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Rathenow verbindet Kunst und Shopping

Rathenower Frühlingsgalerie Rathenow verbindet Kunst und Shopping

Zur 11. Frühlingsgalerie am 10. April rücken die Organisatoren die Kunst stärker in den Fokus. Neben dem längsten Laufsteg der Stadt, einem Frühlingsfest auf dem Märkischen Platz und Livemusik, wird zum ersten Mal ein Kunstwettbewerb stattfinden. Dabei ist die Meinung der Besucher gefragt.

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Der Künstler Daniel Schröder (2.v.r.) mit den Einzelhändlern Simone Behrendt (2.v.l.), Petra Sandbrink (3.v.l.), Janine Fürstenberg (Mitte), Antje Wendt (3.v.r.), Andrea Grün (r.) und Franziska Döbelin (l.), Mitarbeiterin der Stadtverwaltung

Quelle: Ch. Schmidt

Rathenow. Wer Kunst sehen möchte, geht ins Museum oder in eine Galerie. Wer Shoppen will, stürzt sich ins Getümmel eines Einkaufszentrums oder schlendert eine Einkaufsstraße entlang. In Rathenow kann man am 10. April wieder beides miteinander verbinden. Einmal im Jahr trifft hier zur Frühlingsgalerie Kunstgenuss auf Shoppinglust. Dann bereichern Stilleleben, Stadtansichten, Aquarelle, Ölbilder und Abstraktes die Schaufenster in der Innenstadt und bringen zusätzliche Farbtupfer in die Auslagen der Einzelhändler und Servicedienstleister.

Während zur ersten Frühlingsgalerie 2006 die Händler noch befürchteten, die Kunst könnte von der Ware ablenken und Künstler vermuteten, ihre Werke würden zwischen der neuen Kollektion untergehen, wissen inzwischen beide Seiten, dass sie von dieser Veranstaltung profitieren. „Die Frühlingsgalerie spricht eine breite Masse an und bringt viele Menschen mit Kunst in Berührung, die sonst nicht Ausstellungen gehen“, erklärt Daniel Schröder, freischaffender Künstler aus Großwudicke. Er beteiligt sich seit 2012 an der Frühlingsgalerie und hat nicht nur Bilder ausgestellt, sondern unter den Blicken der Gäste auch live gemalt.

Erstmals Künstler aus Potsdam und Brandenburg/Havel dabei

„Das Größte für einen Künstler ist, wenn seine Werke von der Öffentlichkeit entdeckt werden. Raus aus dem Atelier und hin zum Publikum“, so lautet Schröders Leitsatz und der passt perfekt zur Idee der Frühlingsgalerie. Um die Kunst hier stärker in den Fokus zu rücken, wird das Event in diesem Jahr um einen Wettbewerb ergänzt. „Der Name soll noch mehr Programm werden. Deshalb laden wir die Besucher ein, ihr Lieblingsbild zu wählen“, erklärt Schröder. Bisher haben sich 33 Künstler angemeldet, darunter auch erstmals Künstler aus Potsdam und Brandenburg/Havel.

Die Bilder, die am Wettbewerb teilnehmen, sind nummeriert. Als Stimmzettel dienen die Werbeflyer zur Frühlingsgalerie, die in den Geschäften ausliegen. Für die Künstler winkt als Belohnung eine öffentliche Ausstellung im Rathaus. Das Publikum hat die Chance, eine von fünf Dauerkarten für die Optikparksaison 2016 zu gewinnen. Ab 4. April sollen die Bilder in den Geschäften hängen. Abstimmen kann jeder bis zum 10. April.

Rathenower City Center spendiert 500 Geburtstagspfannkuchen

Etwa 30 Einzelhändler und Servicedienstleister beteiligen sich an der 11. Frühlingsgalerie – so viele wie noch nie dank der Wiederbelebung einiger Geschäfte, die lange leer standen. Von der Goethestraße bis zum Geschäft „Stein 40“ in der Steinstraße kann am 10. April gebummelt werden. Zeitgleich wird der 18. Geburtstag des City Centers gefeiert und auf dem Märkischen Platz findet ein Frühlingsfest statt. Während die Erwachsenen vor allem in den Geschäften auf ihre Kosten kommen, wird für den Nachwuchs drumherum sehr viel geboten.

Im City Center gibt es eine Bastelstation und Kinderschminken, zudem werden 500 Geburtstagspfannkuchen verschenkt. Auf dem Märkischen Platz wird eine Kinderspaßwelt aufgebaut mit Rutschen, Kartbahn, Hüpfburg, Bühnenprogramm und Gewinnspielen. Die Kinderspaßwelt ist am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Am Sonntag laden die Einzelhändler von 13 bis 18 Uhr zum Einkaufsbummel. Um 14 Uhr werden am Sonntag auf dem längsten Laufsteg der Stadt vor der Post die neuen Kollektionen gezeigt.

Die Frühlingsgalerie ist der erste von insgesamt fünf verkaufsoffenen Sonntagen in diesem Jahr. Die Organisatoren haben damit eine Veranstaltung in der Kreisstadt etabliert, die allen Seiten zu Gute kommt: den Einzelhändlern, Künstlern, Besuchern und der Stadt. Und mal ehrlich, Mode ist doch am Ende auch Kunst. Schließlich müssen beim Outfit die Farben und Formen ebenfalls miteinander harmonieren.

Von Christin Schmidt

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