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Rathenow hat wieder einen Jugendkoordinator

Tilo Windt ist Ansprechpartner für die Jugend Rathenow hat wieder einen Jugendkoordinator

Anfang 2011 trat Tilo Windt erstmals die Stelle als Jugendkoordinator an. 2014 musste die Stadtverwaltung die Stelle aufgrund knapper Haushaltskasse streichen – nicht ohne Folgen. Zwei Jugendfestivals wurden dieses Jahr abgesagt, Streetworkerin Kathrin Wittek kämpft allein auf weiter Flur und die Vernetzung der Akteure stockte. Das soll sich nun ändern.

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Die Jugend liebt Festivals, gleich drei Veranstaltungen fallen in Rathenow in diesem Jahr aus. Dass könnte sich Dank des neuen, alten Jugendkoordinators wieder ändern.

Quelle: Archiv/U. Hoffmann

Rathenow. Im Mai traf die erste Hiobsbotschaft Rathenows Jugend: Das Laut und Bunt Festival findet in diesem Jahr nicht Stadt. Eine große Enttäuschung nicht nur für junge Menschen. Anfang August dann die nächste schlechte Nachricht: Auch das Taste of Hip Hop Festival wird es 2015 nicht geben. Verzichten müssen Jugendliche auch auf den Rathenower Jugendtag, der 2004 ins Leben gerufen wurde. Es wäre vermessen zu sagen, all das ist auf die Streichung der Stelle der Jugendkoordination zurückzuführen. Ebenso falsch liegt, wer behauptet, die Absagen haben nichts damit zu tun.

Das haben auch Stadtverwaltung und Abgeordneten erkannt und zum 1. August die Stelle des Jugendkoordinators neu besetzt. Der Neue ist eigentlich ein alter Hase: Tilo Windt arbeitete von 2011 bis 2014 im Auftrag der Stadt für das Diakonische Werk Havelland als Jugendkoordinator. Zuletzt teilte er sich die Stelle mit Matthias Bölle, die für 2015 nicht verlängert wurde. Die Jugendarbeit war auf dem Abstellgleis gelandet. Bölle verließ die Stadt und ging ins Ausland. Tilo Windt übernahm die externe Koordinierungsstelle für das neue Bundesprogramm „Demokratie leben“, dem Nachfolgeprogramm des Lokalen Aktionsplans.

Der Jugendkoordinator ist kein Zauberer

Den Posten hat er Anke Bienwald übergeben. Mit ihr teilt er sich jetzt ein Büro im Rathaus.

Tilo Windt ist seit 1

Tilo Windt ist seit 1. August wieder Jugendkoordinator in Rathenow.

Quelle: Christin Schmidt

Künftig will der zweifache Familienvater wieder dafür sorgen, dass die Akteure der Jugendarbeit besser vernetzt sind, gemeinsame Projekte starten und sich austauschen. Auch die Unterstützung von Jugendinitiativen, die Beratung zur Beantragung von Fördermitteln, die Fortschreibung des städtischen Konzepts zur Jugendarbeit und die Betreuung der Schulsozialarbeiter gehört zu seinen Aufgaben. In die Arbeit einbezogen werden auch die Ortsteile. Dafür hat Windt 20 Stunden pro Woche Zeit.

Natürlich ist er auch wieder Ansprechpartner für Jugendliche, Einzelfallbetreuung wird er aber nicht leisten können. Dafür vermittelt Tilo Windt den Kontakt zu entsprechenden Stellen. „Die Stadt hat keinen Zauberer eingestellt“, macht Windt deutlich. Nein, einen Zauberer nicht, aber jemanden von dem man weiß, dass er für diesen Job der bestmögliche Kandidat ist. Davon ist auch Stadtsprecher Jörg Zietemann überzeugt.

Zuerst muss der Bedarf ermittelt werden

Zunächst will Windt die neue Stelle bei den Trägern bekannt machen. „Alle sollen wissen, dass wir wieder da sind“, so der 41-Jährige. Seine Maxime: Die Interessen der Jugendlichen zu bedienen, denn so verlangt es das Gesetz. Da die Ressourcen begrenzt sind, konzentriert er sich zunächst darauf, Bedarfe zu ermitteln. Wie ist die Situation vor Ort, woran mangelt es, was wird tatsächlich gebraucht. „Bedarfsdeckend können wir mit den Mitteln, die wir haben, nicht arbeiten, aber wir müssen deshalb nicht die Flinte ins Korn werfen.“

Zwar sei Rathenow im Bereich Kinder- und Jugendarbeit insgesamt nicht schlecht aufgestellt, allerdings ist der Bedarf in der Kreisstadt im Vergleich zu anderen Städten und Kommunen aufgrund der schwachen Sozialstruktur höher. Umso wichtiger sei, vorhandene Ressourcen zu bündeln, weiter an der Vernetzung der einzelnen Akteure zu arbeiten und für einen Erfahrungsaustausch untereinander zu sorgen.

Auch junge Asylbewerber sollen miteinbezogen werden

Was die größte Herausforderung für den neuen, alten Jugendkoordinator ist? „Den Jugendlichen zu ermöglichen, dass sie in dieser Stadt gut und sicher aufwachsen können. Und dass alle, die Lust haben etwas zu machen, auch Angebote finden. Wir müssen ihnen Chancen einräumen, denn die stehen ihnen zu“, so Tilo Windt.

Das gilt für deutsche Jugendliche ebenso wie für junge Asylbewerber, die in Rathenow leben. Auch sie sollen miteinbezogen werden. Ein spezielles Konzept zur Integration gebe es aber nicht. „Das ist ein Thema, an dem wir durchaus Interesse haben und über das wir in Zukunft nachdenken müssen“, macht Jörg Zietemann deutlich.

 

Von Christin Schmidt

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