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200 Meter Kunst

Riesengemälde im Optikpark Rathenow 200 Meter Kunst

Wenn die Asiatischen Tage am kommenden Wochenende das Programm im Optikpark prägen, dann wird ein besonderes Gemälde des chinesischen Malers Zuozhong Liu zu sehen sein: „1000 Meilen – Drei Schluchten“ ist ein 200 Meter langes Bild.

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Der Pavillon mit dem großen Gemälde wird demnächst im Optikpark aufgestellt.

Quelle: Optikpark

Rathenow. Wenn die Asiatischen Tage am kommenden Wochenende das Programm im Optikpark prägen, dann wird ein besonderes Gemälde des chinesischen Malers Zuozhong Liu zu sehen sein: „1000 Meilen – Drei Schluchten“ ist ein 200 Meter langes Bild.

Der Maler Zuozhong Liu wurde 1941 in der Millionenstadt Chongqing, die auf einer Halbinsel am Zusammenfluss von Jangtsekiang und Jialing liegt, geboren. Der Künstler ist am Jangtse aufgewachsen und schloss 1964 die Kunstakademie in Sichuan ab.

Über Jahrzehnte schuf er eine beträchtliche Anzahl von Gemälden, die sich mit den Drei Schluchten, eines Gebiets am Jangtsekiang, beschäftigen. Zuozhong Liu hat viele Jahre in der Jangtze–Schifffahrtsverwaltung gearbeitet. Deshalb kennt er das historische Aussehen der Drei Schluchten sehr genau, die beim Bau einer Talsperre überflutet wurden. Die Drei-Schluchten-Talsperre ist die Kombination einer Stauanlage mit einem Wasserkraftwerk, einem Schiffshebewerk und einer Schleusenanlage im Jangtsekiang, die der Öffentlichkeit übergeben werden konnte. Kein anderes Großprojekt war in den letzten Jahren so umstritten wie diese Talsperre in der Volksrepublik China. Der durch die Staumauer entstandene Stausee erstreckt sich durch die berühmten Drei Schluchten über mehr als 600 km bis nach Chongqing. Das Projekt wird von der China Three Gorges Corporation betrieben. Zuozhong Liu wollte das einstige Aussehen der Landschaft für spätere Generationen dokumentieren. Innerhalb von 18 Jahren malte er das 200 Meter lange und zwei Meter hohe Meisterwerk „Tausend Meilen – Drei Schluchten“, das alle Sehenswürdigkeiten und die elf Städte am Jangtse künstlerisch und detailliert festhält. Am 31. Dezember 2009 wurde es fertig gestellt.

Das Werk wird in einem langen Pavillon-Tunnel im Optikpark für die Dauer der Asiatischen Tage zu betrachten sein. Optikpark-Geschäftsführer Joachim Muus freut sich, dass der Optikpark dieses Gemälde zeigen darf. „Einen wesentlichen Beitrag dazu hat auch die Rathenower Künstlerin Anette Mertens geleistet, die den Kontakt zum Künstler hergestellt hat“, so Muus. Doch das große Gemälde ist nicht die einzige Attraktion. Eröffnet wird zu den Asiatischen Tagen auch eine Sonderausstellung, in der zehn chinesische Fotografen ihre Sichtweisen zu China präsentieren. Die Fotografen gehören zu den Besten ihrer Zunft in China. Die Fotografien spiegeln ein gewaltiges Land. Die Fotografen haben aber nicht nur Landschaftsmotive festgehalten, sondern auch den gesellschaftlich kulturellen Aspekt.

Von Joachim Wilisch

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