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Buga-Park in Rathenow durch Zaun getrennt

Auf Umwegen bei der Buga Buga-Park in Rathenow durch Zaun getrennt

Die Weinbergbrücke, die derzeit Weinberg und Optikpark für die Buga verbindet, wird nach der Schau zum öffentlichen Weg. Als Verbindung zwischen den Geländeteilen hat sie keine Genehmigung. Der Buga-Beauftragte Lemle meint, dass umstrittene Zäune zwischen Weinberg und Optikpark gezogen werden müssen. Doch es ginge auch anders.

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Über die Weinbergbrücke und den Hauptweg (15) geht es am Rosenhügel (13) an und zwischen Zäunen vorbei bis zum Fernrohr (12). Hier müssen die Fußgänger eine halbe Stadionrunde drehen, bevor sie die Straße erreichen.

Rathenow. „Das ist kein Schildbürgerstreich“, sagt Hans-Jürgen Lemle. Der Buga-Beauftragte der Stadt schaut auf die Pläne von Weinbergbrücke und Optikpark. Allerdings kann auch er nicht bestreiten, dass nach der Bundesgartenschau Zäune gezogen werden. Die Fußgänger, die vom 14Weinberg über die Brücke kommen, werden auf dem Hauptweg an der Erdskulptur und zwischen Tennisplätzen und Karpfenteich zum Stadion Schwedendamm geleitet. Von da aus geht es in einer Stadionrunde zum Schwedendamm-Eingang des Optikparks oder zum Haupteingang. Direkt in den Park könne man wohl kommen, sagt. Lemle. Allerdings müsse dafür eine „Kassensituation“ zwischen dem Ausgang in Richtung Sportplatz und Fernrohr geschaffen werden.

Weinberg muss öffentlich begehbar bleiben

Unstrittig sei, so Lemle, dass der Weinberg ein öffentlicher Bürgerpark werden solle, der Optikpark weiter ein Park, den man nur gegen Eintritt betreten darf. Dafür bekommt man im Optikpark auch in Zukunft Wechselflorflächen (Farbstrahlen). Auf dem Weinberg werden die Blumenbeete samt Dahlienarena wieder abgebaut. Es bleiben nur der Senkgarten und die Bismarckturmterassen. Darüberhinaus gibt es die Spielplätze und einen Schulgarten.

Das habe die Stadtverordnetenversammlung genauso beschlossen. Bei der Debatte über den Bebauungsplan sei klar geworden, dass der Weinberg ein öffentlicher Park bleiben werde. Das bestätigt auch Hagen Rossmann, einer der Planer. „Außerdem hat es die Fördermittel nur in der Höhe gegeben, weil der Weinberg öffentlich bleibt.“ Planer Michael Arndt pflichtet bei: „In der Buga-Kommission war das ebenfalls Thema.“

Die Weinbergplanung wurde von den Rathenower Stadtverordneten beschlossen

Die Weinbergplanung wurde von den Rathenower Stadtverordneten beschlossen. Rechts Buga-Beauftragter Lemle, links Planer Hagen Rossmann.

Quelle: Markus Kniebeler

Der Wunsch der Stadtverordneten, Weinberg und Optikpark zu einem Gelände zusammenzufassen sei entstanden, nachdem der Weinberg mit der Buga zur Erfolgsgeschichte wurde. Es gebe aber Zeichen aus den Ministerien des Landes, dass der Weinberg und die Brücke öffentlich begehbar bleiben müssen. „Und zwar auch im Winter“, doziert Lemle. Der Optikpark sei nur von April bis Oktober offen. Das sei für die Brücke völlig unvorstellbar und für den Weinberg ebenfalls.

Der Weinberg 2016

Der künftige Bürgerpark m Weinberg wird ebenfalls von einem Zaun geschützt. Wie Buga-Beauftragter Hans-Jürgen Lemle mitteilte, werde der Kernbereich mit den Spielplätzen und dem Bismarckturm samt Magistrale umzäunt bleiben. Am Tage ist der Park offen.

