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Rathenow 30 000 Übernachtungen im Jahr
Lokales Havelland Rathenow 30 000 Übernachtungen im Jahr
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17:58 12.10.2018
Ortsbesuch Landrat Semlin Quelle: Joachim Wilisch
Semlin

Der Himmel blitzeblau, Sonne pur, der Wind schiebt sanft Wellen ans Ufer des Hohennauener Sees. Bei dem Wetter ist es einfach, die Urlaubsidylle in dem Dorf zu erspüren. Landrat Roger Lewandowski hatte sich am Donnerstag dafür Zeit genommen.

Schon vor 1990 beliebt

Bevor sich Lewandowski zusammen mit Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger auf den Weg durch das Dorf machte, erläuterte Ortsvorsteher Alfred Mantau die Situation. „Semlin war schon vor der politischen Wende im Jahr 1989 und noch viel früher interessant für Wochenendgäste.“ Kein Wunder, die Lage am See ist einmalig und so gab es schon immer Gastronomen, die sich das zunutze machten.

Inzwischen hat Semlin den Beinamen „Urlauberdorf“. Zu Recht, wie Rathenows Bürgermeister Seeger findet. Seit fast 20 Jahren gehört Semlin als Ortsteil zur Stadt, davor gehörte die selbstständige Gemeinde zum Amt Rathenow.

Hier können auch Fahrgastschiffe anlegen. Quelle: Joachim Wilisch

Im Jahr 1990 entdeckten noch mehr Tagesgäste Semlin. Das war der Startschuss für Gastronomen, hier etwas zu versuchen. Im Jahr 1996 wurde der Golfplatz mit dem Land- und Golfhotel ans Netz genommen, einige Jahre später das Antik-Hotel, das inzwischen ebenfalls gehobene Angebote unterbreitet.

Doch die beiden Hotels sind nicht die einzigen Neubetriebe. Der Ferien- und Freizeithof Rausch mit Ferienwohnungen und einem umfassenden Sport- und Spielangebot, weitere Gaststätten – Semlin war auf der Tourismus-Überholspur.

Viele Gäste bringen Geld

Rund 30 000 Übernachtungen und Tagesgäste sind es inzwischen, die hier am See Erholung suchen und finden. So viele Gäste – kommt es da zu Reibereien mit den alteingesessenen Einwohnern? Das wollte Landrat Lewandowski wissen. „Nein“, findet Alfred Mantau. „Natürlich gibt es immer mal Beschwerden, weil es zu laut ist. Aber das hält sich in Grenzen.“ Die Menschen im Ort, wissen, was sie an den Touristen haben.

Wo viele Gäste hinkommen, da muss auch die Infrastruktur mithalten. Straßen, Gehwege, Badestellen und vieles mehr. Alfred Mantau zeigte dem Landrat am Donnerstag die Ferchesarer Straße, wo derzeit gebaut wird – sie ist die Zufahrt zum Golfhotel. 250 000 Euro werden hier ausgegeben. Und für 200 000 Euro wurde der Seewanderweg ausgebaut. Landrat Lewandowski war begeistert: „Das ist ja eine richtige Uferpromenade.“

Idylle am See. Quelle: Joachim Wilisch

Trotzdem haben die Semliner sich ihr Dorfleben bewahrt. Anhand der Dorfchronik, die der Autor Eugen Gliege in Jahresbüchern herausgibt, lässt sich das gut nachvollziehen. Das Sommerfest, Angebote für junge Leute und Senioren – das findet Alfred Mantau wichtig.

Und nicht zuletzt deshalb ist Semlin beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ weit vorangekommen. „Wir sind eben auch eine gute Gemeinschaft“, sagt der Ortsvorsteher.

Von Joachim Wilisch

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