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Havelland Rathenow erwartet Heimkinder aus Rumänien
Lokales Havelland Rathenow erwartet Heimkinder aus Rumänien
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09:35 28.05.2016
Die Gruppe aus dem Kinderheim in Zsobok, die vor zwei Jahren zu Gast im Westhavelland war. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Nur noch drei Monate, dann kommen Heimkinder aus dem rumänischen Dorf Zsobok für eine Woche zum Erholungsaufenthalt ins Westhavelland. Die Rathenowerin Manuela Neubüser, die schon seit 1991 auf privater Basis mehrmals im Jahr zu diesem Kinderheim fährt und hilft, hat zum zweiten Mal von dort Heimkinder eingeladen. Erstmals war ihr das im September 2014 gelungen. Die Finanzierung wird über Spenden ermöglicht, die an den Rathenower Verein Kleeblatt gehen.

Mittlerweile sind 19 Kinder und Jugendliche ausgewählt worden, die sich auf die erste große Fahrt ihres Lebens machen sollen. Am Sonntag, dem 11. September, treffen sie ein und eine Woche später reisen sie wieder ab. Allein für ihre Reisedokumente müssen rund 700 Euro aufgebracht werden. Um möglichst gerecht zu sein, ist festgelegt worden, dass diesmal keine Mädchen und Jungen dabei sein sollen, die schon bei der Reise vor zwei Jahren hier waren. Die Altersspanne reicht von zehn bis zu 21 Jahren. 21 ist ein junger Mann, der im Heim aufgewachsen ist und Schlosser gelernt hat. Weil er bislang keine Arbeit gefunden hat und finanziell noch nicht auf eigenen Beinen stehen kann, darf er weiter im Heim wohnen.

Kathrin Großmann (links) aus Bamme hat Manuela Neubüser eine Spende von 500 Euro für die rumänischen Kinder übergeben. Quelle: Bernd Geske

Manuela Neubüser hat einen Finanzbedarf von 6 000 Euro errechnet, damit sie Busfahrt und Aufenthalt der Gäste bezahlen kann. Viel Unterstützung bekommt sie von der Gesamtschule Bruno H. Bürgel in Rathenow, die einen Partnerschaftsvertrag mit der Schule in Zsobok hat und von der schon zweimal eine Schülergruppe im dortigen Kinderheim war. Die Bürgelschüler haben Basare veranstaltet, um Geld einzunehmen. Manuela Neubüser will beim diesjährigen Kinderfest des Vereins Kleeblatt am 1. Juni auf dem Hagenplatz einen Babybasar machen, dessen Einnahmen für ihr Projekt sein sollen.

Ihr ist zugesagt worden, dass sie einen Teil der Einnahmen erhalten soll, die bei der Benefizveranstaltung „Mit Musik um die Welt“ am 3. Juni an der Sankt-Marien-Andreas-Kirche herein kommen. Erfreut angenommen hat sie vor wenigen Tagen eine Spende über 500 Euro, die Kathrin Großmann vom gleichnamigen Landhandel in Bamme übergeben hat. Zwar ist noch nicht die Hälfte des erforderlichen Betrages zusammen, doch ist Manuela Neubüser zuversichtlich, das Ziel zu erreichen.

Gesucht werden noch Pateneltern, die bereit sind, eines der anreisenden Kinder für die Woche einzukleiden und es mit Bettzeug auszustatten. Wie vor zwei Jahren werden sie wieder auf dem Lucke-Hof in Premnitz übernachten. Für fünf der rumänischen Kinder haben sich bislang Pateneltern gefunden, für die 14 anderen werden noch welche gebraucht. Auch Lebensmittelspenden jeglicher Art werden gern genommen.

Von Bernd Geske

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