Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rathenow Sozialschule übergibt Abschlusszeugnisse
Lokales Havelland Rathenow Sozialschule übergibt Abschlusszeugnisse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:49 29.06.2018
Schulleiterin Kerstin Müller bei der Zeugnoisübergabe. Quelle: foto: Bernd Geske
Premnitz

Die Schule für SozialwesenSophie Scholl“ in Premnitz hat am Freitag die diesjährigen Abschlusszeugnisse übergeben. Erfolgreich ihre Ausbildung beendet haben 34 Erzieherinnen und Erzieher sowie 13 Sozialassistentinnen und -assistenten. Den besten Notendurchschnitt erreichte eine frisch gebackene Erzieherin mit 1,1. Vier schafften einen Durchschnitt von 1,2 und zwei haben 1,3.

Der beste Notendurchschnitt bei den Sozialassistenten war 1,2 einer jungen Frau. Die meisten von ihnen schafften den angestrebten Durchschnitt von 3,0, der sie dazu berechtigt, eine weiterführende Ausbildung aufzunehmen. Viele von ihnen werden an der Schule für Sozialwesen in Premnitz bleiben, deren Träger der Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt ist. Dort gibt es die Fachschulausbildung zum Erzieher und Heilerziehungspfleger.

Die Klasse E 16/2 hat das Stück „Alice im Awo-Land“ gezeigt. Quelle: Bernd Geske

Traditionell gab es vor Beginn des festlichen Teils ein kurzes Kulturprogramm, das diesmal von der Erzieherlasse E 16/2 kam. Das ist üblicherweise ein lustiges Stück. Nachdenklichkeit machte sich aber breit, als eine Fachschülerin zunächst als Sophie Scholl auftrat, nach der die Schule sich ihren Namen gab. Sie erinnerte daran, dass Sophie Scholl eine Ausbildung zur Erzieherin begonnen hatte, aber 1943 hingerichtet wurde, weil sie zusammen mit ihrem Bruder Hans Flugblätter gegen den Zweiten Weltkrieg verteilt hatte.

Bei der nachfolgenden Theateraufführung ging es dann doch eher lustig zu. Die Klasse hatte sich das Stück „Alice im Awo-Land“ ausgedacht. Alice, die Erzieherin werden will, trifft verschiedene Figuren, um ihren eignen Erziehungsstil zu finden. Es gab viel zu lachen.

Schulleiterin Kerstin Müller bei ihrer Ansprache. Quelle: Bernd Geske

In diesem Jahr hatte die Awo-Schule weniger Absolventen als 2017. Das liegt daran, dass es dort nur alle zwei Jahre eine tätigkeitsbegleitende Erzieher-Klasse gibt. Diesmal war keine dabei. Tätigkeitsbegleitend bedeutet, die Schülerinnen und Schüler arbeiten bereits fest angestellt im sozialen Bereich und haben an einzelnen Wochentagen Unterricht.

Wie Schulleiterin Kerstin Müller berichtet hat, gab es in diesem Schuljahr erstmals als Ersatzleistung für eine schriftliche Prüfung für alle Absolventen verpflichtend eine Facharbeit. Die Fachschülerinnen und -schüler musste eine Arbeit schreiben, sie mit einer Präsentation vorstellen und in einem Kolloquium verteidigen. Kerstin Müller gestand, sie sei von den Ergebnissen „positiv überrascht“ gewesen.

Eine Klasse erhielt selbst gebastelte Akademiker-Hüte. Quelle: Bernd Geske

„Im Vordergrund stand für uns immer, aus Ihnen gute Erzieher und Erzieherinnen zu machen“, hat Kerstin Müller in ihrer Festrede gesagt. Sie hoffe, das sei gelungen. Die Absolventen hätten das in vielen Projekten und in ihren Prüfungen bewiesen. Durch ihre Arbeit in den Einrichtungen hätten sie zum guten Ruf der Schule beigetragen. Dafür danke sie ihnen. Mit den Abschlusszeugnissen können die jungen Leute nun die staatliche Anerkennung zum Erzieher beantragen. Damit ist ihre Ausbildung in der ganzen Bundesrepublik anerkannt.

Von Bernd Geske

Bei einem Arbeitsunfall im Gewerbegebiet an der Gasanstalt hat sich am Freitagvormittag eine Frau erheblich verletzt. Sie war mit der Hand in eine Maschine geraten.

29.06.2018

Im Rahmen eines dreitägigen Planspiel durften 50 Rathenower Schüler Kommunalpolitik selbst gestalten. Auch Abgeordnete unterstützten das Projekt, das mit einigen wertvollen Erkenntnisse endete.

29.06.2018

Der Eigentümer des 4,2 Hektar großen Grundstücks in Rathenow-Nord will auf dem Areal 30 Eigenheime und eine Kita errichten. Die Stadt lehnt dies ab. Bei den Stadtverordneten gehen die Meinungen auseinander.

28.06.2018