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Rathenow Abschlussfest der Interkulturellen Woche
Lokales Havelland Rathenow Abschlussfest der Interkulturellen Woche
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15:57 30.09.2018
Adnan Khan (Mitte) und sein Cousin Sayar Khan aus Pakistan frittierten im Optikpark Auberginenscheiben und Kartoffelteigtaschen. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

Rund ein Dutzend Veranstaltungen bot die diesjährige Interkulturelle Woche im Havelland. Zwischen 15. und 29. September konnten sich die Havelländer in Nauen, Wustermark, Brieselang und Falkensee bei Musik, Kochevents und Themenabenden zu Syrien und Japan verschiedene Kulturen und Religionen von Menschen kennenlernen. Der Abschluss wurde in diesem Jahr erstmals mit einem offenen Open-Air-Fest im Optikpark gefeiert.

Bei der Interkulturellen Woche im Havelland ist erstmals der Abschluss mit einem Fest im Optikpark gefeiert worden.

Das Fest am Samstag griff die Themen der vergangenen zwei Wochen noch einmal auf und die rund zwei Dutzend Akteure brachten ein buntes und vielfältiges Programm in den Park und auf die Bühne. „Vielfalt verbindet! Das Havelland ist bunt!”, brachte die Integrations- und Migrationsbeauftragte des Landkreises, Anne-Christin Kubb, das Anliegen der Interkulturellen Woche auf den Punkt. „In Rathenow leben derzeit rund 1 800 Menschen mit Migrationshintergrund aus über 100 Nationen”, so Rathenows Erster Beigeordneter Hans Jürgen Lemle. „Darunter sind mehr als 200 Kinder im Vorschulalter. Diese Kinder gehören zu Rathenows Zukunft.”

Kochkurs zum Deutschlernen

Zum Fest konnten die Gäste auf eine Reise durch die Kulturen und die Religionen der im Havelland lebenden Menschen gehen. Das Kennenlernen fremder Küchen ist ein wichtiger Menschen verbindender emotionaler Integrationsfaktor. Das griff auch Margarete von Fintel auf. „Im März haben wir einen besonderen Deutsch-Kurs gestartet. Mit heute acht Frauen aus Arabien und Afrika kochen und backen wir im Küchentrakt des Asylbewerberheims im Rathenower Birkenweg verschiedene Gerichte und lernen dabei Deutsch”, so die frühere Sozialdezernentin des Landkreises. „Die Frauen lernen spielerisch und ganz nebenbei – wir lernen gegenseitig von einander.”

Zum Fest boten die Frauen unter anderem Kuchen und Gebäck aus Tschetschenien und Armenien, aber auch herzhafte Spinat-Teigtaschen als leckere Kostproben an. Kulinarisches aus der Küche Pakistans gab es bei Adnan und seinem Cousin Sayar Khan. Sie frittierten im Ölkessel Auberginenscheiben in einem orientalisch gewürzten Kichererbsenmehl und Kartoffel-Teigtaschen. Auch die Islamische Gemeinde Rathenow wollte mit Gebäckspezialitäten aus den arabischen Ländern Interessenten „anlocken”. Am Nachbarstand stellte sich die seit zirka drei Jahren bestehende Kurdische Gemeinde vor. Die Rathenower Gemeinde zählt rund 20 Mitglieder mit ihren Familien.

Erstmals auch Buddhisten dabei

Auf der Reise durch die Religionen stellte sich erstmals im Westhavelland auch die seit vielen Jahren bestehende buddhistische Klosterschule Ganden Tashi Choeling aus Päwesin im benachbarten Landkreis Potsdam-Mittelmark vor. Bei der Deutschen Rheuma-Liga in der Dammstraße 43 bietet die Klosterschule, dienstags 19 Uhr, auch Meditationskurse in Nauen an. Am Stand „Christen im Havelland” stellte sich die Freikirchliche Gemeinde in Rathenow vor.

Neben tänzerischen und musikalischen Darbietungen gab es auch Vorträge, wie über den Islam, eine Vorführung der koreanischen Kampfkunst durch die Rathenower Taekwondo-Schule und einige Mitmachangebote.

Superhelden gegen Forstrodung

Die Stinknormalen Superhelden greifen immer wieder aktuelles Geschehen auf. So zeigten sie sich an ihrem Stand mit einer Aktion mit den Demonstranten zum Erhalt des Hambacher Forstes – gegen die Abholzung durch den Konzern RWE, um eventuell doch noch Kohle im Tagebau zu fördern – solidarisch.

Von Uwe Hoffmann

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