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Rathenow Arbeitseinsatz auf der Straße immer gefährlicher
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20:11 28.05.2018
Der Fahrer dieses PKW fuhr am 23. Mai auf der B188 auf ein Fahrzeug der Straßenmeisterei auf. Die Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon. Quelle: Privat
Rathenow

Eigentlich sollt jedem Autofahrer klar sein, wenn Arbeiter am Straßenrand beschäftigt sind, ist besondere Vorsicht geboten. Dennoch kommt es immer häufiger zu waghalsigen Überholmanövern, die all jene in Gefahr bringen, die auf der Straße im Einsatz sind.

Wie Karsten Ziehm, Leiter der Straßenmeisterei Rathenow berichtet, kam es im letzten halben Jahr gleich zwei Mal zu Unfällen mit erheblichem Sachschaden.

Im Oktober fuhr eine unaufmerksame Autofahrerin auf der Bundesstraße 5 auf einen Leitanhänger der Straßenmeisterei auf und vergangene Woche knallte es auf der Bundesstraße 188 in Richtung Stendal. Der Fahrer eines Transporters fuhr ungebremst auf einen Schlepper der Straßenmeisterei auf.

„Unser Mitarbeiter stieß durch die Wucht des Aufpralls mit dem Kopf gegen die Scheibe, blieb aber unverletzt“, berichtet Ziehm. Der Mann hatte Glück im Unglück. Da er das Mähwerk zum Zeitpunkt des Unfalls ausgefahren hatte, wurde der Druck des Aufpralls etwas gebremst.

Die Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr nimmt zu

„Ich will gar nicht darüber nachdenken, was hätte passieren können“, sagt Karsten Ziehm. Die Situation auf der Straße bereitet ihm zunehmend Sorgen. Jahrelang gab es keine Probleme, nun berichten die Einsatzkräfte, die auf und an Straßen tätig sind von einer zunehmenden Rücksichtslosigkeit der Verkehrsteilnehmer.

„Die Aggressivität und das rücksichtslose Fahren hat in den letzten drei, vier Jahren dermaßen zugenommen, dass die Kollegen mittlerweile mit einem gewissen Angstgefühl auf die Straße fahren“, sagt Karsten Ziehm.

Um seine Mitarbeiter zu schützen, schickt er sie seit Mitte Oktober 2017 auf Bundesstraßen nur noch mit einem zusätzlichen Absperrfahrzeug beziehungsweise einem zusätzlichen Anhänger zum Arbeitseinsatz.

Das zusätzliche Fahrzeug wird hinter dem eigentlichen Arbeitsfahrzeug positioniert und soll im Ernstfall als Puffer Schlimmeres verhindern.

Straßenmeisterei Rathenow beklagt rund 16 000 Euro Schaden

Nur wenige Tage nachdem Ziehm die neue Arbeitsweise eingeführt hatte, kam es bereits zum ersten Unfall. Die Mitarbeiter waren gerade dabei am Straßenrand Buschwerk zu schreddern, als eine Frau nahezu ungebremst auf ein Fahrzeug der Straßenmeisterei auffuhr.

Ohne das zusätzliche Fahrzeug, wäre der Unfall vermutlich nicht so glimpflich ausgegangen.

Dieses Beispiel zeigt, dass Verkehrsschilder allein offenbar nicht mehr reichen, um die Mitarbeiter zu schützen. „Dieses Ausmaß, dass wir innerhalb eines halben Jahres zwei recht schwere Unfälle zu verzeichnen haben, zeugt von einer neuen, alarmierenden Qualität. Es geht einfach nicht mehr ohne zusätzliche Absicherung“, sagt Karsten Ziehm. Er bittet alle Verkehrsteilnehmer dringend, mehr Vorsicht und Geduld walten zu lassen.

„Das ist nicht nur für uns ein Problem, das betrifft alle, die im Straßenbereich arbeiten und durch waghalsige Überholmanöver rücksichtsloser Verkehrteilnehmer ihr Leben riskieren“, betont der Leiter der Straßenmeisterei.

Durch die beiden Unfälle ist der Straßenmeisterei Rathenow ein Schaden von rund 16 000 Euro entstanden. Der Unfall mit dem Leitanhänger im Oktober führte zu einem Totalschaden. Ein Ersatzfahrzeug konnte bereits angeschafft werden. Entschuldigt haben sich die Unfallverursacher übrigens nicht.

Von Christin Schmidt

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