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Rathenow Andrang in der Kindertagesstätte
Lokales Havelland Rathenow Andrang in der Kindertagesstätte
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18:08 11.10.2018
Der Landrat und seine Entourage vor der Kita Semlin Quelle: Joachim Wilisch
Semlin

Eigentlich war der Tag zu schön, um Probleme zu wälzen. Die Sonne stand schon hoch am Himmel, als Landrat Roger Lewandowski (CDU) zum Ortsbesuch eintraf. Ortsvorsteher Alfred Mantau (SPD) und Rethenows Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) begleiteten Lewandowski.

Beim Rundgang durch das Dorf war die Kindertagesstätte eine von mehreren Stationen. Allerdings machte Alfred Mantau hier auf ein Problem aufmerksam, das Roger Lewandowski auch von anderen Gemeindebesuchen im Havelland kennt.

Kleine aber feine Kita

„Unsere Kindertagesstätte ist klein und hat nur 22 Plätze“, sagte Mantau. Das sei für viele Eltern ein Grund, ihr Kind hierher zu geben. Es ist eben alles sehr persönlich, man kennt sich auf dem Dorf. Rund 20 freie Bauplätze gibt es aber perspektivisch in Semlin. Wenn es Neubürger hieher zieht und diese mit kleineren Kindern kommen, dann reicht der Platz in der Kita nicht.

Alfred Mantau verdeutlichte, wie kompliziert die Gemengelage ist: „Ein Kind, das zurzeit gerne hier in die Kita will, kann nicht aufgenommen werden, weil wir zugleich viele Schulrücksteller haben.“ Das sind die Kinder, die eigentlich in die Schule kommen, aus unterschiedlichen Gründen aber erst ein Jahr später eingeschult werden.

Lösung gesucht

Rund 70 so genannte Rücksteller gibt es in der Stadt Rathenow, weiß Bürgermeister Ronald Seeger. Mantau und Seeger sind sich einig, dass für die Kita in Semlin eine Lösung gefunden werden muss. „Wir planen jetzt eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen.“ Dafür ist das Landesjugendamt zuständig.

Es werde nicht einfach, diese Ausnahmegenehmigung zu bekommen, befürchtet Mantau. Landrat Lewandowski bestätigt es, ermutigte am Donnerstag aber den Ortsvorsteher, in seinem Bemühen nicht nachzulassen.

Neue Planung im Kreis

Der Landkreis, so Lewandowski, stimme den neuen Kita-Bedarfsplan derzeit mit den Städten und Gemeinden ab. „Wir wollen das diesmal auch etwas genauer angehen und versuchen, die Probleme mit zu erfassen“, sagte er. Andererseits seit die Betreuungsquote in Kindertagesstätten im Kreis insgesamt hoch. Sie liegt bei 91 Prozent.

Wenn also am Reihenweg und an der Ferchesarer Straße im kommenden Jahr Häuser gebaut werden, dann sollte auch die so genannte soziale Infrastruktur Schritt halten. Der Besuch in der Kita Semlin fiel übrigens denkbar kurz aus – es war Schlafenszeit.

Von Joachim Wilisch

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