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ROW-Brache muss zunächst untersucht werden

Rathenow ROW-Brache muss zunächst untersucht werden

Die Pläne, das ehemalige ROW-Gelände rund um das Rathenower Rathaus zu einem Wohn- und Geschäftsquartier zu entwickeln, sind noch aktuell. Vor einem Kauf des Areals ist eine Schadstoffkartierung erforderlich, mit der eventuell belastete Flächen markiert werden sollen. Die Untersuchung soll im Frühjahr erfolgen.

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Das ROW/Askania-Areal in der Berliner Straße.

Quelle: Kniebeler, Markus

Rathenow. Sollten irgendwann in den kommenden Wochen Menschen mit Messinstrumenten auf der ROW-Brache hinter dem Rathenower Rathaus gesichtet werden, dann hat das seine Richtigkeit. Zwar bedeutet das noch nicht, dass die in Aussicht gestellte Entwicklung des Geländes beginnt. Aber mit den Messungen werden wichtige Vorarbeiten für eine solche geleistet. Das hat Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus nun auf MAZ-Anfrage mitgeteilt.

Veranlasst werden die Messungen, mit der mögliche Schadstoffbelastungen auf der Industriebrache festgestellt werden sollen, von der Berliner Firma SMV, die das insgesamt 33 000 Quadratmeter große Grundstück zu einem lebendigen Stadtquartier umgestalten will (MAZ berichtete). Nachdem Ende des vergangenen Jahres die Entscheidung gefallen war, dass die Stadt das Rathaus mit dem dazugehörigen 5000 Quadratmeter großen Grundstück von der Fielmann AG erwerben wird, verhandelt das Berliner Projektentwicklungsunternehmen mit zwei Eigentümern über den Kauf des verbleibenden Grundstücks – den Askania-Nachfolgern und der Fielmann AG.

Während die Kaufgespräche bezüglich der ehemaligen Askania-Liegenschaft schon weit fortgeschritten sind, gehen die Verhandlungen über das Fielmann-Areal erst jetzt richtig los. Damit beide Parteien wissen, worüber zu verhandeln ist, muss die Altlastensituation erkundet werden. Zu diesem Zweck wird die Firma SMV, zu deren Inhabern der Rathenower Christian Wernicke gehört, die Fläche untersuchen lassen. Um gezielt beproben zu können, laufen bereits Recherchen im Kreisarchiv. Dort gibt es Unterlagen darüber, wo welche ROW-Betriebsteile untergebracht waren und wo demnach mit Verunreinigungen gerechnet werden könnte. Der Beprobungsplan wird mit der Umweltbehörde des Kreises abgestimmt. Erst wenn die Ergebnisse vorliegen, können konkrete Abriss- und Bebauungsprojekte umgesetzt werden. Und auch für die Kaufverhandlungen mit der Fielmann AG ist eine Schadstoffkartierung des Areals unverzichtbar.

Läuft alles nach Plan, könnte es Christian Wernicke zufolge im Frühsommer in die konkreten Kaufverhandlungen gehen. Auf dem Gelände, das von Berliner Straße, Puschkinstraße und Geschwister-Scholl-Straße umgrenzt wird, sollen unter Federführung der SMV Wohnungen, Handels- und Gewerbeflächen entstehen. Detaillierte Planungen wird es erst im Sommer geben. Auf jeden Fall soll der „060“-Block neben dem Rathaus abgerissen und durch eine flachere Bebauung ersetzt werden soll. Gesetzt ist außerdem, dass die Backsteinbauten der ehemaligen Askania in der Geschwister-Scholl-Straße stehen bleiben und in Wohngebäude umgebaut werden sollen. Ob die übrigen Backsteingebäude auf dem Gelände abgerissen oder saniert werden, ist noch nicht entschieden. Zwischen 15 und 25 Millionen Euro sind für die Investition geplant.

Über 3 Hektar große Brache

Das gesamte Areal rund um das Rathaus in der Berliner Straße ist rund 33 000 Quadratmeter groß.

Das Rathaus-Grundstück, dessen Kauf besiegelt ist, umfasst rund 5000 Quadratmeter.

Der Rest gehört der Fielmann AG (rund 16 000 Quadratmeter ) und den Askania-Verwaltern (rund 11 000 Quadratmeter)

Von Markus Kniebeler

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