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Rathenow Aktionsbündnis plant neue Versammlung
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15:00 29.10.2015
Plakat bei der Versammlung am vergangenen Dienstag. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Das Aktionsbündnis „Tolerantes Rathenow“ hat sich am Donnerstag bei einem Treffen darauf geeinigt, am kommenden Dienstag wieder eine öffentliche Versammlung in der Rathenower City anzumelden. „Wir treffen uns am kommenden Dienstag von 18 bis 20 Uhr auf dem August-Bebel-Platz in Rathenow“, sagte Bürgermeister Ronald Seeger (CDU).

Die Versammlung ist als Kontrapunkt zu dem zweiten Treffen des asylkritischen Bürgerbündnisses Havelland auf dem Märkischen Platz zu verstehen. Das Bürgerbündnis Havelland hatte bereits am vergangenen Dienstag angekündigt, dass es eine zweite Versammlung geben werde, auf der man sich gegen Asylmissbrauch und gegen die Islamisierung des Abendlandes einsetzen wolle. Das Bürgerbündnis Havelland hat große Ähnlichkeit mit der Pegida-Bewegung und kann als einer der vielen Ableger davon bezeichnet werden.

Bürgermeister Seeger rief die Rathenower dazu auf, am kommenden Dienstag, 3. November, ab 18 Uhr auf den August-Bebel-Platz zu kommen. Das Programm werde etwas anders aussehen, als in dieser Woche. „Wir wollen einerseits Musik bieten. Außerdem kann jeder, der etwas sagen möchte, ans Mikrofon gehen und reden.“ Bürgermeister Seeger hofft sogar auf Gespräche zwischen der einen und der anderen Seite. „Wir sind friedlich und wir sind gesprächsbereit“, unterstrich Seeger.

Derweil ist davon auszugehen, dass die Anti-Asyl-Versammlung auf dem Märkischen Platz ähnlich ablaufen wird, wie diese Woche. Per Facebook suchten die Organisatoren Helfer, die Flyer im Stadtgebiet verteilen. Noch immer tobt die Auseinandersetzung um Teilnehmerzahlen und Berichterstattung auf der Facebookseite des Bürgerbündnisses. Die Sprache, der sich die Debattierenden bedienen, ist allerdings alles andere als fein.

Die Polizei ist vorbereitet und wird sich wieder zwischen den beiden Gruppen postieren. Am vergangenen Dienstag mussten die Ordnungskräfte nur am Rand einschreiten. Insgesamt verlief der Abend friedlich.

Von Joachim Wilisch

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