Ob der Zaunum das restliche Weinberg-Gelände bleibt, ist offen. Der Buga-Zweckverband hat für die Zeit der Gartenschau hier ebenfalls einen Zaun errichtet. Derzeit wird überlegt, ob man den Zaun behält oder wieder entfernt.

Eine Einfriedung wird es auf jeden Fall um den Optikpark geben. Dieser Teil des Buga-Geländes kann nur gegen Eintritt besucht werden, weil es auch nach der Gartenschau besonders attraktiv bleibt

Damit sieht es so aus, als ob die Zäune bleiben. Insbesondere auf dem Weg zwischen Tennisplätzen und Karpfenteich entstehe dabei ein enger Weg mit Gittern links und rechts. „Das ist für einen Planer nicht schön“, räumt Hagen Rossmann ein. Aber er sehe keine andere Möglichkeit. „Wenn man aber den Kassenbereich am Schwedendamm gegenüber den Einkaufsmärkten Richtung Süden an das Tor neben dem Fernrohr verlegt, dann ist die Situation geklärt.“ Das habe dann, so Lemle, auch keine Auswirkungen auf Personalkosten, denn der Eingang am Schwedendamm zur Straße hin sei nur noch ein Ausgang und müsse nicht mehr besetzt sein.

In Zukunft beide Parks das ganze Jahr?

Rossmann kann sich allerdings auch vorstellen, „dass man ganz andere Ideen diskutieren könnte“. Am Ende dieser Debatte könnte die Überlegung stehen, den Optikpark und Weinberg das ganze Jahr zu öffnen, auf Saisontickets zu verzichten und die Einnahmen aus einer Vielzahl von Angeboten zu generieren.

Für die Planer und den Buga-Beauftragten scheint es derzeit schwer mit neuen Ideen durchzukommen. Andererseits fühlen sich die Geschäftsführer des Optikparks miss- oder unverstanden. Für eine erfolgreiche Nachnutzung, wie es sie nach der Landesgartenschau gab, eine schwierige Ausgangslage.

Auch wenn der Zaun die beiden Gelände trennt, soll es möglich sein, mit Durchgängen die Weinbergbrücke zu gewissen Anlässen einzubeziehen. Zum Beispiel zur „Serenade unterm Sternenhimmel“.

„Wenn das so ist, dann ist es so“

Ob die Planer und die Optikpark-Geschäftsführer sowie die Stadtverordneten zueinanderfinden, muss man abwarten. Hans-Jürgen Lemle glaubt, es sei nicht unattraktiv, von der Brücke auf einem öffentlichen Weg an Zäunen entlang zu einem Sportgelände geführt zu werden. Überhaupt das Sportgelände. Hier finden ab und an Sicherheitsspiele statt, bei denen die Polizei den Durchgang am Fernrohr auf jeden Fall schließen wird. „Wenn das so ist, dann ist es eben so“, sagt Hagen Rossmann.

Neue Ideen für den Optikpark

Hagen Rossmann ist Planer des Weinbergs und hat auch 2006 bei der Gestaltung des Optikparks mitgearbeitet. Er glaubt, es sei nicht unattraktiv, wenn Touristen in Rathenow, die vom Weinberg über die Brücke Richtung Optikpark kommen, an Zäunen am Optikpark vorbei auf einen Sportplatz geleitet werden. Die Zäune links und rechts findet aber auch er „nicht wirklich gut“.

Neue Ideen für den Optikpark könnten dazu beitragen, dass Zäune nicht benötigt werden. So könne man aus Weinberg und Optikpark ein öffentliches Gelände machen, das von der Optikpark GmbH bewirtschaftet wird. Die Einnahmen würden nicht durch Eintrittsgelder in die Kasse kommen sondern durch viele Veranstaltungen, für die eine Eintrittskarte gekauft werden müsste.

Eine schnelle Lösung könne auch sein, den Eingang gegenüber den Einkaufsmärkten an der Zufahrt zum Jahn-Sportpark Richtung Süden in den Bereich des Fernrohres zu verlagern. Dann könnten Touristen von der Brücke direkt in den Park – allerdings nur gegen Eintritt.

Von Joachim Wilisch

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