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Aufbruch gen Süden für die Rauhautfledermaus

Fledermaus des Jahres 2015 Aufbruch gen Süden für die Rauhautfledermaus

Sie erreicht maximal eine Körpergröße bis sechs Zentimeter, bei einem Gewicht von sechs bis 10 Gramm. Die kleine Rauhautfledermaus ist die Fledermausart des Jahres 2015. Beheimatet ist diese interessante Fledermaus auch im Naturpark Westhavelland.

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Quelle: dpa

Havelland. Sie erreicht maximal eine Körpergröße bis sechs Zentimeter, bei einem Gewicht von sechs bis 10 Gramm. Die kleine Rauhautfledermaus ist die Fledermausart des Jahres 2015. Beheimatet ist diese interessante Fledermaus auch im Naturpark Westhavelland. Die ausgedehnte feuchte Wald- und Wiesenlandschaft bietet der Rauhautfledermaus besonders in alten Bäumen mit Höhlen und Spalten gute Bedingungen zur Aufzucht ihrer Jungen. Die trächtigen Weibchen kommen im Sommer zu Wochenstuben zusammen, in denen die Jungtiere geboren und gemeinsam aufgezogen werden. Zumeist sind es 20 bis 50 Muttertiere in einer Wochenstube. Die Weibchen bringen ein Junges auf die Welt.

Bei Lochow im Amt Nennhausen gibt es eine solche Wochenstube, nennt Naturparkrangerin Bea Koch als Beispiel, wo die Fledermausart des Jahres 2015 im Westhavelland einen Lebensraum hat. Auch bei Görne im Amt Rhinow und anderen Gegenden im Naturpark Westhavelland ist die Rauhautfledermaus noch zuhause. Nun wird sie für einige Monate Abschied nehmen aus ihrer gewohnten Sommerumgebung.

Rund 600 Kilometer in den Flügeln

Wie Zugvögel verlassen die Rauhautfledermäuse Ende August/Anfang September das Westhavelland und wandern gen Süden. Dabei werden sie viele Kilometer zurücklegen, erklärt Bea Koch. Im Mai dieses Jahres hat der Fledermausspezialist Jörn Horn in Brandenburg eine weibliche Rauhautfledermaus gefangen, die im April 2005 in der Nähe von Dortmund beringt worden ist. Das Tier hat eine Strecke von rund 600 Kilometer zurückgelegt. Während die kleine Fledermaus sich überwiegend im nordöstlichen Europa fortpflanzt, sucht sie zur Überwinterung Gebiete im südlichen Europa auf und überquert dafür sogar die Alpen.

Um die bestehenden Wissenslücken zu schließen werden Brandenburger Fledermausexperten in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Fledermäuse Sachsen - Anhalt e.V. und der Landesreferenzstelle für Fledermausschutz Sachsen – Anhalt an diesem Wochenende Rauhautfledermäuse fangen und mit Unterarmklammern markieren. Vier Tiere erhalten einen UKW- Sender mit 150 MHz (Radiomarkierung). Diese UKW- Sender liegen in einem für die wissenschaftliche Untersuchung zu Verfügung gestellten Frequenzbereich. Das speziell hierfür entwickelte Sendesignal (drei Pieptöne – Pause - drei Pieptöne) kann auf den Frequenzen 150,090 MHz, 150,165 MHz, 1505,165 MHz und 150, 200 MHz empfangen werden. Mit Hilfe der deutschen Funkamateure wollen die Experten die Wanderrouten der aus dem Nationalpark Unteres Odertal stammenden Rauhautfledermäuse nachvollziehen. Für die Realisierung dieses Pilotprojektes benötigen die Experten deshalb die Unterstützung von Funkamateuren in ganz Deutschland. Sie werden gebeten, nach den Sendetieren zu lauschen und damit helfen ihre Wege nachvollziehbar zu machen.

Von Norbert Stein

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