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Rathenow Erste Berufmesse der Rathenower Duncker-Oberschule
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16:01 26.04.2018
Viele Schülerinnen und Schüler hatten Aufgaben mitbekommen, die sie an den Ständen abarbeiteten. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Die Oberschule Johann Heinrich August Duncker in Rathenow hat am Donnerstag eindrucksvoll vorgeführt, welch beachtlichen Stand sie mittlerweile in der Berufsorientierung erreicht hat. Der 26. April soll schon seit vielen Jahren als Zukunftstag im Land Brandenburg dafür sorgen, dass Jugendliche die Ausbildungsmöglichkeiten in Betrieben und Einrichtungen ihrer Heimatregionen besser kennen lernen. Doch sind in letzter Zeit die Zahlen der teilnehmenden Betriebe und der interessierten Schülerinnen und Schüler hinter den Wünschen zurück geblieben.

Ganz anders bei der Berufemesse in der Duncker-Oberschule. In den Räumen, in der Sporthalle und auch auf dem Hof drängten sich zeitweise die Jugendlichen zusammen. „Ich hatte ja auf viele Besucher gehofft“, hat Schulleiter Thomas Winterfeldt resümiert, „aber es sind tatsächlich mehr Interessierte gekommen, als ich erwartet hatte.“

An vielen Ständen konnten die Schüler ihre handwerklichen Fähigkeiten erproben. Quelle: Bernd Geske

Mädchen und Jungen stellen Praktikumsbetriebe vor

Das Erfolgsrezept der Schule war einmal mehr ihr Konzept für das Praxislernen. Seit dem Schuljahr 2015/2016 sind die 8. Klassen an einem Tag die Woche und die 9. Klassen sogar zwei Tage die Woche in ihren Praktikumsbetrieben. Um nun einerseits den Zukunftstag um ein weiteres Angebot zu bereichern, aber anderseits allen Interessierten den aktuellen Stand zu präsentieren, sind die Schülerinnen und Schüler aufgefordert worden, ihre Betriebe für die Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Oberschule hatte dazu die weiterführenden und die Grundschulen der Region eingeladen, in ihrer Öffentlichkeitsarbeit aber auch alle anderen Interessenten zum Kommen aufgefordert. Die Bilanz der Präsentation war beeindruckend: An 45 Ständen stellten die Mädchen und Jungen ihre Praktikumsbetriebe vor. Außerdem nutzten 17 weitere Unternehmen und Einrichtungen die Gelegenheit, um sich darzustellen. Die Zahl aller Anwesenden hat über 500 gelegen. Gleich am Eingang erhielten die Besucher Handzettel, auf denen sie lesen konnten, wo welche Firmen zu finden sind.

Bei der Firma Remus konnte gepflastert werden. Quelle: Bernd Geske

Regionale Firmen bieten Mitmach-Bereich

Allein das Wetter spielte nicht richtig mit. Eigentlich sollten viele Stände im Freien auf dem Schulhof aufgebaut werden. Weil aber die Wetter-Apps nichts Gutes verhießen, hatten die Verantwortlichen schon am Vortag entschieden, dass alle Anbieter in die Sporthalle ziehen sollten, deren Vorführungen den Boden nicht so sehr strapazieren. So konnte der Regen niemanden groß ärgern.

Die Palette der Angebote war denkbar breit gefächert. Wo es möglich war, hatten die Firmen auch Mitmach-Bereiche aufgefahren, wo die Jugendlichen sich ausprobieren konnten. Bei der Firma Remus konnten Pflastersteine gesetzt werden. Die Elektrofirma E. Kähne ließ Kabelverbindungen herstellen und eine Schaltung mit Lampe zusammen- und auseinander bauen.

Das Golfhotel Semlin hatte Tische edel gedeckt – und reichte Eiskugeln in der Waffel. Bei der Tischlerei Dähne konnten Scheiben in Fenster eingesetzt und wieder heraus genommen werden. Nicht zuletzt hatte Family Fitness eine Hantel mitgebracht, die einige Jungs in die Luft stemmten.

Fragen über Fragen ... Quelle: Bernd Geske

Über dem ganzen Gewusel schwebte ein besonderer persönlicher Charme, weil fast überall Duncker-Praktikanten an den Ständen über ihre Erfahrungen berichteten. Nicht selten waren auch Auszubildende mit anwesend, die früher in die Duncker-Oberschule gegangen waren.

Praxislernen an der Duncker-Oberschule

Seit dem Schuljahr 2015/2016 setzt die Duncker-Oberschule in Rathenow ein völlig neues Konzept um.

Es gibt dort keine Wochen mit Schülerpraktika mehr, wie es die anderen Schulen machen.

Die 8. Klassen sind das ganze Schuljahr jeden Mittwoch, die 9. Klassen jeden Donnerstag und Freitag in ihren Praktikumsbetrieben.

Das Konzept heißt Unterrichtstag in der Praxis, kurz UTP.

Die Duncker-Oberschule hat dafür gegenwärtig mehr als 130 Partnerbetriebe.

Im vergangenen Jahr hat die Schule die Auszeichnung „Schule mit hervorragender Berufsorientierung“ erhalten.

Viele Betriebe helfen bei Präsentration

Auch die Besucher sollten nicht einfach nur untätig schauen. Die meisten Schulen hatten ihren Mädchen und Jungen Blätter mit Aufgaben mitgegeben, die sie beim Rundgang durch die Berufemesse abzuarbeiten hatten. Jeder Gast erhielt am Eingang zudem einen farbigen Zettel überreicht mit der Bitte, dort die Zahl des Standes draufzuschreiben, der ihm am besten gefallen hatte.

Alle Duncker-Schüler und Lehrer erhielten zudem spezielle Bewertungsbögen, die sie für die Stände ausfüllen sollten. Neun Schülerinnen und Schüler sind am Ende bei einer Preisvergabe mit kleinen Anerkennungsgeschenken ausgezeichnet worden.

„Es war natürlich für unsere Schülerinnen und Schüler auch eine Herausforderung“, erklärt Schulleiter Thomas Winterfeldt, „nun ihre Praktikumsbetriebe einmal vorzustellen, in denen sie das ganze Jahr über arbeiten.“ Sie hätten diese Aufgabe sehr gut bewältigt, stellte er fest. Allerdings, so merkte er an, hätten viele Betriebe bei den Präsentationen geholfen, nicht selten hätten sich auch Eltern engagiert.

Von Bernd Geske

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