im Herbst müssen die Stadtverordneten festlegen, wie es mit der Nachnutzung weitergeht. Auch SPD-Vertreter würden es am liebsten sehen, wenn sowohl Optikpark als auch Weinberg ein gemeinsames Gelände bilden. „Wir warten auf einen Vorschlag der Verwaltung, das ist ihre Aufgabe“, sagt Hartmut Rubach, Fraktionschef der Rathenower Sozialdemokraten. Er hatte das Thema auch beim ehemaligen Ministerpräsident Matthias Platzeck angesprochen. Richtig ist, dass es für den Brückenbau nur deshalb so viele Fördergelder gab, weil es sich um ein öffentlich begehbares Bauwerk handeln sollte.Nun ist Verhandlungsgeschick gefragt.

„Es gäbe schon Lösungsansätze“, ist aus dem Optikpark zu erfahren. Der Vorteil wäre dann auch, dass sich der kostenpflichtige Optikpark und der kostenfreie Weinberg keine Konkurrenz machen.

Von Joachim Wilisch

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