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Rathenow erhält Interkulturelles Familiencafé

Neues Angebot der Arbeiterwohlfahrt Rathenow erhält Interkulturelles Familiencafé

Der Bezirksverband Potsdam der Arbeiterwohlfahrt (Awo) hat in Rathenow ein Interkulturelles Familiencafé vorgestellt, das am 4. April eröffnet wird. Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sollen sich dort treffen und einander kennen lernen. Flüchtlingsfrauen und deren Kinder sollen erste Kenntnisse der deutschen Sprache vermittelt bekommen.

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Britta Stöwe (stehend links) und Diana Neumann stellten den Gästen das Konzept des Interkulturellen Familiencafés vor.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Einen Treffpunkt ganz neuer Art gibt es ab Montag, den 4. April, in Rathenow. In Trägerschaft des Bezirksverbandes der Arbeiterwohlfahrt (Awo) ist in der Heinrich-von-Rosenberg-Straße 50 alles vorbereitet worden, damit ein Interkulturelles Familiencafé entstehen kann. Die Migrationsberatung und die Erziehungs- und Familienberatung der Awo in Rathenow arbeiten nun gemeinsam daran, die Räumlichkeiten soll schnell wie möglich mit Leben zu füllen. Das Familiencafé ist am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Es ist ein Angebot für Personen mit und ohne Migrations- oder Flüchtlingshintergrund aus Rathenow und Premnitz. Geöffnet hat es Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und Dienstag außerdem noch von 14 bis 16 Uhr. Verantwortlich sind Britta Stöwe und Diana Neumann.

Ein Beitrag zum weltoffenen und demokratischen Umgang miteinander

Das Familiencafé soll beitragen zur Willkommenskultur und zu einem weltoffenen, demokratischen Umgang miteinander. Es soll dort Raum geschaffen werden für kulturelle Begegnungen. Die Besucher können sich austauschen in gemütlicher Umgebung. Sie können miteinander reden, spielen, musizieren und anderes mehr. Ehrenamtliche Helfer mit und ohne Migrationshintergrund sollen eingebunden werden.

Das Café an sich ist verknüpft mit einem Bildungsangebot, das der Förderung der Sprachkompetenz von Kindern bis zu sechs Jahren und der Sprach- und Erziehungskompetenz von Müttern mit Migrations- und Flüchtlingshintergrund gewidmet bist. Das Bildungsprogramm findet in kleinen Gruppen statt, zu denen maximal sechs Mütter und zehn Kinder gehören sollen. Es ist für jeweils zwei Stunden an jeweils zwei Wochentagen konzipiert. Am 18. Mai geht es mit der ersten Gruppe los. Als einzelne Themenbereiche beim Vertrautmachen mit der deutschen Sprache vorgesehen sind: Ich und meine Familie, Buchstaben, Zahlen, Farben, Pflanzen und Tiere, Landeskunde der Bundesrepublik, Kleidung, Wohnen, Essen, Trinken und ähnliches mehr.

Sozialministerin Diana Golze (Linke): „Ein Stück Integration“

Landessozialministerin Diana Golze (Linke) hob hervor, dass die Sprachvermittlung für Flüchtlinge zu den wichtigsten Themen überhaupt gehört. Es solle nicht zugelassen werden, dass die Kinder zu Dolmetschern ihrer Eltern werden. Das neue Interkulturelle Familiencafé nannte sie „ein Stück Integration“ in ihrer Heimatstadt Rathenow und im Landkreis Havelland. Wolfgang Gall (CDU), Sozialdezernent des Landkreises, wies darauf hin, dass das Café eine gute Einrichtung sei, um Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge zu schaffen, zum Beispiel sei der Einsatz als Sprachmittler denkbar.

Das Interkulturelle Familiencafé

Das Interkulturelle Familiencafé befindet sich in der Heinrich-von-Rosenberg-Straße 50 von Rathenow.

Träger ist der Bezirksverband Potsdam der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Awo-Migrationsberatung und der Awo-Erziehungs- und Familienberatung in Rathenow.

Das Projekt läuft drei Jahre bis Ende 2018. Es wird komplett finanziert über die Aktion Mensch.

Das Familiencafé ist ab 4. April geöffnet: Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und am Dienstag außerdem von 14 bis 16 Uhr.

Verantwortlich sind Britta Stöwe und Diana Neumann, erreichbar unter Telefon 03385/ 49 800 65.

Von Anfang an gibt es auch eine Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Havelland, der Agentur für ehrenamtliches bürgerschaftliches Engagement. Dessen Leiterin Ingeborg Höhnemann sagte: „Wir sind froh, dass es diese Einrichtung gibt.“ Die Idee, dass es einen Ort geben müsste, wo sich beispielsweise die Familienpaten des Kompetenzzentrums mit ihren Flüchtlingsfamilien außerhalb der Wohnung treffen können, habe man schon eineinhalb Jahre in den Köpfen gehabt. Sie sei ganz sicher, sagte Ingeborg Höhnemann voraus, dass viele Leute ins Familiencafé kommen werden, die auf diese Möglichkeit nur gewartet haben.

Von Bernd Geske

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