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Havelland Kommunen ziehen an einem Strang
Lokales Havelland Kommunen ziehen an einem Strang
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21:35 20.10.2015
Vertreter der fünf Kommunen mit dem frisch unterzeichneten Kooperationsvertrag. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Die Unterschriften, die am Dienstagnachmittag im Rathenower Rathaus geleistet wurden, könnten sich noch auszahlen. Denn die Kooperation, welche die Oberhäupter der Kommunen Rathenow, Premnitz, Rhinow, Milower Land und Nennhausen per Signatur besiegelten, soll die Grundlage sein für die Auszahlung von Fördergeld in Millionenhöhe.

Stadt-Umland-Wettbewerb lautet das Zauberwort. Bis zum Jahr 2020 sollen über dieses Förder-Instrument im Land Brandenburg 213 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, um die Vernetzung von Städten und umliegenden Gemeinden voranzutreiben. Voraussetzung für die Teilnahme an dem Wettbewerb ist, dass die in Frage kommenden Kommunen schon bei der Beantragung des Geldes, das aus verschiedenen europäischen Töpfen bereitgestellt wird, zusammenarbeiten. Mit dem Vertrag, der am Dienstag in Rathenow besiegelt wurde, ist der Beweis für die interkommunale Kooperationsbereitschaft erbracht.

„Wir wären schlecht beraten gewesen, wenn wir uns an diesem Wettbewerb nicht beteiligt hätten“, sagte Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger. Zum einen sei eine gute Vernetzung der Stadt Rathenow mit den umliegenden Gemeinden ein Gewinn an sich. Wenn dann noch die Möglichkeit bestehe, bei diesem Anliegen finanziell unterstützt zu werden, dann sei das um so besser.

Umrüstung der Straßenbeleuchtung von allen gewollt

Für welche Vorhaben die Kommunen Geld beantragen, haben diese eigenhändig festgelegt – allerdings war eine enge Absprache mit den Nachbarn unabdingbar. So kommt es, dass die Umrüstung der Straßenbeleuchtung in den Antragslisten aller fünf Kommunen auftaucht. Der Sternenpark Westhavelland sei eine touristische Attraktion, von der weniger die einzelne Gemeinde als die gesamte Region profitiere, begründete Felix Menzel, Bürgermeister der Gemeinde Milower Land die Straßenbeleuchtungs-Initiative. Ziel sei es, mit der beantragten finanziellen Unterstützung die Straßenlaternen so umzurüsten, dass die Lichtverschmutzung noch geringer ausfalle und das Westhavelland seine Status als Sternenpark festige.

Auch die behindertengerechte Umrüstung von Schulen findet sich bei fast allen der fünf Kommunen auf der Antragsliste. Gerade die kleinen dörflichen Schulen wollen die Inklusion – also die Integration behinderter Kinder in den normalen Schulalltag – vorantreiben und so im Bereich Bildung die Attraktivität des Umlandes steigern.

Die Anträge, die von dem Quintett zur Förderung eingereicht werden, haben ein Volumen von rund 11 Millionen Euro. „Wir wissen auch, dass wahrscheinlich nicht alles bewilligt wird, was wir beantragt haben“, so Seeger. Aber wenn das ein oder andere Projekt durchkomme, dann sei das schon ein Erfolg.

Stadt-Umland-Wettbewerb

213 Millionen Euro aus europäischen Förderprogrammen werden bis zum Jahr 2020 über das Land Brandenburg im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbs verteilt.

Rathenow als Mittelzentrum beteiligt sich gemeinsam mit seinen vier Nachbargemeinden an dem Wettbewerb.

Die Anträge der fünf Kommunen haben ein Gesamtvolumen von 11,2 Millionen Euro. Davon entfallen auf Rathenow 3,3 Millionen, auf die Gemeinde Milower Land 3 Millionen, auf das Amt Nennhausen 2,4 Millionen, auf die Stadt Premnitz 1,5 Millionen, und auf das Amt Rhinow 800 000 Euro.

Das Land entscheidet im kommenden Jahr, welche Vorhaben tatsächlich gefördert werden.

Von Markus Kniebeler

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